NYC – Film: "The Railway Man"


Ich war am 29.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Railway Man“ (dt. Filmtitel: „Die Liebe seines Lebens“, dt. Kinostart: 25.06.15) 116 min drama, biopic, adaptation
dir. Jonathan Teplitzky cast: Colin Firth, Nicole Kidman, Stellan Skarsgard, Jeremy Irvine, Hiroyuki Sanada

Im Jahr 1980 lernt der zurückhaltende Eric Lomax (Colin Firth) seine zukünftige Frau Patti (Nicole Kidman) kennen. Kurz nach ihrer Heirat zieht sich Eric immer mehr zurück und hat schreckliche Albträume. Patti erfährt langsam, dass ihr Ehemann im zweiten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft geriet. Er und seine Mitgefangenen mussten in dem, von den Japanern besetzten Burma an einer Eisenbahnlinie zwischen Burma und Thailand bauen. Aufgrund der zahlreichen Todesopfer, die der Bau an dieser Strecke forderte, wurde sie auch „Todeseisenbahn“ genannt. Irgendwann hatten sich die Kriegsgefangenen ein Radio selbstgebaut. Dies entdeckten die Japaner und, nachdem sich Eric dafür verantwortlich zeigte, wurde er fortan immer wieder gefoltert. Bei Eric haben diese Erlebnisse ein Trauma hinterlassen. Patti bittet Erics besten Freund Finlay (Stellan Skarsgard) um Rat. Es stellt sich heraus, dass sein schlimmster Peiniger noch am Leben ist. Eric reist schließlich nach Asien, um seinem damaligen Folterer gegenüberzutreten..

C+ (Wertung von A bis F) „The Railway Man“ basiert auf der gleichnamigen Autobiographie des damaligen britischen Offiziers Eric Lomax.

Zunächst hatte ich ein persönliches Problem mit dem Film. Folgendes hat mich leider den gesamten Film über beschäftigt: Die zwei Liebenden (Colin Firths und Nicole Kidmans Charaktere) lernen sich im Jahr 1980 kennen. Sie sehen so aus wie sie heute aussehen, Colin Firth hätte ich auf Ende 40 geschätzt. Ich habe mir noch nie Gedanken gemacht, wie alt er ist. Bei Frau Kidman wusste ich es, aber das spielt in diesem Film auch eine eher untergeordnete Rolle. Bei Colin Firth habe ich erst nach dem Film herausgefunden, dass er tatsächlich bereits 53 Jahre alt. In diesem Film spielt er offensichtlich auch noch einen etwas älteren Mann. Tja, da ich das vorher nicht wusste, stand ich vor dem Rätsel wie er während des zweiten Weltkrieges, genauer im Jahr 1942 als junger Mann in Kriegsgefangenschaft geraten sein soll. In Mathe war ich zwar nie die Leuchte, aber das hat mich den kompletten Film grübeln lassen. Ich will mir über so etwas keine Gedanken machen, es muss einfach irgendwie passen und das hat es hier meines Erachtens nicht.

Der Film hatte aber auch andere Probleme. Die Geschichte springt von den 1980er Jahren und der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wobei der Film sehr viel, wenn nicht sogar zu viel Zeit in der Vergangenheit verbringt. So detailliert hätten die damaligen Geschehnisse nicht erzählt werden müssen. Die Gegenwart und das Bewältigen des Traumas fand ich interessanter. Andere Regieentscheidungen haben mich völlig aus dem Film geworfen. Beispielsweise die letzte Einstellung auf Stellan Skarsgard. Außerdem fand ich das Ende völlig unverdient. Auch wenn es vom Inhalt her der wahren Geschichte entspricht, für mich hat es nicht gepasst.

Verblüfft war ich über die Ähnlichkeit von Jeremy Irvine zu Colin Firth. Er sieht in diesem Film einfach aus, wie ich mir den jungen Colin Firth vorstelle.

Der japanische Schauspieler Hiroyuki Sanada ist leider nicht gut genug für Colin Firth. Colin Firth ist wiederum zu gut für diesen Film. Meine Bewertung ist zum grössten Teil Colin Firths´ Verdienst.

„The Railway Man“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Farmland“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über die amerikanischen Landwirtschaft
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „Coherence“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller-Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Super Duper Alice Cooper“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über Alice Cooper
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „A Short History About Decay“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Tragikomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „The Immigrant“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: James Grays neuer Film mit Marion Cotillard, Joaquin Phoenix und Jeremy Renner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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