TV – Serie: "True Detective, 1. Staffel"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Serie angeschaut:

„True Detective, 1. Staffel“ (wurde seit dem 17.04.14 auf Pay-TV-Sender Sky ausgestrahlt, in D. ab 04.09.14 auf DVD erhältlich) 8 x approx. 60 min drama, thriller, crime
dir. Cary Fukunaga cast: Matthew McConaughey, Woody Harrelson, Michelle Monaghan, Michael Potts, Tory Kittles, Kevin Dunn, Tess Harper

Louisiana. Im Jahr 1995 ermitteln die beiden Detectives Rust Cohle (Matthew McConaughey) und Marty Hart (Woody Harrelson) gemeinsam an einem Fall. Eine Prostituierte wurde ermordet, scheinbar ein Ritualmord. Jetzt, 17 Jahre später, im Jahr 2012 sind Detective Gilbough (Michael Potts) und Detective Papania (Tory Kittles) mit einem scheinbar ähnlichen Mordfall beschäftigt. Durch den Hurricane Rita wurde die Akte des damaligen Falles vernichtet. Sie befragen Rust und Marty getrennt voneinander. Beide geben Auskunft über ihren damaligen Fall und über den jeweils anderen…

B+ (Wertung von A bis F) „True Detective“ ist eine eigenwillige, vielleicht daher herausragende TV-Serie. Präziser ist es ein abgeschlossener Mehrteiler. Geschrieben wurde dieser Mehrteiler von Nic Pizzolatto und bei allen acht Teilen hat Cary Fukunaga („Sin Nombre“, Jane Eyre) Regie geführt. Da „True Detective“ auf mindestens eine weitere Staffel ausgelegt ist, ist die Bezeichnung „Serie“ jedoch auch nicht falsch. Miniserie oder Anthologie-Serie trifft es wohl am Besten. Für die Emmy-Awards wird es unter Drama/Serie eingereicht. Nic Pizzolatto schreibt bereits an der zweiten Staffel von „True Detective“. In der nächsten Staffel wird eine ganz andere Story mit neuen Charakteren erzählt. Durchgesickert ist bereits, dass die nächste Geschichte irgendwo in Kalifornien spielt und es drei Hauptcharaktere geben wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird auch mehr als ein Regisseur durch die Staffel führen.

Ungewöhnlich ist „True Detective“, weil die Serie nicht wie eine herkömmliche Krimiserie erzählt wird. Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die beiden zentralen Handlungen sind im Jahr 1995 und dann 17 Jahre später im Jahr 2012 angesiedelt. Die Handlung springt von einer zu der anderen. Ab der fünften Folge der Miniserie kommt noch eine dritte Zeitebene (das Jahr 2002) dazu.

Ich sehe „True Detective“ in erster Linie als grandiose Charakterstudie zweier unterschiedlicher Persönlichkeiten. Die brillant und so detailliert gezeichneten und porträtierten Figuren lernt man über einen Zeitraum von 17 Jahren kennen und man sieht wie sie sich über die Jahre verändern. Die Miniserie erzählt aber auch von dem problematischen Verhältnis der beiden Männer Rust und Marty (gespielt von Matthew McConaughey und Woody Harrelson). „True Detective“ lebt von der Chemie und dem Zusammenspiel dieser beiden Figuren. Parallel wird eine Kriminalfall gelöst, ein Fall der wesentlich komplexer ist, als er anfangs erscheint. Es ist ein Fehler, an diesen Mehrteiler mit den falschen Erwartungen ranzugehen. Es ist eine recht langsame Erzählweise. Möglichst schnell sollte man sich von der Idee verabschieden, dass diese herausragende erste Staffel von einem spektakulären Finale gekrönt ist. Denn das bietet das Staffelende nicht. Auch bleiben am Ende einige Fragen offen.

Es ist nicht einfach, bei „True Detective“ einzusteigen. Es ist auch nicht einfach, alle Details zu erfassen. Ich hatte beispielsweise im Januar und Februar immer mal wieder bei einer Folge auf HBO reingeschaut, fand das Gesehene hochinteressant und beeindruckend inszeniert, aber konnte mir keinen so richtigen Reim darauf machen. Die erzählte Geschichte ist vielschichtig. Viele Namen fallen. Ich kann mir leider auch noch schwer Namen merken und so fand ich es nicht leicht, alle Zusammenhänge gleich zu erfassen. „True Detective“ sollte man sehr aufmerksam verfolgen.

