Boston – Film: "Inside Out – 3D"


Ich war am 26.06.15 und am 20.07.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Inside Out – 3D“ (dt. Filmtitel: „Alles steht Kopf“, dt. Kinostart: 01.10.15 ) 95 min animation
dir. Pete Docter co-dir: Ronnie del Carmen voices: Amy Poehler, Phyllis Smith, Bill Hader, Lewis Black, Mindy Kaling, Diane Lane, Kyle MacLachlan, Kaitlyn Dias

Die 11-jährige Riley (Kaitlyn Dias) hat fünf Emotionen: Freude (Amy Poehler), Kummer (Phyliss Smith), Angst (Bill Hader), Wut (Lewis Black) und Ekel (Mindy Kaling). Jedes dieser Gefühle hat hin und wieder mal einen Auftritt in Rileys Leben. Die Szene beherrscht jedoch Freude, denn Riley ist ein glückliches Kind. Doch jetzt gerät ihre Gefühlswelt erheblich durcheinander. Sie muss mit ihren Eltern (Diane Lane und Kyle MacLachlan) von Minnesota nach San Francisco umziehen. Ihre vertraute Umgebung, ihre Freunde, ihr Hockeyteam – alles muss sie zurücklassen. Die Emotionen – allen voran – Freude müssen in ihrem Kontrollzentrum jetzt alles daran setzen, dass Riley ein unbeschwertes und glückliches Kind bleibt, aber das ist alles andere als einfach.

A- (Wertung von A bis F) „Inside Out“ ist Pixars 15. Animationsfilm. Es ist nach „Monters Inc.“ und Up erst der dritte Langfilm, bei dem Pete Docter Regie führt.

Pete Docter hatte die Idee zu „Inside Out“ als er seine eigene Tochter beobachtete. Im Alter von elf Jahren hat er erstmalig eine gravierende Veränderung in ihrem Wesen festgestellt. Das sonst so fröhliche Kind, das nur Blödsinn im Kopf hatte, zeigte sich auf einmal verschlossen und da hat sich der Filmemacher gefragt, was wohl in dem Kopf seiner Kleinen vorgeht. Kurz darauf hat er bei Pixar sein Konzept für diesen Film vorgetragen. Insgesamt hat Pete Docter fünf Jahre an „Inside Out“ gearbeitet. Er, Meg LeFauve und Josh Cooley haben ein wirklich brillantes Skript geschrieben. Die Story führt einen in die Gefühlswelt eines 11-jährigen Mädchens, die das erste Mal in ihrem Leben eine große Veränderung durchmacht und erfahren muss, was Verlust bedeutet. Das Drehbuch ist wirklich sehr smart und durchdacht. Einige Ansätze im Film zahlen sich erst am Ende aus und letztlich erzählt „Inside Out“ eine runde Geschichte.

Der größte Part des Films findet im Kopf der elfjährigen Riley statt. Die Kleine hat (bislang) nur fünf Emotionen: Freude, Kummer, Angst, Ekel und Wut. Das sind aber selbst eigene Persönlichkeiten, die in der Kommandozentrale ihres Kopfes Höchstarbeit leisten, damit Riley weiterhin ein unbekümmertes Kind bleibt. Wenn Riley mal nicht so gut drauf ist, dann müssen halt Erinnerungen an glücklichere Tage hervorgekramt werden usw. Was es bedeutet, gemischter Gefühle zu sein, zeigt „Inside Out“ auf eindrucksvolle Weise.

„Inside Out“ ist ein sehr komplexer Film, bei dem man so viel entdecken kann, dass es sich garantiert lohnt, ihn mehrmals zu sehen. Der Film ist voller Detailfreude, sehr bunt (zumindest bei so vielen Dingen, die sich in Rileys Kopf abspielen) und eher trüb und farblos in Rlleys realem Leben, weil sie in San Francisco auch nicht glücklich ist. Ich war den gesamten Film über völlig gefesselt, habe gestaunt, habe gelacht, natürlich geweint, war völlig von dem Ideenreichtum fasziniert und bin letztlich freudestrahlend aus dem Kino gekommen. Ich freue mich schon jetzt darauf, den Film ein zweites Mal zu sehen und dann wird sich zeigen, inwieweit die 3D-Fassung noch einen Mehrwert bringt.

A (Wertung von A bis F) Drei Wochen nachdem ich „Inside Out“ das erste Mal im Kino gesehen habe, habe ich ihn mir ein zweites Mal angeschaut, dieses mal in der durchaus lohnenswerten 3D-Fassung. Bei der zweiten Sichtung hat mir der Film, wie man meiner Bewertung entnehmen kann, noch besser gefallen. Viel mehr konnte ich auf Details achten. Dieses Mal sind mir auch bei Bing Bongs Aussage: „Take her to the moon for me“ hemmungslos die Tränen gelaufen.

Nach meiner zweiten Sichtung ist „Inside Out“ festgesetzt in meiner Top Ten-Liste für Filme aus dem Jahr 2015.

„Inside Out“ ist ein Film für ältere Kinder und Erwachsene.

Ich bin kein Freund von Fortsetzungen einzigartiger Filmen. Hier sehe ich aber tatsächlich das Potenzial für „Inside Out 2“. Das wäre dann ein Film, bei dem Riley (oder auch ein anderes Kind) in die Pubertät kommt.

