NYC – Film: „The Martian – 3D“


Ich war am 27.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Martian – 3D“ (dt. Filmtitel: „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“, dt. Kinostart: 08.10.15) 142 min sci-fi, drama, action, adaptation
dir. Ridley Scott cast: Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wiig, Jeff Daniels, Michael Pena, Kate Mara, Sean Bean, Chiwetel Ejiofor, Mackenzie Davis

Commander Lewis (Jessica Chastain) leitet die NASA-Basisstation auf dem Mars. Als ein gewaltiger Sandsturm aufkommt, wird der Astronaut Mark Watney (Matt Damon) fortgerissen. Es wird angenommen, dass er ums Leben gekommen ist und so stellt Commander Lewis aus Sicherheitsgründen die Suche nach Watney ein und ordnet die sofortige Evakuierung der Mars-Station an. Der NASA-Direktor (Jeff Daniels) erklärt seinen Mitarbeiter schließlich später für tot. Was keiner ahnt, Mark Watney ist zwar verletzt, aber konnte sich noch zur Basisstation retten. Jetzt muss er einen Plan aufstellen, wie er auf dem Mars überleben kann. Er rechnet sich aus, dass die Lebensmittelreserven nicht ausreichen, bis er irgendwann gerettet wird. Außerdem sind alle Kommunikationssysteme bei dem Sturm zerstört worden und noch weiß niemand, dass er überhaupt überlebt hat.

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „The Martian“ basiert auf Andy Weirs gleichnamigen Roman.

„The Martian“ ist in meinen Augen auch kein Oscar-Film, aber er ist im Gegensatz zu dem Eröffnungsfilm des New York Film Festivals The Walk gut gemachtes, intelligentes Popcorn-Kino. Ridley Scott („Alien“, „Thelma & Louise“, „Gladiator“, Prometheus) weiß einfach, wie man großes Sci-Fi-Kino inszeniert, wie ein Film auszusehen und klingen (auch der Sound ist hervorragend) muss. Hier konnte ich mich von Anfang entspannt zurücklehnen. Der Film hat alles was ein Blockbuster haben sollte: Action, Spannung, Humor, eindrucksvolle Bilder und sehr gute (3D-) Effekte. Ich bin mit dem Gefühl aus dem Kino gekommen, eine gute Zeit gehabt zu haben. Auch kamen mir die beinahe 2 1/2 Stunden Laufzeit nicht zu lang vor.

Natürlich ist es kein Film, der einem noch viele Jahre später in Erinnerung bleibt. Aber an die letzten beiden großen Sci-Fi-Filme Christopher Nolans Interstellar und Alfonso Cuaróns Gravity kann ich mich auch noch kaum erinnern.

Wenn Sandra Bullock für das, was auch immer sie „Gravity“ gezeigt hat, einen Oscar gewonnen hat, dann müsste Matt Damon erst recht mit einem ausgezeichnet werden. In weiten Teilen unterhält er die Zuschauer alleine. Er gibt auch eine wesentlich vielschichtigere Performance als Sandra Bullock.

Kristin Wiig und Sean Bean, die ich beide sonst durchaus gerne sehe, fand ich in „The Martian“ fehlbesetzt. Beiden habe ich die Rolle nicht abgenommen, mit jedem ihrer Auftritte haben sie mich leider sogar aus dem Film gebracht.

Die 3D-Fassung ist unbedingt empfehlenswert.

„The Martian“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Matt Damon), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „The Martian“ hat 7 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Bester Hauptdarsteller Matt Damon, Beste visuelle Effekte, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bester Tonschnitt) erhalten.

„The Martian“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film startet heute, am 2.10.15, in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in dem 3D-Sneak Screening auf dem New York Film Festival gesehen. Der Regisseur Ridley Scott und die Schauspieler Chiwetel Ejiofor, Kristen Wiig, Kate Mara, Mackenzie Davis und Sebastian Stan waren anwesend. Vor dem Screening trat der Filmemacher kurz auf die Bühne und animierte uns Zuschauer zu lachen, wenn uns danach ist, denn „The Martian“ wäre auch lustig. Für New Yorker Verhältnisse ist der Film begeistert aufgenommen worden. Das hat den Regisseur und sein Team sichtbar gefreut. Nach dem rasenden Applaus haben sie sich alle noch mal kurz vom Rang des Kinos gezeigt.

 

Trailer zu sehen:

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NYFF53 Ridley Scott
NYFF53 Ridley Scott

 

5 Gedanken zu “NYC – Film: „The Martian – 3D“

    • Warum bitte muss ich Dich denn auf einmal genehmigen? Mmmh… Wahrscheinlich habe ich wieder irgendwo was falsch eingestellt.

      Also „Interstellar“ brauchst Du auch nicht zu gucken, da bekommst Du nur schlechte Laune.

      „The Martian“ ist aber echtes Gute-Laune-KIno. Wobei ich sagen muss, dass ich mir den deutschen Trailer angeschaut habe und große Sorgen habe, dass das alles so gut rüberkommt. Du musst mal den deutschen Trailer gucken (ich weiß nicht, ob es mehrere gibt, ich meine aber den mit dem Erzähler und so) und dann den Trailer, den ich gepostet habe. Das sind zwei so unterschiedliche Trailer.

      Vor allen Dingen gibt es ja hier eine Unterbrechung bei 2 1/2 Stunden. Das ist bitter.

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