Es ist keine Frage, dass Matthew McConaughey in „True Detective“ die beste Performance seiner Karriere gibt. In Dallas Buyers Club war er sehr gut, einen Oscar war das aber, meines Erachtens, nicht wert. Wäre „True Detective“ ein Kinofilm, wäre dies die Performance, für die er einen Oscar verdient hätte. Als ziemlich sicher gilt, dass er ein Nominierung für einen Fernseh-Oscar, den Emmy, bekommen wird. Wenn er dann auch noch gewinnen würde, hätte er einen Oscar und einen Emmy in einem Jahr gewonnen. Das passiert logischerweise sehr selten. Seine derzeit grösste Emmy-Konkurrenz in der Kategorie Bester Hauptdarsteller Drama/Serie ist Bryan Cranston für die letzte Staffel von „Breaking Bad“.

Aber auch Woody Harrelson gibt eine überragende Performance und auch er ist im Gespräch für eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einer Serie/Drama. Ich bin aber sicher, dass wenn – Matthew McConaughey, der in der gleichen Kategorie mit einer Nominierung rechnen kann, eher ausgezeichnet werden würde.

Ich empfehle dringend, „True Detective“ im Original anzuschauen. Die Südstaaten-Atmosphäre und noch wichtiger die beiden Protagonisten können einzig so richtig zur Geltung kommen. Meines Erachtens kann man die beiden Charaktere nicht lieben, wenn man ihnen nicht in ihrer Sprache zuhört. Ich rate aber auch, (englische!!!!) Untertitel einzublenden. Die Serie spielt in Louisiana und die Charaktere sprechen in ihrem eigenen Südstaaten-Slang. Zugegebenermassen ist es nicht leicht, hier alles zu verstehen. Erschwerend kommt aber noch dazu, dass beide Protagonisten irgendwie eine eigene Sprache haben und beim Sprechen kaum ihren Mund öffnen und sich einen zurecht nuscheln. Die englischen Untertitel empfand ich als sehr hilfreich. Auch haben mir die Untertitel bei den zahlreichen Namen, mit denen man in der Serie konfrontiert wird, geholfen.

Ebenso dringend empfehle ich, die gesamte Staffel ein zweites Mal anzuschauen. Mit einem Abstand von einigen Wochen habe ich mir die komplette erste Staffel ein zweites Mal angeschaut. Ich fand sie beim ersten Mal bereits absolut sehenswert, bei der zweiten Sichtung gefiel sie mir jedoch noch um einiges besser. Beim ersten Mal hatte ich mir ein B (mit einer leichten Tendenz zu einem B-) als Bewertung notiert. Beim zweiten Mal kam meine finale Bewertung (B+) zustande.

Bei der zweiten Sichtung muss man sich nicht mehr um die Aufklärung des Serienmörder-Falles kümmern, man kann die falschen Fährten, die zweifelsfrei gelegt wurden, ignorieren. Letztlich bildet der Serienmörder-Fall und dessen Aufklärung für mich nur den mysteriösen Rahmen, der ein wundervolles Gemälde umrahmt. Es sind die Charaktere Rust und Marty, die die Serie ausmachen. Es ist die Beziehung der Beiden, die Gespräche, die sie führen, wie sie einander sehen, die diese Miniserie besonders machen. Beim zweiten Mal habe ich viel entspannter zuschauen können. Beim ersten Mal glaubte ich, die Charaktere schon zu kennen und mochte sie sehr gerne. Mit der zweiten Sichtung waren sie mir so vertraut und richtig ans Herz gewachsen. Ich werde sie vermissen. Es lohnt sich definitiv, die erste Staffel ein zweites Mal zu gucken.

„True Detective“ wurde in den U.S.A. dafür kritisiert, wie Frauen hier dargestellt werden. Ich sehe das sehr entspannt. Die Handlung ist eindeutig auf die beiden männlichen Protagonisten ausgerichtet. Alle andere Charaktere sind automatisch Nebenfiguren. Charmanter und präziser in der englischen Sprache als supporting roles bezeichnet. Zum anderen haben manche Männer (wie hier Marty, gespielt von Woody Harrelson) einfach ein solches Bild von Frauen. Zeigt für mich nur – einmal mehr – wie glaubwürdig diese Figur geschrieben ist. Die Kritik hat sich der Serienmacher, Nic Pizzolatto, aber dennoch scheinbar zu Herzen genommen. In der zweiten Staffel wird es wohl drei Hauptfiguren geben, wobei dabei mindestens eine weiblich sein wird. Es gab Gerüchte, dass Jessica Chastain bereits eine Rolle angeboten wurde. In dem nächsten Monat (Juni 2014) wird man wohl mehr wissen, dann soll mit der Casting-Prozess beginnen.

