San Francisco – Film: „Dawn of the Planet of the Apes“


Ich war am 17.07.14 in San Francisco und am 25.07.14 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Dawn of the Planet of the Apes“ (dt. Titel: „Planet der Affen – Revolution“, dt. Kinostart: 07.08.14) 130 min sci-fi, fantasy, sequel
dir. Matt Reeves cast: Andy Serkis, Jason Clarke, Gary Oldman, Keri Russell, Toby Kebbell, Judy Greer, James Franco, Kodi Smit-McPhee

 

10 Jahre nach dem Ausbruch der tödlichen Seuche ist beinahe die komplette Menschheit zum Opfer gefallen. Ein paar hundert Überlebenden sind immun gegen das, im Labor entstandene Virus und haben sich in San Francisco gruppiert.

Seit zwei Jahren haben die Affen Caesar (Andy Serkis) und seine Untertanen keinen Menschen mehr gesehen. Dann kommt es in ihrem Waldgebiet zu einer Konfrontation mit einer kleinen Menschengruppe um Malcolm (Jason Clarke). Caesar will keinen Krieg gegen Menschen führen, Koba (Toby Kebbell), der sehr unter den Menschen leiden musste, sieht das etwas anders…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Dawn of the Planet of the Apes“ ist der Fortsetzungsfilm von Rise of the Planet of the Apes aus dem Jahr 2011. Beide Filme sind eine Neuauflage der Originalfilme „Planet of the Apes“. „Dawn“ schließt zehn Jahre nach den Ereignissen von „Rise“ an und führt die Geschichte weiter.

In „Rise of the Planet of the Apes“ hat man Caesar aufwachsen gesehen, ich mochte diesen Film (Bewertung: B-, aus meiner Erinnerung heraus, dachte ich, ihn besser bewertet zu haben), die Fortsetzung hat mir dann offensichtlich noch besser gefallen. So muss ein Blockbuster aussehen. Eine gute, spannende Handlung mit erstklassigen Spezialeffekten, einer überzeugenden Ausstattung und atemberaubenden Szenenbildern. Die 170 Millionen Produktionskosten sind gut und sichtbar investiert.

Der Regisseur von „Dawn of the Planet of the Apes“ ist Matt Reeves. Nach dem, in meinen Augen unsäglichen „Cloverfield“ und dem „Let Me In“-Remake ist dies beeindruckenderweise erst sein dritter Kinofilm.

In „Dawn of the Planet of the Apes“ geht es nun endlich und hauptsächlich um die Affen. Die Menschen spielen in diesem Film nur noch eine Nebenrolle, dafür werden die Affen den Menschen immer ähnlicher. Ein Film, der seinen Filmtitel auch verdient. Gleich nach der Einführung taucht man in die Welt ein, die sich die Affen aufgebaut haben. Sie leben in einem Waldgebiet in und um San Francisco, man sieht wie sie sich vermehrt haben, sich weiterentwickelt haben, intelligenter wurden, man versteht, in was für einer Gemeinschaft sie leben, versteht die Beziehungen untereinander und ihre Regeln, letztlich versteht man die Affen. Caesar ist der Anführer der Affen und man ist praktisch zu jeder Zeit (emotional) an seiner Seite. Man sieht wie wichtig ihm seine eigene kleine Familie ist und wie sehr ihm seine Artgenossen am Herzen liegen. Caesar vertraut einzig den Affen, misstraut den Menschen, seine Meinung wird er aber über den Verlauf der Ereignisse überdenken müssen.

So sehr mir immer das Herz aufging wenn Caesar auf der Leinwand auftauchte, so faszinierend fand ich Koba. Gelungener Charakteraufbau und Weiterentwicklung, so muss ein Bösewicht sein. Mit seiner Vielschichtigkeit sorgt Koba immer für Unterhaltung und für die eine oder andere Überraschung. Dennoch haben mich seine Aktionen das eine oder andere Mal beinahe aus dem Film geworfen. Die Rivalität zwischen Caesar und Koba entsteht langsam. Das Virus, das fast die Menschheit ausgerottet hat, hat die Laboraffen Caesar und Koba intelligenter werden lassen. Warum Caesar englisch spricht verstehe ich, es ergibt auch einen Sinn, dass Koba englisch spricht. Bei ihm hat es mir aber hin und wieder Probleme bereitet, dass er so gut englisch spricht. Auch mochte ich nicht wirklich, dass sie untereinander englisch sprechen. Update nach dem zweiten Kinobesuch: Ich habe keinerlei Probleme mehr mit Koba und/oder dass die Affen englisch reden.

Bereits bei dem Vorgängerfilm „Rise“ gab es die Diskussion, ob Andy Serkis´ Motion-Capture-Performance für den Oscar nominiert werden kann und sollte. Die kommen mit diesem Film natürlich wieder auf, Caesar war bereits in „Rise“ die Seele des Films, in „Dawn“ sieht das nicht anders aus, man fühlt jederzeit mit ihm. Natürlich darf man die exzellente Arbeit der Makeup-Artisten nicht herunterspielen, aber was Andy Serkis mit seinem Blick, seiner Mimik, seiner Ausstrahlung, Präsenz, Körpersprache und Bewegung in seine Figur einbringt, ist eine Meisterleistung. Meiner Meinung nach gibt Andy Serkis hier definitiv eine Oscar-Performance. Toby Kebbell, der hinter der Figur Koba steht, könnte man in die Diskussionen um eine Oscar-Nominierung eigentlich auch mit einbeziehen. Vielleicht sollte man für die Motion-Capture-Performances wenigstens über eigene Kategorie bei den Academy Awards nachdenken.

