Boston – Film: "Top Five"


Ich war am 13.12.14 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Top Five“ (dt. Kinostart: 16.04.15) 101 min comedy
dir. Chris Rock cast: Chris Rock, Rosario Dawson, Kevin Hart, Gabrielle Union, Sherri Shepherd, Jerry Seinfeld, Adam Sandler, Tracy Morgan, Whoppi Goldberg

Andre Allen (Chris Rock) ist als Stand-up-Comedian berühmt geworden. Mittlerweile ist er ein großer Filmstar und wird für seine seine seichten Komödien geliebt. Der Schauspieler will jetzt jedoch einen Image-Wechsel vollziehen, hat kürzlich ein Sklavendrama abgedreht und ist nun dabei, seinen neuen Film zu promoten. Endlich will er ernstgenommen werden, ob es da die richtige Entscheidung war, sich mit dem Reality-Star Erica Long (Gabrielle Union) zu verloben? Er stimmt zu, sich einen Tag lang von der schlagfertigen New York Times Journalistin Chelsea Brown (Rosario Dawson) begleiten zu lassen.

B (Wertung von A bis F) Der Schauspieler Chris Rock hat während der Dreharbeiten zu „Grown Ups 2“ das Drehbuch zu „Top Five“ geschrieben. Nach „Head of State“ und „I Think I Love My Wife“ ist „Top Five“ bereits der dritte Kinofilm, bei dem der Schauspieler auch Regie führt.

Chris Rock zeigt mit diesem Film, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen sollte. Das ist etwas, was man gerade in „afro-amerikanischen Filmen“ eher selten beobachtet.

So wie Chris Rock hier seine Geschichte erzählt, erinnert der Film mitunter an gute Woody Allen Filme. Die beiden Protagonisten (gespielt von Chris Rock und Rosario Dawson) schlendern viel durch New York und unterhalten sich. „Top Five“ hat teilweise einen brillanten Dialogwitz und auch einige wirklich komische Szenen (Hotelzimmer-Szene in Houston mit den zwei „Engeln“, Szene mit Jerry Seinfeld, Adam Sandler und Whoopi Goldberg), aber dennoch war mir der Film etwas zu lang.

Auch als Schauspieler hat mir Chris Rock recht gut gefallen.

Rosario Dawson ist eine tolle und bildhübsche Frau, hier hat sie leider eine grausige Frisur.

In „Top Five“ wird sich natürlich auch über Reality Star Kim Kardashian und ihren Ehemann Kayne West lustig gemacht. Das ist natürlich keine große Kunst (bei wirklich jedem Ganzkörperfoto oder Filmchen, dass ich von Kim Kardashian zu sehen bekomme und was sie in einem ihrer zahlreichen – höflich gesagt – sonderbaren Roben breche ich vor Lachen zusammen). Bemerkenswert ist einzig, dass Kayne West Co-Produzent von „Top Five“ ist.

Das Publikum hat eigentlich kontinuierlich gelacht. Als der Film zu Ende war, gab es Applaus vom Publikum. Beim Verlassen des Kinos wurde ich gebeten, an einer recht ausführliche iPad-Befragung teilzunehmen. Die Fragen (multiple choice) drehten sich darum, welcher Rasse ich angehöre, wann und warum ich ausgerechnet diesen Film gewählt habe, was ich für die Kinokarte bezahlt habe, wann ich die Kinokarte gekauft habe, wie mir der Film gefallen hat, ob ich ihn leihen oder kaufen würde, ob ich ihn weiterempfehlen werde, ob ich ihn auch nicht afro-amerikanischen Zuschauern empfehlen würde, usw. usw. Ich gehe nun recht häufig in den U.S.A. ins Kino und ganz selten werden solche Befragungen durchgeführt, insbesondere bei diesem Film finde ich es aufschlussreich. In meiner sehr gut besuchten Vorstellung waren eine andere Frau und ich die einzigen „weißen“ Zuschauer. Der Film hält natürlich einige Insider-Gags für die vorrangig afro-amerikanische Zielgruppe bereit und auch konnte ich mit einigen genannten Künstler aus den Top Five-Listen nicht wirklich etwas anfangen, dennoch sehe ich „Top Five“ als eine gelungene Komödie für ein breiteres Publikum.

„Top Five“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

„Top Five“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Chris Rock), Beste Nebendarstellerin (Rosario Dawson), Bestes Originaldrehbuch

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Besserer Trailer, trotzdem schlimm. Sollte man mal mit dem Trailer zu „Top Five“ vergleichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals, ich schwöre

Trailer v. Film: „The Loft“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Amerikanisches Remake eines belgischen Thrillers. Ich kenne den Originalfilm und mag ihn, der amerikanische Film ist mit Karl Urban, James Marsden, Wentworth Miller und, wie im Original, Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Get Hard“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Will Ferrell und Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unfinished Business“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Vince Vaughn, Tom Wilkinson und Dave Franco. Der Film spielt in Berlin, schon alleine deshalb muss ich ihn gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hot Tub Time Machine 2“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Den ersten Film fand ich ganz lustig, eine Fortsetzung war aber nicht nötig. Mit Rob Corddry, Craig Robinson und Chevy Chase
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Big Eyes“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Neuester Tim Burton-Film mit Amy Adams und Christoph Waltz. Der Film soll doch nicht so schlecht sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Selma“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ava DuVernays Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

2 Gedanken zu “Boston – Film: "Top Five"

  1. :)) Ein Film mit Kevin Hart und zwei Trailer von Filmen, die auch mit ihm sind. Oh Gott :))
    Gut Chris Rock ist einer der erträglicheren Comedians und scheinbar spricht er hier ein ganz anderes Publikum an als in seiner Heimat.
    Ich finde es ja grundsätzlich fragwürdig zielgruppenorientiert zu drehen, sofern es sich um Menschen eines Landes nur mit unterschiedlicher Hautfarbe handelt. Aber nun ja, da tickt die USA wohl anders. Oder verstehe ich die Sache nur falsch und man geht hier eher in Filme mit Afro-Amis als die „Weißen“ drüben?
    Mir ist das wurscht, Hauptsache der Film ist gut 🙂
    Hört sich ja insgesamt nach einer guten Komödie an. Wieder so ein Sneak Kandidat :))

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  2. Ich glaube, dass die meisten „schwarzen“ Filme es gar nicht nach Deutschland ins Kino schaffen. Ich sehe unheimlich viele Trailer (manchmal im Kino, überwiegend aber im TV) oder anderer Werbung, von denen hört man in Deutschland gar nichts. :no: Vielleicht sind sie aber auch so schnell wieder aus dem Kino raus, dass wir gar nicht bemerkt haben, dass sie drin waren. 🙂 Die Filme, die in den U.S.A. vorwiegend ein afro-amerikanisches Publikum ansprechen, haben aber einen ganz eigenen Humor und/oder sind so platt, da denke ich an Tyler Perrys-Filme und ähnliches, da verirren sich selten Andersfarbige ins Kino. Bei uns werden Filme nicht wirklich zielgruppenorientiert gedreht. Wir haben in Deutschland auch genug platte oder Klamauk-Filme, die sprechen aber Alle an – oder halt nicht (Til Schweiger, etc.)

    Top Five ist definitiv ein guter Sneak Kandidat. 🙂

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