Ein paar Anmerkungen zu einigen Episoden der ersten Staffel:

Folge 4 („Who Goes There“): Die Aktion, die Rust da durchzieht, fand ich unglaubwürdig. Die Folge kam aber aus anderen Gründen zu Ruhm. Bei dieser Episode gibt es eine technische Finesse, man bekommt eine ca. sechsminütigen Szene zu sehen, die ohne einen einzigen Schnitt auskam.

Folge 5 („The Secret Fate of All Life“): Die neue, dritte Zeitebene wird eingeführt. Die Handlung spielt im Jahr 2002.

Folge 6 („Haunted Houses“): Die Geschichten aus der Vergangenheit sind aufgearbeitet, die Geschichte beginnt an einer anderen Stelle.

Folge 8 („Form and Void“): Ich liebe das letzte Zusammentreffen von Rust und Marty.

Die Charaktere im Einzelnen:

Detective Rustin Spencer „Rust“ Cohle – seltsamer Typ, Eigenbrötler, in Texas geboren, Alaska aufgewachsen, redet nicht viel, hält aber – wenn er was sagt – mit seiner Meinung nicht hinterm Berg, er ist sehr negativ und pessimistisch, lebt sehr spartanisch, ist alleinstehend, keine Frau, keine Kinder. Hat seine zweijährige Tochter bei einem Autounfall verloren, eine gescheiterte Ehe, hat vier Jahre als Undercover-Cop im Drogen-Milieu gearbeitet, schleppt ein großes Notizbuch immer mit sich herum, in denen er Zeichnungen und Notizen macht, Kettenraucher, Atheist. Im Jahr 1995 arbeitet er seit drei Monaten mit Marty als Partner zusammen. Zweifelsfrei ist er mein Lieblingscharakter in der ersten Staffel von „True Detective“. Gespielt wird Rust von dem amerikanischen Schauspieler Matthew McConaughey. Bekannt wurde er als Schönling zahlreicher RomComs („The Wedding Planer“, „How to Lose a Guy in 10 Days“, „Failure to Launch“, Fool´s Gold). Nachdem er es satt hatte, die immergleichen Rollen zu spielen, hat er ein Projekt nach dem nächsten abgelehnt. Irgendwann hat er dann anspruchsvolle Rollenangebote bekommen und konnte eine Art Comeback als ernstzunehmender Schauspieler feiern. Diese Wiedergeburt zum Charakterschauspieler war einigen amerikanischen Kritikern ein eigener Begriff wert: The McConaissance. Mich hat er mit seiner Performance in Bernie, „Killer Joe“, Mud, Magic Mike, Dallas Buyers Club und The Wolf of Wall Street begeistern können. Für seine Rolle in „Dallas Buyers Club“ hat er seine erste Oscar-Nominierung erhalten und wurde dann zwei Monate später auch mit dem Oscar ausgezeichnet.

Detective Martin Eric „Marty“ Hart – verheiratet mit Maggie (gespielt von Michelle Monaghan) und Vater zweier Töchter, religiös, konservativ, hat eine außereheliche Affäre. Im Jahr 1995 arbeitet er seit drei Monaten mit Rust als Partner zusammen. Gespielt wird Marty von dem amerikanischen Schauspieler Harrelson. Seinen Durchbruch hatte Woody Harrelson in den 1980er Jahren mit der TV-Serie „Cheers“. Seit den 1990er Jahren und den Filmen „Indecent Proposal“ und „Natural Born Killers“ war er den Kinofans ein ständiger Begleiter. In den letzten Jahren war er u.a. mit Zombieland, Seven Psychopaths und den ersten beiden Teilen der Hunger Games-Trilogie im Kino zu sehen. Für seine Rollen in „The People vs. Larry Flynt“ und The Messenger hat er jeweils eine Oscar-Nominierung erhalten.

