NYC – Film: „Mississippi Grind“


Ich war am 28.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Mississippi Grind“ (dt. Filmtitel: „Dirty Trip – Ein dreckiger Trip“, in D. ab 1.12.15 auf DVD) 108 min drama
dir. Anna Boden, Ryan Fleck cast: Ben Mendelsohn, Ryan Reynolds, Sienna Miller, Alfre Woodard

Gerry (Ben Mendelsohn) ist Spieler und hat dadurch mittlerweile ein Haufen Schulden angesammelt. Dann lernt er den etwas jüngeren Curtis (Ryan Reynolds) kennen. Die Beiden verbringen eine gute Zeit miteinander und beschließen, etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Gerry überredet seinen neuen Freund, ihn zu dem großen Pokerspiel in New Orleans zu begleiten.

B+ (Wertung von A bis F) Ohne irgendetwas über den Film zu wissen (ausschlaggebend für den Kinobesuch war für mich, dass der Film in einem meiner Lieblingsprogrammkinos lief und Ben Mendelsohn mitspielt), war es für mich nicht leicht zu erahnen, was mir hier in „Mississippi Grind“ für eine Geschichte erzählt wird. Ist es so eine von diesen Betrüger-Stories, ist es ein Drama, ein Road Movie oder ist es eine Charakterstudie? Vielleicht ist „Mississippi Grind“ von allen etwas, am meisten sehe ich ich den Film jedoch als fesselnde Charakterstudie.

Es gibt diese ungewöhnliche Paarung in dem Film: ein Filmstar, der neben einem der besten Charakterschauspieler spielt. Es funktioniert aber, weil die Rollen klar verteilt sind, der schwätzende Schönling ist mit Ryan Reynolds idealbesetzt und der unverbesserliche Spieler könnte von keinem besser portraitiert werden als von Ben Mendelsohn (Animal Kingdom, Starred Up, TV-Serie „Bloodline“).

Ben Mendelsohn ist grandios als Gerry und legt hier nicht weniger als eine Oscar-Performance hin. Es ist eine ungewohnte Rolle für ihn, na vielleicht auch nicht, vielleicht ist es einfach nur befremdlich, ihn mal nicht (ketten-) rauchend zu sehen… Ich konnte buchstäblich in seinem Gesicht lesen, wusste wie Gerry tickt. Ich habe mich immer gefragt, was in den Köpfen von Spielern vorgeht. Ben Mendelsohn hat es mir auf herzzerreißende Weise gezeigt.

Ich hatte es bereits einige Male erwähnt, dass A24 Films zu meinen amerikanischen Lieblingsverleihern zählt. Es ist ein junger New Yorker Filmverleih, der im Jahr 2012 gegründet wurde und so schöne Filmperlen wie Under the Skin, Locke, The Rover, A Most Violent Year, Ex Machina, Slow West, Amy, The End of the Tour und jetzt „Mississippi Grind“ allein innerhalb der letzten 1 1/2 Jahre ins amerikanische Kino gebracht hat.

„Mississippi Grind“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 25.09.15 in genau einem amerikanischen Kino gestartet. Seit dem 4.10.15 ist er in 46 Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Shanghai“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Da habe ich tatsächlich eine Weile gebraucht, um den Film zu finden. „Shanghai“ ist ein Film aus dem Jahr 2010 mit John Cusack
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Labyrinth of Lies“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Der deutsche Film „Labyrinth des Schweigens“ wurde von Deutschland als Vorschlag für den Oscar als bester fremdsprachigen Film eingereicht
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn er eine Nominierung erhält.

Trailer v. Film: „Carol“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Todd Haynes neuer Film mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Room“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der Film könnte Brie Larson den Oscar einbringen. Film hat den Publikumspreis in Toronto gewonnen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

2 Gedanken zu “NYC – Film: „Mississippi Grind“

    • Ach wusste ich gar nicht, dass der bei uns lief. Verstehe auch nicht, warum die den jetzt in den USA rausgebracht haben. Bei Rotten Tomatoes hat er sagenhafte 4% 🙂

      Ja Cusack finde ich auch etwas schwierig. Obwohl ich mir letztens „Love & Mercy“ noch mal angeschaut habe und er mir beim 2. Mal nicht mehr ganz so schlimm vorkam. Der Film gewinnt auch bei erneuter Sichtung.

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