Von der menschlichen Performances würde ich einzig den australischen Schauspieler Jason Clarke („Zero Dark Thirty“) hervorheben. Ansonsten schwächelt der Film immer, wenn die Geschichte zu nah und zu lange ausschließlich bei den Menschen ist.

Ohne dass ich es geplant habe, habe ich „Dawn of the Planet of the Apes“, wie bereits den Vorgängerfilm, in einem Kino in San Francisco gesehen. Selten fand ich es so cool einen Film, in der Stadt, in der er tatsächlich spielt, zu sehen.

Zum Schluss gab es Applaus vom (vorwiegend jungen) Publikum.

Ich mag das Ende von „Dawn of the Planet of the Apes“. Der dritte Teil dieser Reihe wurde bereits Anfang Januar bestätigt, ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Matt Reeves wird auch bei „Planet of the Apes 3“ (Arbeitstitel) Regie führen.

„Dawn“ ist für folgende Oscars im Gespräch: Bester Ton, bester Tonschnitt, beste visuelle Effekte, bestes Make-up und beste Frisuren und eine Oscar-Nominierung für Andy Serkis

Da ich auf der deutschen Website des Films einen synchronisierten Trailer gesehen habe, rate ich dringend zu der Originalfassung. Außerdem empfiehlt es sich, diesen Film in einem Kino mit der größtmöglichen Leinwand zu sehen. Ich habe ihn in der 2D-Fassung gesehen. Voraussichtlich werde ich mir „Dawn of the Planet of the Apes“ diese Woche ein zweites Mal anschauen.

Update nach dem zweiten Kinobesuch:

A- (Wertung von A bis F) Ich habe mir eine Woche nachdem ich „Dawn“ im Kino gesehen habe, ihn mir ein zweites Mal im Kino angeschaut. Ich habe meine ursprüngliche Bewertung tatsächlich noch nach oben korrigiert. Ich war ja bereits beim ersten Mal begeistert, jetzt finde ich den Film nahezu perfekt. Ich gebe ungern ein uneingeschränktes „A“, ich war aber kurz davor eines zu vergeben. Definitiv wird er aber jetzt in meiner Top Ten-Kategorie für Filme aus dem Jahr 2014 geführt und wer weiß, vielleicht taucht er am Ende in meiner finalen Liste auf.

Wie bereits weiter oben erwähnt, habe ich mit der zweiten Sichtung kein Problem mehr mit Kobas Verhalten (es gibt einfach Psychopathen auf der Welt und bei den Affen wird es da keine Ausnahme geben). Auch hat mich Kobas Englisch nicht mehr aus dem Konzept gebracht. Beim zweiten Mal habe ich die Gelegenheit genutzt, mehr auf Caesars Sohn Blue Eyes und den Orang-Utan Maurice zu achten. Beide finde ich großartig. Ich liebe aber Caesars Gesicht und da sind bei mir auch wieder ein paar Tränen vor Rührung gekullert. Außerdem finde ich es klasse, mit welcher Kameraeinstellung die Geschichte der Affen beginnt und mit welcher sie endet.

Viele Trailer Spoilern mir den Film zu sehr, daher habe ich mich dafür entschieden, auf eine kurze (geschnittene) Szene aus dem Film hinzuweisen:

Caesars Geschichte in folgendem Featurette zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Get On Up“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über James Brown (wenn bloß Octavia Spencer nicht zu sehen wäre)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „November Man“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Pierce Brosnan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Judge“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga und Billy Bob Thornton. Mal gucken, ob der oscarmäßig was reißen kann.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fury“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: David Ayers neuer Film. Kriegsfilm mit Brad Pitt (der sich seit ein paar Monaten jetzt auch Oscar-Gewinner nennen darf) Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Gone Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Finchers neuer Film. Mit Ben Affleck, Rosamunde Pike, Neil Patrick Harris. Ich kenne die Romanvorlage, für den Film wurde (von der Romanautorin, die für den Film das Drehbuch geschrieben hat) das Ende geändert. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Exodus: Gods and Kings“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Christian Bale, Joel Edgerton, Aaron Paul, Ben Kingsley und Sigourney Weaver. Ich weiß nicht, warum dieses Jahr so viele Bibel-Filme rauskommen. Die Bilder im Trailer wirken sehr imposant.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: fraglich

vorgeschaltete Trailer beim zweiten Kinobesuch:

Die Trailer von „Get On Up „, „The Judge“ und „Exodus: Gods and Kings“ wurden auch hier gezeigt, ansonsten aber folgende Trailer:

Trailer v. Film: „Guardians of the Galaxy“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Marvel-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Equalizer“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Denzel Washington (der hier einen guten Eindruck macht) und Melissa Leo
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „The Skeleton Twins“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Kristen Wiig, Luke Wilson und Bill Hader
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Maze Runner“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fantasy/Sci-Fi-Buchverfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

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