San Francisco – Film: "The Immigrant"

Ich war am 01.06.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Immigrant“ 117 min drama
dir. James Gray cast: Marion Cotillard, Joaquin Phoenix, Jeremy Renner, Angela Sarafyan

Im Januar des Jahres 1921. Nach dem Tod ihrer Eltern versuchen die polnischen Geschwister Ewa (Marion Cotillard) und Magda (Angela Sarafyan) in die U.S.A. einzuwandern. Auf Ellis Island wird die kranke Magda jedoch gleich aussortiert und kommt aufgrund ihre Lungenkrankheit für sechs Monate in Quarantäne. Ewa wird von den Einreisebehörden abgewiesen und ist bereits kurz darauf in der Schlange derjenigen, denen eine sofortige Ausreise droht. Bruno (Joaquin Phoenix) sorgt jedoch dafür, dass ihr dieses Schicksal erspart bleibt. Er lässt die schüchterne junge Frau bei sich wohnen. Bruno teilt ihr aber auch mit, dass sie für die Arztkosten ihrer Schwester aufkommen muss. Bald arbeitet Ewa für Bruno als Prostituierte. Als Brunos Cousin Orlando, ein Zauberkünster (Jeremy Renner), ins Spiel kommt, wird Ewas Leben noch komplizierter.

B- (Wertung von A bis F) „The Immigrant“ ist ein Film, der einige Längen hat und den ich bereits beim Verlassen des Kinos wieder vergessen habe. Die erzählte Geschichte ist im New York der 1920er Jahre angesiedelt ist. Wenn ich jetzt, ein paar Tage später, über den Film nachdenke, ist mir nur noch die für James Grays Filme so typische düstere Bildsprache wieder bewusst vor Augen, die authentische Ausstattung, die Kostüme und – wie sollte es anders sein – Marion Cotillard.

„The Immigrant“ ist erst James Grays fünfter Spielfilm und bereits die vierte Zusammenarbeit mit Joaquin Phoenix. Die Filme „The Yards“, „We Own the Night“ und „Two Lovers“ habe ich selbstverständlich alle gesehen und mochte sie auch, vielleicht mag ich seinen neuesten Film am wenigsten.

Die Geschichte hat man schon in anderen Varianten gesehen und die Charaktere fand ich relativ nichtssagend. Die Performances waren solide, aber auch nicht besonders erwähnenswert. Klar, Marion Cotillard ist traumschön und ich nehme ihr sowieso jede dramatische Filmfigur ab, also auch die junge gläubige Polin (sie spricht hier tatsächlich auch polnisch), die in den 1920er Jahren als Prostituierte arbeitet. Marion Cotillard ist mir, wie gesagt, auch noch am meisten in Erinnerung geblieben. Bei Joaquin Phoenix zeigt sich das in diesem Film etwas anders. Hier bleibt er tatsächlich unter seinem Möglichkeiten. Auffällig fand ich jedoch (und das betrifft sogar, wenn auch zu wesentlich geringeren Teilen, Marion Cotillard), dass – wenn Jeremy Renner ins Bild kommt, beide ihre schauspielerische Qualität erhöhen. Für mich hat sich das zumindest so angefühlt.

„The Immigrant“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2013 gezeigt.

Der Trailer, der im amerikanischen Kino gezeigt wurde:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Night Moves“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kelly Reichardts neuer Film mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „America“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar
Kommentar: Als der Trailer lief, haben einige meiner Mitzuschauer (im demokratisch geprägten Kalifornien) lauthals gelacht. Ich war zu schockiert, um zu lachen. „America“ ist eine Doku. Ich wollte mir den Trailer Zuhause erneut anschauen und habe den, im Kino gezeigten, Trailer länger im Netz suchen müssen. Bei YouTube war er nicht zu finden, letztlich habe ich ihn bei The Hollywood Reporter gefunden, gepostet unter New Trailer for „America“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: natürlich nicht

Trailer v. Film: „Wish I Was Here“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie von und mit Zach Braff. Ich wünschte er würde nur Regie führen, sehen mag ich ihn nicht, dafür mag ich aber abgedrehte Filme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 %

Trailer v. Film: „The Rover“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David Michods neuer Film. Da „Animal Kingdom“ einer meiner Lieblingsfilme in dem Jahr war, ist auch dieser Film ein Muss. Mit Guy Pearce, Robert Pattinson und Scoot McNairy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Calvary“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Brendan Gleeson und Chris O´Down.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Begin Again“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Mark Ruffalo und Keira Knightley
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Yves Saint Laurent“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den berühmten Modedesigner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Neuerdings zeigen sie (zumindest im AMC) nach dem jeweiligen Trailer, scheinbar das Datum, an dem der Film in die amerikanischen Kinos kommt. Finde ich gut.