Oscar-Gewinner 2015, letzte Prognose und meine Wette


So, heute ist der 21.02.15, ein Tag vor der Oscar-Verleihung 2015. Wie üblich meine letzten Worte, meine letzte Prognose und meine Wette.

Eine turbulente Oscar-Saison geht zu Ende. 6124 Academy Mitglieder haben abgestimmt und irgendwie macht es den Anschein, als ob es zu einem richtigen Knaller kommen könnte. Es gibt mindestens zwei wichtige Kategorien, bei denen der Ausgang morgen völlig ungewiss ist: Bester Film und Bester Hauptdarsteller. Die meisten amerikanischen Oscar-Experten gehen davon aus, dass entweder „Boyhood“ oder „Birdman“ das Rennen als Bester Film macht. Ziemlich fifty-fifty. Gibt es eine Möglichkeit, dass beide Filme wichtige Preise gewinnen. Ja.
Boyhood: Bester Film, Beste Nebendarstellerin und Bester Schnitt
Birdman: Beste Regie, Bester Hauptdarsteller und Beste Kamera.
Die letzten zwei Jahre wurde der Beste Film von der Besten Regie getrennt. („Argo“ – Ben Affleck war nicht in der Kategorie Beste Regie nominiert, Ang Lee gewann für „Life of Pi“ und im letzten Jahr gewann „12 Years a Slave“ Bester Film und Alfonso Cuáron gewann den Regiepreis für „Gravity“). Für mich ergibt es keinen Sinn, den Regisseur von seinem Film zu trennen. Wenn etwas bei den Oscar-Regeln geändert werden müsste, dann dass in der Kategorie Beste Regie auch 5 bis zu 10 Regisseure nominiert werden. In meiner letzten Prognose v. 9.2.15 habe ich mich für „Birdman“ in der Kategorie Bester Film und Beste Regie und bei Bester Hauptdarsteller für Eddie Redmayne entschieden.Etwas trotzig bleibe ich dabei, denn um so mehr ich mich mit den möglichen Oscar-Gewinnern dieses Jahr beschäftige, um so verwirrter werde ich.

Der Knaller wäre, wenn ein anderer Film als „Birdman“ oder „Boyhood“ Bester Film gewinnt. Das ist nicht gänzlich ausgeschlossen. Wenn sich zwei Filme („Birdman“ und „Boyhood“) darum „streiten“, die Kategorie Bester Film für sich zu entscheiden, könnte es einen lachenden Dritten geben. Wenn dieser Film, der mit riesigen Abstand erfolgreichste, aber auch kontroverseste Film „American Sniper“ heißt, dann wäre das so absurd, dass es schon beinahe wieder komisch ist.

Dieses Jahr hängt mein Herz dankenswerterweise nicht an einem Film (der als Favorit gilt). Letztes Jahr war „12 Years a Slave“ mein Lieblingsfilm. Wenn ich so emotional im Oscar-Rennen dabei bin, ist das nicht gut für meine Nerven. Von allen nominierten Filmen ist dieses Jahr eindeutig Whiplash mein Lieblingsfilm. Foxcatcher hat zwar eine Nominierung für die Beste Regie, aber eben nicht für Bester Film. „Whiplash“ hat ohne die Oscar-Nominierung für Beste Regie, praktisch keine Chance Bester Film zu gewinnen. Wäre der Regisseur Damien Chazelle nominiert, wäre das vielleicht anders, es ist nämlich durchgesickert, dass viele Academy-Mitglieder „Whiplash“ lieben. Ich habe mir „Whiplash“ kürzlich bei uns im Bordprogramm erneut angeschaut. Der Film ist einfach großartig, hervorzuheben vor allen Dingen natürlich J.K. Simmons und der Schnitt. Vielleicht – und dafür drücke ich die Daumen – gewinnt „Whiplash“ neben Bester Nebendarsteller noch Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Ton und Bester Schnitt.

Die meisten Oscars mit nach Hause nehmen wird meiner Meinung nach: „The Grand Budapest Hotel“ (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und beste Frisuren vielleicht noch Beste Filmmusik und Bestes Originaldrehbuch.