Maggie Hart (gespielt von Michelle Monaghan) – ist die Ehefrau von Marty (gespielt von Woody Harrelson), Mutter seiner Kinder. Gespielt wird Maggie Hart von der amerikanischen Schauspielerin Michelle Monaghan. Sie war bereits in zahlreichen Kinofilmen zu sehen („Kiss Kiss Bang Bang“, „Mission: Impossible III“, Gone Baby Gone, Source Code)

Detective Maynard Gilbough – Einer der beiden Polizisten, die im Jahr 2012 Rust und Marty interviewen. Gespielt wird Gilbough von dem amerikanischen Schauspieler Michael Pitts. Er wurde durch die TV-Serie „The Wire“ bekannt. Er hat dann auch mehrere Auftritte in einigen Serien, u.a. in „Law & Order“ und „Damages“

Detective Thomas Papania – Einer der beiden Polizisten, die im Jahr 2012 Rust und Marty interviewen Gespielt wird er von dem amerikanischen Schauspieler Tory Kittles. Er hat eine größere Rolle in der TV-Serie „Sons of Anarchy“ und hat auch kürzlich in den Kinofilmen The Sapphires und Olympus Has Fallen mitgespielt

„True Detective“ wurde erstmalig bei HBO in der Zeit vom 12.01.14 – 09.03.14 ausgestrahlt. Selbstverständlich ist die Serie und die Performance für den Fernseh-Oscar Emmy und sämtliche andere Fernsehpreise wie Golden Globes im Gespräch.

Trailer zu sehen:

Das allererste Gespräch, das Rust und Marty miteinander führen:

Ich liebe diesen Vorspann und vermisse es jetzt schon:

Berlin – Film: "A Million Ways to Die in the West"

Ich war am 15.05.14 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„A Million Ways to Die in the West“ (dt. Kinostart am 29.05.14) 116 min comedy
dir. Seth MacFarlane cast: Seth MacFarlane, Charlize Theron, Amanda Seyfried, Liam Neeson, Giovanni Ribisi, Sarah Silverman, Neil Patrick Harris

Arizona im Jahr 1882. Albert (Seth MacFarlane) ist Schafszüchter und lebt in dem kleinen Kaff Old Stump. Gerade wurde er von seiner Freundin Louise (Amanda Seyfried) verlassen. Sie sagte, dass sie sich selbst verwirklichen wollte, nur Albert findet bald heraus, dass Louise mit dem schnöseligen Foy (Neil Patrick Harris) zusammen ist. Als die schöne Fremde, Anna (Charlize Theron) nach Old Stump kommt, freundet sich Albert mit ihr an und sieht die Gelegenheit, seine Ex-Freundin eifersüchtig zu machen. Nur hat Anna auch ein Geheimnis…

D (Wertung von A bis F) „A Million Ways to Die in the West“ ist übelster Westernklamauk. Derber Fäkalhumor trifft pubertären Haudraufhumor. Wer sich bei den Filmen von Bully Herbig amüsiert, wird auch Gefallen an diesem Film finden. Ich kann damit leider überhaupt nichts anfangen. Der schätzungsweise gleichaltrige Mann neben mir hat sich hingegen eigentlich den ganzen Film über ausgeschüttet vor Lachen.

Wenn man ein anderes Humorverständnis hat, dann geht einem so eine platte Komödie praktisch von Anfang an auf die Nerven und knapp 120 Minuten erscheinen endlos. Klar gab es hin und wieder ein paar Höhepunkte, bei denen auch ich kurz auflachen konnte, aber vielleicht war es auch nur aus Verzweiflung über die Talentverschwendung und/ oder die deutsche Synchronisation. Die deutsche Fäkalsprache hört sich noch wesentlich blöder und ordinärer an als die englische. Dem hochtalentierten Neil Patrick Harris konnte die Synchronisation in meinen Augen am wenigsten anhaben. Alle anderen Schauspieler haben sich für mein Gehör total gekünstelt angehört. Freiwillig gucke ich mir eigentlich keine synchronisierten Filme oder Serien an und mit dieser Ausnahme weiß ich auch wieder genau warum. Ich vermute, dass ich die Originalfassung von „A Million Ways to Die in the West“ etwas positiver bewertet hätte.

Es gibt ein paar Cameos im Film, einen sogar noch nachdem das Ende endlich auch schriftlich auf der Leinwand untermauert wurde.

