NYC – Film: "Glass Chin"


Ich war am 26.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Glass Chin“ 87 min drama, crime
dir. Noah Buschel cast: Corey Stoll, Billy Crudup, Kelly Lynch, Yul Vazquez, Malcolm Xavier

Bud „The Saint“ Gordon (Corey Stoll) ist ehemaliger Boxer, sogar Boxchampion war er. Das ist nun einige Zeit her, mittlerweile steckt er in finanziellen Nöten. Jetzt trainiert er das junge Boxtalent Kid Sunshine (Malcolm Xavier). Der Gangster JJ (Billy Crudup) macht ihm ein Angebot, als Schuldeneintreiber soll er für ihn arbeiten. Als Bud erfährt, dass einer der Schuldner, denen er und Roberto (Yul Vazquez) einen Besuch abgestattet haben, ermordet wurde, ist ihm klar, dass er leicht unter Mordverdacht geraten könnte. JJ lässt nicht lange auf sich warten und teilt ihm mit, was er von ihm erwartet.

D+ (Wertung von A bis F) Als der Film mit dieser – für mein Gehör – wirklich grässlicher und viel zu lauter Musik begann, hätte ich schon direkt das Kino verlassen können. Bedauerlicherweise ist der Ton im Film allgemein nicht gut abgestimmt. Die Musik überlärmte den gesamten Film, viel zu laut ist sie im Vergleich zu den Dialogen.

Auch hatte ich den ganzen Film über das Gefühl, den Dreharbeiten beizuwohnen. Beispielsweise sitzt Corey Stolls Charakter bei einer Szene im Auto. Die Kamera ist von außen auf ihn gerichtet. In der Szene schneit es und ich hatte das Gefühl genau zu wissen, wo die Schnee-Maschine steht. Andere Szenen wirken wie eine Inszenierung, wie eine Theateraufführung. Eigentlich eher wie die Probe einer Theateraufführung, bei der man sich am Ende darüber einig ist, dass vieles verbesserungswürdig ist. Sogar die Dialoge fühlten sich manchmal abgelesen an. Ich hatte den Eindruck, dass vor und hinter der Kamera Amateure arbeiten. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl in dem Film, in der Geschichte zu sein.

Billy Crudup erscheint wie ein junger Willem Dafoe, der sich schauspielerisch zu sehr ins Zeug legt. Beinahe zwanghaft versucht er einen coolen und fiesen Charakter darzustellen, was zur Folge hat, das er eher unfreiwillig komisch und quasi wie eine missglückte Kunstfigur wirkt. Im Negativen getoppt wird er hier nur noch von Yul Vazquez, der den Handlanger von Billy Crudups Figur spielt.

Ich wollte den Film mögen, weil ich Corey Stoll (Netflix´ House of Cards´) und eigentlich auch Billy Crudup mag. Mir tut es etwas leid, dass Corey Stoll in einem so schlechten Film spielt.

„Glass Chin“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2014 gezeigt. Ich habe ihn auf diesem Festival gesehen. Die Cutterin und der Kameramann waren anwesend. Bis zum Ende des Tribeca Film Festivals hatte Glass Chin noch keinen amerikanischen Verleiher.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

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