Boston – Film: "Still Alice"


Ich war am 30.01.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Still Alice“ (dt. Titel: „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“, dt. Kinostart: 05.03.15) 99 min drama, adaptation
dir. Richard Glatzer, Wash Westmoreland cast: Julianne Moore, Alec Baldwin, Kristen Stewart, Kate Bosworth

Dr. Alice Howland (Julianne Moore) arbeitet als Linguistik-Professorin und ist schon sehr lange mit John (Alec Baldwin) verheiratet. Die Beiden haben drei erwachsene Kinder. Kurz nach ihrem 50. Geburtstag stellt sie an sich eine Veränderung fest. Zunächst sind es Wortfindungsstörungen, dann verläuft sie sich und auch Namen fallen ihr nicht mehr ein. Sie sucht einen Arzt auf, der einige Tests mit ihr durchführt und schließlich ein Frühstadium von Alzheimer diagnostiziert…

B- (Wertung von A bis F) „Still Alice“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lisa Genova.

„Still Alice“ ist nun kein überragender Film, Julianne Moore (A Single ManThe Kids Are All Right) macht ihn aber sehenswert. Es ist der Film, für den die zum fünften Mal für einen Oscar nominierte Schauspielerin – aller Wahrscheinlichkeit nach – den Academy Award gewinnen wird. Julianne Moore gibt hier eine solide Performance, aber es ist nicht die Beste ihres Lebens (dafür hat sie in der Vergangenheit zu oft brilliert). Julianne Moore wird mehr für ihre gesamte Karriere ausgezeichnet und dann reicht es auch, dass sie einmal mehr sehr gute Arbeit abliefert. Die stärkste Sequenz im Film ist für mich die, in der sie ihre eigene Videobotschaft abruft. Natürlich sind mir auch die Tränen gelaufen.

Gut gefallen hat mir auch Kristen Stewart. Sie spielt eine Schauspielerin, es ist eine recht uneitle Performance.

Es ist ein ungewöhnliches Regie-Projekt, beide Regisseure (Richard Glatzer und Wash Westmoreland) von „Still Alice“ sind miteinander verheiratet und Richard Glatzer leidet an der Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und ist zu großen Teilen gelähmt. Auch hat er seine Fähigkeit zu sprechen, verloren. Während der Dreharbeiten hat sich sein Zustand nochmal verschlimmert, zum Schluss hat er seine Regieanweisungen nur noch mit seinem Zeh in sein iPad eingegeben können und über eine Sprachfunktion übersetzen lassen.

Im letzten Jahr wurde bekannt, dass sich viele Academy-Mitglieder dieses „Sklavendrama“ nicht angeschaut haben und dennoch für 12 Years a Slave gestimmt haben, dass er den Oscar als Bester Film gewinnt. Dieses Jahr ist durchgesickert, dass viele Mitglieder von AMPAS den „Alzheimer-Film“ nicht gucken wollen, aber dennoch vorhaben, für Julianne Moore zu stimmen, dass sie ihren ersten Oscar gewinnt. Darüber kann man denken was man will, für mich zählt in diesen beiden Fällen mehr das Ergebnis.

„Still Alice“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

Um sich für die Academy Awards zu qualifizieren, musste „Still Alice“ mindestens eine Woche lang im Jahr 2014 in einem kommerziellen Kino in Los Angeles County laufen. Der Film wurde ab 5.12.14 in L.A. und New York gezeigt, bevor er offiziell am 16.01.15 in den U.S.A. gestartet ist. Update: Julianne Moore wurde für ihre Rolle in „Still Alice“ am 22.2.15 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Second Best Exotic Marigold Hotel“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Ich habe den ersten Teil nicht mal komplett gesehen. Dieser ist neben Maggie Smith, Bill Nighy, Judi Dench auch mit Richard Gere und David Strathairn. Dieser Trailer verrät, dass der Film Bollywood-mäßig ist und damit kann ich ihn unter keinen Umständen gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Fifty Shades of Grey“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Hausfrauen-Softporno
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A Little Chaos“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kostümfilm von und mit Alan Rickman und auch mit Kate Winslet und Matthias Schoenaerts (mal in einer ganz anderen Rolle)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Woman in Gold“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Drama mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl u.a.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Danny Collins“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Al Pacino, Annette Bening, Christopher Plummer und Bobby Cannavale
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Red Army“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Doku über russische Eishockey-Mannschaften während des Kalten Krieges.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.