„A Million Ways to Die in the West“ ist nach Ted Seth MacFarlanes zweites Ego-Kinofilmprojekt Auch hier fungiert er als Drehbuchschreiber, Schauspieler, Regisseur und Produzent des Films. Ich mochte „Ted“ ganz gerne, fand ihn recht lustig und bin auch schon auf „Ted 2“ gespannt, der im nächsten Jahr ins Kino kommen wird.

„A Million Ways to Die in the West“ wird ab dem 30.05.14 in die amerikanische Kinos kommen. Ich habe ihn bereits am 15.05.14 in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die deutsche Synchronfassung. Bis zum deutschen Kinostart stand der Film unter Embargo.

Die deutsche Website:

http://www.million-ways-to-die-film.de

Der amerikanische Red Band Trailer:

NYC – Film: "The Railway Man"

Ich war am 29.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Railway Man“ (dt. Filmtitel: „Die Liebe seines Lebens“, dt. Kinostart: 25.06.15) 116 min drama, biopic, adaptation
dir. Jonathan Teplitzky cast: Colin Firth, Nicole Kidman, Stellan Skarsgard, Jeremy Irvine, Hiroyuki Sanada

Im Jahr 1980 lernt der zurückhaltende Eric Lomax (Colin Firth) seine zukünftige Frau Patti (Nicole Kidman) kennen. Kurz nach ihrer Heirat zieht sich Eric immer mehr zurück und hat schreckliche Albträume. Patti erfährt langsam, dass ihr Ehemann im zweiten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft geriet. Er und seine Mitgefangenen mussten in dem, von den Japanern besetzten Burma an einer Eisenbahnlinie zwischen Burma und Thailand bauen. Aufgrund der zahlreichen Todesopfer, die der Bau an dieser Strecke forderte, wurde sie auch „Todeseisenbahn“ genannt. Irgendwann hatten sich die Kriegsgefangenen ein Radio selbstgebaut. Dies entdeckten die Japaner und, nachdem sich Eric dafür verantwortlich zeigte, wurde er fortan immer wieder gefoltert. Bei Eric haben diese Erlebnisse ein Trauma hinterlassen. Patti bittet Erics besten Freund Finlay (Stellan Skarsgard) um Rat. Es stellt sich heraus, dass sein schlimmster Peiniger noch am Leben ist. Eric reist schließlich nach Asien, um seinem damaligen Folterer gegenüberzutreten..

C+ (Wertung von A bis F) „The Railway Man“ basiert auf der gleichnamigen Autobiographie des damaligen britischen Offiziers Eric Lomax.

Zunächst hatte ich ein persönliches Problem mit dem Film. Folgendes hat mich leider den gesamten Film über beschäftigt: Die zwei Liebenden (Colin Firths und Nicole Kidmans Charaktere) lernen sich im Jahr 1980 kennen. Sie sehen so aus wie sie heute aussehen, Colin Firth hätte ich auf Ende 40 geschätzt. Ich habe mir noch nie Gedanken gemacht, wie alt er ist. Bei Frau Kidman wusste ich es, aber das spielt in diesem Film auch eine eher untergeordnete Rolle. Bei Colin Firth habe ich erst nach dem Film herausgefunden, dass er tatsächlich bereits 53 Jahre alt. In diesem Film spielt er offensichtlich auch noch einen etwas älteren Mann. Tja, da ich das vorher nicht wusste, stand ich vor dem Rätsel wie er während des zweiten Weltkrieges, genauer im Jahr 1942 als junger Mann in Kriegsgefangenschaft geraten sein soll. In Mathe war ich zwar nie die Leuchte, aber das hat mich den kompletten Film grübeln lassen. Ich will mir über so etwas keine Gedanken machen, es muss einfach irgendwie passen und das hat es hier meines Erachtens nicht.

Der Film hatte aber auch andere Probleme. Die Geschichte springt von den 1980er Jahren und der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wobei der Film sehr viel, wenn nicht sogar zu viel Zeit in der Vergangenheit verbringt. So detailliert hätten die damaligen Geschehnisse nicht erzählt werden müssen. Die Gegenwart und das Bewältigen des Traumas fand ich interessanter. Andere Regieentscheidungen haben mich völlig aus dem Film geworfen. Beispielsweise die letzte Einstellung auf Stellan Skarsgard. Außerdem fand ich das Ende völlig unverdient. Auch wenn es vom Inhalt her der wahren Geschichte entspricht, für mich hat es nicht gepasst.

