Boston – Film: "Me and Earl and the Dying Girl"


Ich war am 26.06.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Me and Earl and the Dying Girl“ (dt. Kinostart: 22.10.15) 105 min drama, comedy, adaptation
dir. Alfonso Gomez-Rejon cast: Thomas Mann, Olivia Cooke, Nick Offerman, Connie Britton, Molly Shannon, RJ Cyler, Jon Bernthal

Greg Gaines (Thomas Mann) ist 17 Jahre alt und geht auf die Highschool. Viel hängt er mit seinem einzigen Kumpel Earl (RJ Cyler) ab. Die Beiden sind Filmliebhaber und drehen seit frühester Kindheit Parodien von Klassikern. Alles andere ist echt nervig in Gregs Leben. Jetzt bittet ihn auch noch seine Mutter (Connie Britton), dass er sich um eine Bekannte kümmert. Seine Mitschülerin Rachel (Olivia Cooke) ist an Leukämie erkrankt und ausgerechnet er soll mit ihr jetzt Zeit verbringen.

B+ (Wertung von A bis F) „Me and Earl and the Dying Girl“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jesse Andrews. Mich hat der Film von seinem Dialogwitz sehr an Jason Reitmans Juno erinnert. Auch wenn dieser Film dann doch eher als Tragikomödie einzuordnen ist.

Natürlich ist „Me and Earl and the Dying Girl“ ein Film über das Erwachsenwerden. Wie der Filmtitel schon andeutet, geht es hauptsächlich um den 17-Jährigen. Der steckt dummerweise gerade in einer Phase, in der sich alle um ihn herum äußerst irritierend und peinlich verhalten. Eltern, Mitschüler, Mädchen – als ob er mit sich selbst nicht schon genug Probleme hätte. Dann soll ausgerechnet er sich jetzt um dieses Mädchen kümmern, das an Krebs erkrankt ist. Der Film ist vorwiegend witzig und originell, die Tränen sind mir dann aber doch mit der Filmverführung gekommen. Das Ende, was die Kreativität einer anderen Person zeigt, fand ich auch gelungen.

Der amerikanische Schauspieler Thomas Mann ist für mich eine kleine Neuentdeckung. In „Me and Earl and the Dying Girl“ wirkt er sehr echt und liebenswürdig, vom Typ her könnten man ihn am ehesten mit Michael Cera vergleichen. Ich bin gespannt, wohin ihn sein Talent noch führen wird.

Ich kann mich noch erinnern, wie überrascht ich – vor vielleicht zehn Jahren (aber wahrscheinlich länger) – davon war, dass Amerikaner den deutschen Filmemacher Werner Herzog so verehren. In der Indie-Filmszene wird er fast angebetet, vergleichbar mit Rainer Werner Fassbinder. „Me and Earl and the Dying Girl“ ist auch eine Hommage an den Regisseur aus Deutschland.

„Me and Earl and the Dying Girl“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Auf diesem Filmfestival hat der Film sowohl den Grand Jury Prize (U.S. Drama) als auch den Publikumspreis (U.S. Drama) gewonnen.

Derzeit sieht es so aus, als ob der andere Indie The Diary of a Teenage Girl größere Chancen bei den nächsten Academy Awards hat. Dennoch ist „Me and Earl and the Dying Girl“ für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Masterminds“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: scheinbar sehr klamaukige Actionkomödie mit Zach Galifianakis, Kristen Wiig und Owen Wilson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ricki and the Flash“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Jonathan Demmes neuer Film mit Meryl Streep als alternde Rockerin
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Amy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: scheinbar ein weiterer Volltreffer des amerikanischen Verleihers A24. Doku über Amy Winehouse
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jem and the Holograms“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Teenager-Musical
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Intern“
Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Nancy Meyers neuer Film mit Robert De Niro und Anne-Freakface-Hathaway.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Paper Towns“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Teenager-Romanverfilmung mit Cara Delevingne
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Mistress America“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Noah Baumbachs neuer Film mit Greta Gerwig
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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