Disneys „Beauty and the Beast“ war der erste Film, der in der Kategorie Bester Film bei den Academy Awards nominiert wurde. Das war im Jahr 1991 und seinerzeit gab es noch keine eigene Kategorie für Animationsfilme. Die hat AMPAS erst im Jahr 2001 eingeführt. Seitdem haben es nur zwei Animationsfilme geschafft, zusätzlich in der Königskategorie Bester Film bei den Oscars nominiert zu werden: Pixars Filme „Up“ und „Toy Story 3“ – das aber war im Jahr 2009 und 2010 bei einer festen Anzahl von 10 zu nominierenden Filmen. Seit dem Jahr 2011 und auch für die nächsten Oscars im Jahr 2016 werden jedoch 5 bis zu 10 Filme in der Kategorie Bester Film nominiert.

Im Jahr 2014 wurde kein Pixar-Film ins Kino gebracht, dafür bringt Pixar im Jahr 2015 erstmalig zwei Spielfilme („Inside Out“ und „The Good Dinosaur“) in einem Filmjahr heraus. Damit macht sich Pixar bei den Oscars im Jahr 2016 aller Wahrscheinlichkeit selbst Konkurrenz.“Inside Out“ ist eine Nominierung als Bester Animationsfilm definitiv sicher, Derzeit ist der Film aber auch für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Beste Filmmusik im Gespräch.

„Inside Out“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Bester Animationsfilm, Bestes Originaldrehbuch) erhalten.

Update: „Inside Out“ hat einen Oscar (Bester Animationsfilm) gewonnen. 

„Inside Out“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2015 gezeigt.

Der amerikanische und der europäische Trailer unterscheiden sich hauptsächlich durch die Gedanken des Vaters. In der U.S.Version denkt er an Hockey in der europäischen Version sind seine Gedanken beim Fußball.

Ein amerikanischer Trailer zu sehen:

Ein europäischer Trailer zu sehen:

Ein kleiner Eindruck von Baby Rileys Emotionen (zumindest Ekel, Wut und ein Ansatz von Freude):

Folgender Kurzfilm wurde vorher gezeigt:

„Lava“ 7 min drama, comedy, musical
dir. James Ford Murphy voices: Kuana Torres Kahele, Napua Greig

B (Wertung von A bis F) „Lava“ ist ein Pixar-Film. Er erzählt die Geschichte des einsamen Vulkans Uku (Kuana Torres Kahele), der auf der Suche nach Liebe ist. Die Handlung streckt sich über Millionen von Jahren. Ich fand Uku wirklich putzig, ansonsten erzählt das Lied mehr die Geschichte als die Animation.

Man kann davon ausgehen, dass Lava eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm erhält.

Ein kleiner Eindruck von „Lava“ zu sehen:

vorgeschaltene Trailer:

Trailer v. Film: „Shaun the Sheep Movie“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Jetzt kommt der Film auch ins amerikanische Kino. Ich habe meine Mitzuschauer während des Trailers beobachtet und hatte den Eindruck, dass sie genausowenig mit „Shaun“ und dem Humor anfangen können wie ich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Minions“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Animationsfilm mit meinen geliebten Minions. Dieser Trailer ist albern, aber toll, im Vegleich zu dem „Shaun“-Trailer haben sich meine Mitzuschauer kaputtgelacht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hotel Transylvania 2“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Peanuts Movie“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Animationsfilm mit den Peanuts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „Pan“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Joe Wrights Peter Pan-Film mit Hugh Jackman, Rooney Mara, Amanda Seyfried und schon wieder Cara Delevingne
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Zootropia“
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Disneys neuer Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „The Good Dinosaur“
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Pixars zweiter Film im Jahr 2015
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

2 Gedanken zu “Boston – Film: "Inside Out – 3D"

  1. Puh, da bin ich aber beruhigt. Ich hatte echt schon sehr gedämpfte Kritiken gelesen und war entsetzt, dass wer versucht mir PIXAR madig zu machen.
    Man kann es drehen und wenden, aber die PIXAR-Schmiede hat die originellsten Ideen.
    Shaun ist lustig, kann ich nur empfehlen.
    Den Trailer zu Zootropia fand ich gar nicht so schlecht und die Minions sind wohl Pflicht :))

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  2. Gerüchteweise habe ich gehört, dass ältere Männer mit „Inside Out“ nicht so viel anfangen können. Wahrscheinlich herzlose noch dazu. 🙂 Nee mit diesem Film ist PIXAR von der Originalität und der Kreativität wieder da, wo sie mit so tollen Filmen wie „Wall-E“, „Up“, „Monsters Inc“, „Ratatouille“, etc. die Filmliebhaber begeistert haben.

    Ich würde wahnsinnig gerne mal einem der berühmten Brain Trust Meetings bei PIXAR beiwohnen. Wie bei denen Ideen entstehen und Filme entwickelt werden, finde ich unglaublich faszinierend. Inside Out steht bei 98% Rotten Tomatoes, mehr geht kaum.

    Ich kann mich erinnern, dass Dir „Shaun“ sehr gut gefallen hat, den Trailer fand ich nicht so doll. Aber ich gucke ihn bestimmt auf DVD.

    Minions sind Pflicht. :))

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