D.C. – Film: "The Rover"


Ich war am 20.06.14 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Rover“ 102 min min sci-fi, drama
dir. David Michod cast: Guy Pearce, Robert Pattinson, Scoot McNairy, Gillian Jones, David Field

Australien – 10 Jahre nach dem Kollaps. Drei Männer sind auf der Flucht. Als sie mit ihrem Fluchtwagen einen Unfall bauen, schnappen sie sich die Schrottkarre von Eric (Guy Pearce). Eric nimmt die Verfolgung auf. Irgendwann trifft er auf Rey (Robert Pattinson), er ist der Bruder von einem der drei Typen hinter denen Eric her ist.

B+ (Wertung von A bis F) Ein Hauptgrund für mich diesen Film unbedingt sehen zu wollen, war zweifelsfrei der Regisseur David Michod. Sein Regiedebüt Animal Kingdom war einer meiner Lieblingsfilme im Jahr 2010 und hat mir die großartigen australischen Schauspieler Ben Mendelsohn, Joel Edgerton und Jackie Weaver näher gebracht. „The Rover“ ist David Michods zweiter Film, die Autoren des Films sind der Regisseur selbst und Joel Edgerton.

„The Rover“ würde ich als australischen Indie-Sci-Fi-Roadmovie bezeichnen. Für mich zeichnet sich ein gelungener Sci-Fi-Film nicht durch imposante Spezialeffekte aus, sondern durch eine Welt und Atmosphäre, auf die ich mich einlassen und in die bestenfalls eintauchen kann. David Michod gelingt es, einen in ein dystopisches Szenario in einer nicht näher benannten Zukunft zu ziehen. Es sind 10 Jahre nach dem Kollaps, wie einen mit wenigen Worten zu Beginn des Films mitgeteilt wird. Es ist ein weltweiter wirtschaftlicher Kollaps, die weitverbreitete Währung ist der amerikanische Dollar.

„The Rover“ spielt im australischen Outback, jeder versucht in dieser staubigen Weite zu überleben. Der Alltag der Menschen ist von ständiger Angst geprägt, die Schusswaffe ist schnell gezogen. Dem Protagonisten (exzellent von Guy Pearce verkörpert) wird zu Beginn des Films sein Auto gestohlen und weil er sowieso nichts zu tun und auch nichts mehr zu verlieren hat, begibt er sich auf die Spur der Kriminellen. Einsame Landstraßen, Ödnis, wenige, dafür skurrile Gestalten – Irgendwie wusste ich sehr schnell, dass ich diesen Film mag. „The Rover“ erzählt eine simple Story, der Plot konzentriert sich hauptsächlich auf Guy Pearces Charakter. Er ist nicht der redseliger Typ und auch wenn er auf andere Charaktere trifft, wird nicht viel geredet. Um die Stimmung des Films zu erfassen, bedarf es aber auch nicht vieler Worte.

Robert Pattinson spielt hier den minderbemittelten Amerikaner Rey. Reys Aktionen und sein nuschelig doofes Gequatsche sorgen für einige Lacher im Film. Leider hat mich aber der Darsteller zu sehr abgelenkt, zu keinem Zeitpunkt konnte ich vergessen, dass es der Teenie-Schwarm ist, den ich hier in einer Rolle sehe. Aus diesem Grund hätte ich mir jemand anderes in dieser Rolle gewünscht.

Irgendwann während des Films habe ich mir als Bewertung für „The Rover“ ein B notiert. Als dann gegen Ende des Films das Auto wieder aufgetaucht ist, wird der Film in meinen Augen noch mal richtig gut. Die nachfolgenden Szenen fand ich so stark, dass ich meine finale Bewertung nach oben korrigiert habe.

Letztlich hat mich „The Rover“ nicht so sehr beeindruckt wie „Animal Kingdom“, dieser Film wird voraussichtlich auch nicht in meiner Top Ten auftauchen, aber jetzt – ein paar Tage nachdem ich den Film gesehen habe – gehen mir einige Bilder und die Stimmung des Films immer noch nicht aus dem Kopf.

„The Rover“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2014 gezeigt.

Der Trailer, den ich im amerikanischen Kino gesehen habe:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Walk Among the Tombstones“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller mit Liam Neeson. Ich hasse es, wenn Trailer bereits so viel spoilern. Das ist ein Grund, warum ich mir außerhalb des Kinos keine Trailer anschaue.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Kill the Messenger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jeremy Renner, Ray Liotta, Mary Elizabeth Winstead, Oliver Platt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „America“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar – nach wie vor
Kommentar: was für ein patriotischer Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Into the Storm“
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Katastrophenfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A Most Wanted Man“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: John le Carré-Verfilmung mit Philip Seymour Hoffman, Willem Dafoe, Robin Wright und Daniel Brühl
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Green Inferno“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Eli Roths neuer Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Drop“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dennis Lehane-Verfilmung mit James Gandolfini und Tom Hardy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

4 Gedanken zu “D.C. – Film: "The Rover"

  1. Hört sich für mich sehr gut an. Also im Auge behalten 😀
    „Into The Storm“ – ist das der Film mit den Tornados? Hatte Vorgestern den Trailer im Kino gesehen und warte nun auf das Katastrophenrevival und Filme wie „Erdbeben – es ist Zurück“ oder „Flammendes Inferno – wie alles begann“ :))
    Gandolfini und Hoffman? Haben die vor ihrem Tod noch so viel gedreht?

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  2. Aber hier spielt Guy Pearce die Hauptrolle! 🙂

    Ja, glaube, das war der Tornado-Katastrophenfilm. Du würdest Dich wohl wirklich über einen Katastrophenfilm-Revival freuen.:)) Bei dem ersten Eli-Roth-Trailer (den ich zu diesem Film gesehen habe), dachte ich auch das ist ein Flugzeugkatastrophenfilm. Daran könnte ich ja noch ein Gefallen finden. 🙂 Ist er aber nicht.

    Traurig, beide haben immer viel gedreht.

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