Chicago – Film: "The Theory of Everything"


Ich war am 20.11.14 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Theory of Everything“ (dt. Filmtitel: Die Entdeckung der Unendlichkeit, dt. Kinostart: 25.12.14) 123 min drama, biopic, adaptation
dir. James Marsh cast: Eddie Redmayne, Felicity Jones, Charlie Cox, Emily Watson

Cambridge, England im Jahr 1963. Stephen Hawking (Eddie Redmayne) besucht die Cambridge University als er die junge Studentin Jane (Felicity Jones) kennenlernt. Die Beiden verlieben sich ineinander. Nachdem er eines Tages zusammenbricht und medizinisch durchgecheckt wird, wird ihm mitgeteilt, dass er an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankt ist. Es ist eine Krankheit, die sein Nervensystem zerstören wird, sein Gehirn ist nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Arzt gibt ihm jedoch nur etwa zwei Jahre zu leben. Nach der Diagnose zieht er sich zurück. Jane bleibt aber hartnäckig und irgendwann heiraten die Beiden. Lähmungserscheinungen schränken seine körperlichen Fähigkeiten immer mehr ein, beruflich kommt der Physiker Stephen Hawking aber voran und gilt heutzutage als der bekannteste Wissenschaftler der Gegenwart.

B+ (Wertung von A bis F) Jane Wilde Hawkings Biografie „Travelling to Infinity: My Life with Stephen“ diente als Vorlage für den Film. „Theory of Everything“ ist nicht so sehr ein Film über das Leben des berühmten britischen Physikers, er zeigt zwar sein berufliches Fortkommen und den Verlauf seiner Krankheit, aber der Film konzentriert hauptsächlich auf die Beziehung von Stephen und Jane Hawking. Es wird auch Jane Hawkings Geschichte erzählt, letztlich basiert der Film auch auf ihren Memoiren.

Zuerst ist mir aufgefallen, wie großartig der Film aussieht. Die Szenenbilder und das Kostümdesign sind fantastisch.

Ich war überrascht, dass mich der Film nicht mehr berührt hat. Eigentlich ist das ein Thema, das mir wesentlich mehr hätte zu Herzen gehen müssen. Gerührt hat mich vor allen Dingen ihre Geschichte. Was für eine tolle Frau. Bei der Szene, bei der bei beiden Protagonisten die Tränen laufen, konnte ich selbstverständlich auch meine nicht mehr zurückhalten.

Felicity Jones (Like Crazy ) ist perfekt in der Rolle. Sie ist recht unscheinbar und spielt die starke, fordernde und dann wieder aufopfernde Ehefrau von Stephen Hawking. Ohne Jane Wilde Hawking wäre der große Wissenschaftler nicht das was er heute ist.

Eddie Redmayne (My Week with Marilyn) gibt eine – ja man kann sagen – Oscar-Performance. Seinem Charme kann man sich kaum entziehen. Eddie Redmayne zeigt Stephen Hawking in den unterschiedlichen Stufen seiner Krankheit. Man sieht seinen inneren Kampf und muss seinen körperlichen Verfall mit ansehen. Nach einem Luftröhrenschnitt war er nachher nicht mehr in der Lage, zu sprechen. Eddie Redmayne zeigt die Art Performance, die AMPAS gerne mit einem Oscar honoriert. Es wäre unter Sensation zu verbuchen, wenn die hervorragende Darstellung einer realen, beeindruckenden Persönlichkeit mit psychischen oder physischen Einschränkungen (in einem gut gemachten Biopic) nicht wenigstens mit einer Oscar-Nominierung belohnt wird. Das grösste Kompliment hat der britische Schauspieler aber bereits von dem 72-jährigen Stephen Hawkings selbst erhalten. Als ihm der Film gezeigt wurde, hat er sich in einigen Szenen selbst gesehen und war sogar zu Tränen gerührt.

Großartig fand ich die Sequenz zum Schluss.

Da die Sprache in dem Film eine große Rolle spielt, sollte man „The Theory of Everything“ unbedingt in der Originalfassung sehen.

„The Theory of Everything“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

„The Theory of Everything“ gilt als heißer Anwärter für wichtige Oscar-Nominierungen. Im Gespräch ist er für folgende: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Eddie Redmayne), Beste Hauptdarstellerin (Felicity Jones), Bester Nebendarsteller (Charlie Cox), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste Filmmusik Update: Eddie Redmayne wurde für seine Rolle in „The Theory of Everything“ am 22.2.15 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gerade gesehen, steht aber unverständlicherweise bis zum 1.1.15 unter Embargo

Trailer v. Film: „A Most Violent Year“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: J.C. Chandors neuer Film. Oscar-Film mit Oscar Isaac, Jessica Chastain, David Oyelowo
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tomorrowland“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Abenteuer-Film mit George Clooney
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Chappie“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Neil Blomkamps neuer Film sieht aus wie ein Sci-Fi-Film für Teenager. Erschwerend dazu kommt, dass Dev Patel und Hugh Jackman mitspielen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Wild“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Reese Witherspoon. Film sieht so aus wie Sean Penns „Into the Wild“ nur leider mit Reese in der Hauptrolle. Oscar-Film, mal gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Blackhat“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Michael Manns neuer Film mit Chris Hemsworth und Viola Davis. Bei Michael Mann bin ich grundsätzlich dabei
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. So, der Film hatte seine Premiere, steht aber unter strengen Embargo. Mmh…
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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