Kleine Zusammenfassung der Nominierten:

Oscar-Gewinner 2015 – meine Wette:

Best Picture: Alejandro G. Inárritu, John Lesher und James W. Skotchdopole (Birdman or (the unexpected Virtue of Ignorance)
Best Director: Alejandro G. Inárritu (Birdman)
Best Actor: Eddie Redmayne (The Theory of Everything)
Best Actress: Julianne Moore (Still Alice)
Best Supporting Actor: J.K. Simmons (Whiplash)
Best Supporting Actress: Patricia Arquette (Boyhood)
Best Original Screenplay: Screenplay by Wes Anderson, Story by Wes Anderson & Hugo Guinness (The Grand Budapest Hotel)
Best Adapted Screenplay: Graham Moore (The Imitation Game)
Best Animated Feature: Dean DeBlois und Bonnie Arnold (How to Train Your Dragon 2)
Best Production Design: Production Design: Adam Stockhausen, Set Decoration: Anna Pinnock (The Grand Budapest Hotel)
Best Cinematography: Emmanuel Lubezki (Birdman)
Best Costume Design: Milena Canonero (The Grand Budapest Hotel)
Best Editing: Tom Cross (Whiplash)
Best Makeup and Hairstyling: Frances Hannon und Mark Coulier (The Grand Budapest Hotel)
Best Sound Mixing: Craig Mann, Benn Wilkins und Thomas Curley (Whiplash)
Best Sound Editing: Alan Robert Murray und Bub Asman (American Sniper)
Best Visual Effects: Paul Franklin, Andrew Lockley, Ian Hunter und Scott Fisher (Interstellar)
Best Original Score: Alexandre Desplat (The Grand Budapest Hotel)
Best Song: John Stephens und Lonnie Lynn „Glory“ (Selma)
Best Foreign Language Film: Poland (Ida)
Best Documentary Feature: Laura Poitras, Mathilde Bonnefoy und Dirk Wilutzky (Citizenfour)
Best Live Action Short: Mat Kirkby und James Lucas (The Phone Call)
Best Animated Short: Robert Kondo und Dice Tsutsumi (Dam Keeper)
Best Documentary Short: Ellen Goosenberg Kent und Dana Perry (Crisis Hotline: Veterans Press 1)

Wenn ich richtig gezählt habe, gehen nach meiner Prognose 5 Oscars an The Grand Budapest Hotel, 3 Oscars an Birdman (incl. BP), 3 Oscars an Whiplash, 1 Oscar geht an Boyhood (Mist – ich werde meine Wette verlieren), 1 Oscar an The Imitation Game, 1 Oscar an The Theory of Everything, 1 Oscar an American Sniper, 1 Oscar an Selma

Dieses Jahr werde ich mir die Oscars endlich wieder live anschauen können, aufnehmen werde ich sie aber trotzdem. Ganz neu entdeckt habe ich das Online-Aufnahmeprogramm Save.TV. Für mich muss sich Technik selbst erklären. Ich habe einfach keine Lust (und Zeit), mir Betriebsanleitungen durchzulesen. Save.TV ist kinderleicht zu bedienen.

Ich teste das Programm jetzt seit mehr als einer Woche und bin recht begeistert. Man braucht eigentlich nur ein Gerät, das online ist. Für mich ist es das iPad, da das seit Jahren ungenutzt bei mir Zuhause liegt (bereits nach wenigen Wochen fand ich es unpraktisch und blöd). Über das iPad, das Zuhause im w-lan Netz ist programmiere ich beispielsweise eine Sendung. Jetzt Ich fliege in der Weltgeschichte herum, bin irgendwo im Ausland im Hotel angekommen, logge mich mit meinem Macbook Air ins Internet ein und kann dann die in der Zwischenzeit aufgenommene Sendung (die sich in der Cloud von Save.TV befindet) sofort runterladen und (ohne Werbeunterbrechungen) in erstklassiger Video-Wiedergabequalität anschauen. Das finde ich ziemlich großartig. Aus rechtlichen Gründen kann man nämlich im Ausland nicht auf die Mediathek des jeweiligen Senders (ZDF, o.ä.) zugreifen. Bietet sich natürlich auch für Leute an, die nicht so viel unterwegs sind wie ich.

Für 30 Tage kann man Save.TV umsonst testen:

http://www.save.tv/STV/S/obj/registration/RegPage1.cfm?sProcessUUID=AD09BC88%2DFDE8%2D8DB5%2D082997DC1BDFD34E

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