Verblüfft war ich über die Ähnlichkeit von Jeremy Irvine zu Colin Firth. Er sieht in diesem Film einfach aus, wie ich mir den jungen Colin Firth vorstelle.

Der japanische Schauspieler Hiroyuki Sanada ist leider nicht gut genug für Colin Firth. Colin Firth ist wiederum zu gut für diesen Film. Meine Bewertung ist zum grössten Teil Colin Firths´ Verdienst.

„The Railway Man“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Farmland“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über die amerikanischen Landwirtschaft
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „Coherence“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller-Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Super Duper Alice Cooper“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über Alice Cooper
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „A Short History About Decay“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Tragikomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „The Immigrant“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: James Grays neuer Film mit Marion Cotillard, Joaquin Phoenix und Jeremy Renner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Blue Ruin"

Ich war am 28.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Blue Ruin“ (dt. Kinostart: 11.12.14) 92 min thriller
dir. Jeremy Saulnier cast: Macon Blair, Devin Ratray, Amy Hargreaves, Kevin Kolack

Dwight (Macon Blair) ist obdachlos. Er ernährt sich von Abfällen und schläft in seinem Auto am Strand. Hin und wieder bricht er in ein Haus ein, um dort zu baden. Jetzt erfährt er, dass der Mörder seiner Eltern demnächst aus der Haft entlassen wird. Dwight macht sich auf den Weg.

A- (Wertung von A bis F) „Blue Ruin“ ist ein origineller und hochspannender Thriller. Es ist kein traditioneller Rachethriller. Üblicherweise findet bei derart von Filmen, der Racheakt im finalen Part des Films statt. Hier steht er am Anfang und alles was folgt, sind die Konsequenzen, die aus der Tat resultieren.

Ich fand es in dem Film kaum vorhersehbar, was als nächstes in dieser Geschichte passiert. Ganz langsam erfährt man was eigentlich damals passiert ist. Über den Protagonisten weiß man auch wenig. Ist Dwight überfordert – was genau hat er vor? Dwight ist unberechenbar, aber nicht weil er der eiskalte und überlegte Rächer ist. Er ist ein ganz normaler, leicht labiler Typ, der nach dem brutalen Mord an seinen Eltern sein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen hat. Der Film ist schlicht gehalten, ohne viel Dialoge, dafür mit einigen krass blutigen Szenen und mit einer guten Portion schwarzem Humor.

Was ich von dem Ende halten soll, weiß ich nicht. Vielleicht hätte ich mir einfach ein anderes Ende gewünscht.

„Blue Ruin“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2013 gezeigt. Dort haben internationale Filmjournalisten und -kritiker dem Film den FIPRESCI-Preis verliehen. „Blue Ruin“ bewirbt sich auch um einen Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2014.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Obvious Child“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: RomCom, die in Sundance lief
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „Fed Up“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Dokumentation über fette Amerikaner und die Folgen ihrer schlechten Ernährung
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Violette“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: französischer Biopic über Violette Leduc
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Night Moves“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kelly Reichardts neuer Film mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „We are the Best!“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: schwedisches Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Coherence“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller-Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Every Secret Thing"

Ich war am 27.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Every Secret Thing“ 93 min drama, crime, adaptation
dir. Amy Berg cast: Diane Lane, Elizabeth Banks, Dakota Fanning, Nate Parker, Danielle Macdonald

Sieben Jahre saßen Ronnie (Dakota Fanning) und Alice (Danielle Macdonald) im Jugendarrest. Als Kinder haben die beiden Mädchen ein Baby entführt. Das Baby wurde wenig später tot aufgefunden. Jetzt sind die beiden Mädchen achtzehn Jahre alt und seit zwei Wochen wieder draußen. Als in ihrer unmittelbaren Umgebung erneut ein Kind verschwindet, werden beide Mädchen verdächtigt, etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Detective Porter (Elizabeth Banks) ermittelt in dem Fall des vermissten dreijährigen Mädchens. Damals hat sie die Babyleiche gefunden.

