Berlin (ale) – Film: "Knight of Cups"


Ich war am 9.2.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Knight of Cups“ (dt. Kinostart: 10.09.15) 118 min drama
dir. Terrence Malick cast: Christian Bale, Natalie Portman, Cate Blanchett, Brian Dennehy, Antonio Banderas, Freida Pinto

Rick (Christian Bale) ist ein erfolgreicher Drehbuchautor in Hollywood. Oberflächlich betrachtet führt er ein glückliches Leben. Er langweilt sich aber generell schnell, empfindet eine gewisse Leere und begibt sich auf die Suche.

B- (Wertung von A bis F) Terrence Malick liefert ziemlich genau den Film, den ich von ihm erwartet habe. „Knight of Cups“ erinnert dabei eher an einen seiner letzten Filme, The Tree of Life, als an meinen persönlichen Lieblingsfilm von ihm „The Thin Red Line“.

In seinem neuesten Werk erzählt Terrence Malick nicht wirklich eine Geschichte. Es ist eher die Stimmung und die Atmosphäre, von der man sich mitreißen lassen kann. Der Filmemacher schafft mit seinem Kameramann Emmanuel „Chivo“ Lubezki („Tree of Life“, Gravity, Birdman) bildgewaltige Szenen, in denen man sich – kombiniert mit der für mich typischen Malick-Filmmusik – verlieren möchte. Ich mochte sehr viele Szenen im Film, besonders die Szenen am oder im Wasser (und davon gibt es einige). Meine Lieblingsszene ist die, in der die Hunde unter Wasser nach ihrem Ball versuchen, zu schnappen.

Vom Inhalt her – von der Leere, die Hollywood erzeugen kann – hat mich der Film etwas an Sofia Coppolas Somewhere  erinnert.

Christian Bale hatte zwar eine grobe Rollenbeschreibung für seinen Filmcharakter, aber kein Drehbuch. Wenn man den Film sieht, glaubt man das sofort. Es wirkt so, als ob der Schauspieler jeden Tag pünktlich am jeweiligen Drehort erschien, etwas rumgelaufen ist, bedeutungsvoll vor sich hin geguckt hat und ab und an ein paar Regieanweisungen befolgte. Nun könnte ich Christian Bale tatsächlich ewig bei so etwas zuschauen. Als ich aber dachte, ich hätte ihm jetzt ewig dabei zugeschaut und der Film müsste bald zu Ende sein, habe ich auf die Uhr geguckt, und da war exakt eine Stunde vergangen. Anders gesagt, Bales Sinnsuche ist irgendwann etwas ermüdend. Was soll ich mich aber beschweren, ich habe meine Zeit im Kino schon mit wesentlich weniger ambitionierten und guten Filmen verbracht und dabei keine wohltuende Entspannung für meine Augen erfahren.

„Knight of Cups“ wurde erstmalig am 08.02.15 auf der Berlinale 2015 gezeigt. Der Film lief im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. In meiner nicht ausverkauften Vorstellung haben einige Zuschauer während des Films den Saal verlassen. Derzeit hat „Knight of Cups“ noch keinen amerikanischen Verleiher.

Trailer zu sehen:

Ein Gedanke zu “Berlin (ale) – Film: "Knight of Cups"

  1. Also ich konnte mit dem Film ja überhaupt nichts anfangen. Für mich waren es einfach sinnlos aneinander gehängte schöne Bilder von Christian Bale, der in jeder zweiten Einstellung mit einer neuen Schauspielerin rumschmust oder streitet. Ich fand ihn unglaublich langweilig und langatmig.

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