B (Wertung von A bis F) „Every Secret Thing“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Laura Lippmann. Das Drehbuch wurde von der Autorin und Regisseurin Nicole Holofcener (Please Give, Enough Said) geschrieben. Die Dokumentarfilmen Amy Berg („Deviier Us from Evil“, „West of Memphis“) führt bei diesem Film Regie, mit „Every Secret Thing“ gibt sie ihr Spielfilmdebüt.

„Every Secret Thing“ ist sowohl Drama als auch ein ziemlich spannender Krimi. Am Ende des Films werden praktisch zwei Kriminalfälle aufgeklärt. Die Charaktere fand ich fesselnd, auch wenn ich mich anfangs mit dem pummelige Mädchen, bzw. der stark übergewichtige Alice (gespielt von Danielle Macdonald) etwas schwergetan habe. Ich fand es auch unglaubwürdig, dass Diane Lanes Charakter überhaupt so eine Tochter hat. Die Schauspielerin Danielle Macdonald hat mich aber durch ihr offensichtliches Talent beeindrucken und gewinnen können. Zum Schluss hat sie mich irgendwie an Toni Colette in ihrem Spielfilmdebüt „Muriel´s Wedding“ erinnert. Warum – kann ich nicht erklären. Witzigerweise ist Danielle Macdonald auch tatsächlich Australierin. Warum können australische Schauspieler eigentlich immer sprachlich einwandfrei Amerikaner portraitieren und umgekehrt funktioniert das selten? Danielle Macdonald hat zuletzt in „The East“ gespielt, einem meiner Lieblingsfilme aus dem letzten Jahr, den ich mittlerweile drei Mal gesehen habe. Mir ist sie dort tatsächlich nicht aufgefallen. Ihre weitere Karriere werde ich aber jetzt definitiv verfolgen.

Trailer zu sehen:

„Every Secret Thing“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2014 gezeigt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde am letzten Tag des Filmfestivals eine zusätzliche Vorführung des Films ins Programm genommen. Ich habe den Film in diesem Screening gesehen. Die Regisseurin Amy Berg und die Hauptdarstellerin Danielle Macdonald (s. Fotos unten) waren anwesend und haben sich nach dem Film den Fragen des Publikums gestellt. „Every Secret Thing“ startet am 15.05.15 in einigen amerikanischen Kinos.

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

„Every Secret Thing“ war der letzte Film, den ich mir auf dem Tribeca Film Festival im Jahr 2014 angeschaut habe. Dieses Jahr habe ich vier Tage an dem Festival teilgenommen. Ich habe mir insgesamt neun Filme angeschaut, davon waren vier Filme von weiblichen Regisseuren (Lucky Them, Night Moves, Bad Hair und „Every Secret Thing“). Rückblickend hat mir der Film Starred Up am Besten gefallen.

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NYC – Film: "Glass Chin"

Ich war am 26.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Glass Chin“ 87 min drama, crime
dir. Noah Buschel cast: Corey Stoll, Billy Crudup, Kelly Lynch, Yul Vazquez, Malcolm Xavier

Bud „The Saint“ Gordon (Corey Stoll) ist ehemaliger Boxer, sogar Boxchampion war er. Das ist nun einige Zeit her, mittlerweile steckt er in finanziellen Nöten. Jetzt trainiert er das junge Boxtalent Kid Sunshine (Malcolm Xavier). Der Gangster JJ (Billy Crudup) macht ihm ein Angebot, als Schuldeneintreiber soll er für ihn arbeiten. Als Bud erfährt, dass einer der Schuldner, denen er und Roberto (Yul Vazquez) einen Besuch abgestattet haben, ermordet wurde, ist ihm klar, dass er leicht unter Mordverdacht geraten könnte. JJ lässt nicht lange auf sich warten und teilt ihm mit, was er von ihm erwartet.

D+ (Wertung von A bis F) Als der Film mit dieser – für mein Gehör – wirklich grässlicher und viel zu lauter Musik begann, hätte ich schon direkt das Kino verlassen können. Bedauerlicherweise ist der Ton im Film allgemein nicht gut abgestimmt. Die Musik überlärmte den gesamten Film, viel zu laut ist sie im Vergleich zu den Dialogen.

Auch hatte ich den ganzen Film über das Gefühl, den Dreharbeiten beizuwohnen. Beispielsweise sitzt Corey Stolls Charakter bei einer Szene im Auto. Die Kamera ist von außen auf ihn gerichtet. In der Szene schneit es und ich hatte das Gefühl genau zu wissen, wo die Schnee-Maschine steht. Andere Szenen wirken wie eine Inszenierung, wie eine Theateraufführung. Eigentlich eher wie die Probe einer Theateraufführung, bei der man sich am Ende darüber einig ist, dass vieles verbesserungswürdig ist. Sogar die Dialoge fühlten sich manchmal abgelesen an. Ich hatte den Eindruck, dass vor und hinter der Kamera Amateure arbeiten. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl in dem Film, in der Geschichte zu sein.

Billy Crudup erscheint wie ein junger Willem Dafoe, der sich schauspielerisch zu sehr ins Zeug legt. Beinahe zwanghaft versucht er einen coolen und fiesen Charakter darzustellen, was zur Folge hat, das er eher unfreiwillig komisch und quasi wie eine missglückte Kunstfigur wirkt. Im Negativen getoppt wird er hier nur noch von Yul Vazquez, der den Handlanger von Billy Crudups Figur spielt.

Ich wollte den Film mögen, weil ich Corey Stoll (Netflix´ House of Cards´) und eigentlich auch Billy Crudup mag. Mir tut es etwas leid, dass Corey Stoll in einem so schlechten Film spielt.

„Glass Chin“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2014 gezeigt. Ich habe ihn auf diesem Festival gesehen. Die Cutterin und der Kameramann waren anwesend. Bis zum Ende des Tribeca Film Festivals hatte Glass Chin noch keinen amerikanischen Verleiher.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

NYC – Film: "Starred Up"

Ich war am 26.04.14 in New York und habe mir folgenden Film in Kino angeschaut:

„Starred Up“ (dt. Filmtitel: „Mauern der Gewalt“ 106 min drama, crime
dir. David Mackenzie cast: Jack O´Connell, Ben Mendelsohn, Rupert Friend, Anthony Welsh, Sam Spruell, David Ajala

Der 19-jährige Eric (Jack O´Connell) ist jähzornig und äusserst gewalttätig. Er saß in der Jugendstrafanstalt und wird jetzt in den Erwachsenenvollzug verlegt. Auch dort legt er sich auch gleich mit jedem an. Eric ist kaum zu bändigen und schon bald kommt es zu dem ersten großen Zwischenfall. Oliver (Rupert Friend) arbeitet als Therapeut und bietet Eric an, mit ihm an seinen Aggressionen zu arbeiten. Erics Situation wird noch dadurch erschwert, dass sein Vater Neville (Ben Mendelsohn) ebenfalls in diesem Gefängnis einsitzt.

A- (Wertung von A bis F) „Starred Up“ ist ein unfassbar krasses und intensives Gefängnisdrama. Dieser britische Film schafft eine Atmosphäre ständiger Anspannung. Mir ging der Film richtig nahe und damit bewirbt er sich mit Leichtigkeit um einen Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2014.

Auch wenn die einzelnen Charaktere (sogar für mich) mitunter schwer zu verstehen waren, fand ich die Dialoge und damit die Charaktere durchgehend authentisch. Trotz unglaublicher Gewaltszenen kann ich mich auch daran erinnern, dass es ab und an ein paar kurze auflockernde Momente gab. Insgesamt gab es ein stimmiges Bild mit leidenschaftlichen Performances. Herauszuheben, klar, Ben Mendelsohn (Animal Kingdom, The Dark Knight Rises, The Place Beyond the Pines), aber auch Rupert Friend (HBOs Homeland)

Jack O´Connell spielt diesen hitzigen, stets gewaltbereiten und blitzschnell agierenden Gefängnisinsassen Eric. Für mich schwer zu glauben, dass er ihn nur gespielt hat. Der 23-jährige britische Schauspieler Jack O´Connell gilt als künftiger Star von Hollywood und mit diesem Film verstehe ich, warum. Er wird dieses Jahr bereits als möglicher Oscar-Kandidat für seine Rolle in Angelina Jolies Film „Unbroken“ gehandelt. Der Film wird am Ende des Jahres in die amerikanischen Kinos kommen. Für den Film „Starred Up“ habe ich mich hauptsächlich seinetwegen entschieden.

„Starred Up“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt. Der Film wird ab dem 29.08.14 zunächst in New York zu sehen sein. Weitere Kopien werden dann eine Woche später eingesetzt. Ich habe ihn auf dem Tribeca Film Festival 2014 gesehen.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.