NYC – Film: "Fading Gigolo"


Ich war am 23.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Fading Gigolo“ (dt. Filmtitel: „Plötzlich Gigolo“, dt. Kinostart: 6.11.14) 98 min comedy
dir. John Turturro cast: John Turturro, Woody Allen, Sharon Stone, Sofia Vergara, Liev Schreiber, Vanessa Paradis, Aida Turturro, Bob Balaban

Murray Schwartz (Woody Allen) handelt mit gebrauchten, seltenen Büchern. Seinen kleinen Buchladen muss er jetzt aber schließen. Als er letztens bei seiner Dermatologin Dr. Parker (Sharon Stone) zur Untersuchung war und sich mit ihr unterhalten hat, hat die ihm mitgeteilt, dass sie und ihre Freundin (Sofia Vergara) einen Mann für einen Dreier suchen. Sie hat ihn gefragt, ob er jemand wüsste. Murray fiel spontan sein bester Freund, der alleinstehende Fioravante (John Turturro) ein. Da die beiden wohlhabenden Frauen auch für den Sex bezahlen würden, sieht Murray eine ideale Einnahmequelle. Murray vermittelt Fioravente und bezieht dafür eine Provision. Murray zögert anfangs, aber auch er hat Rechnungen zu begleichen. Eines Tages bringt Murray die jüdische Witwe Avigal (Vanessa Paradis) vorbei…

B- (Wertung von A bis F) „Fading Gigolo“ ist kein wirklich guter Film, mir hat es aber Spaß gemacht, bestimmten Charakteren bzw. Schauspielern (insbesondere John Turturro und Liev Schreiber) zuzuschauen. Ich war auch geneigt, ihn etwas schlechter zu bewerten, aber dann fand ich diese später erzählte Entführungsgeschichte dann doch noch ganz originell.

Die Handlung ist natürlich völlig absurd. Woody Allen assoziiere ich mit einem sehr alten Mann und neurotisch-nervigen Gequatsche. Ihn mit Sex in Verbindung zu bringen hat für mich etwas äußerst Verstörendes. Zwei Frauen, noch dazu zwei so bildhübsche Frauen wie Sharon Stone und Sofia Vergara, haben garantiert keine Probleme Männer für Sex aufzureißen. Die Idee, dass eine der Frauen nun ausgerechnet Woody Allens Charakter anspricht, ob er jemanden für ihre Liebesspiele wüsste, ist so abwegig, dass sie nur von einem Mann stammen kann. Normalerweise schreibt Woody Allen solche bizarren Männerfantasien selbst. Dieses Mal ist er aber unschuldig. Naja, wahrscheinlich nicht, aber zumindest hat John Turturro offiziell das Skript geschrieben und auch Regie geführt.

So ein an den Haaren herbeigezogene Handlungsarm ist für mich normalerweise der Grund aus einer Geschichte auszusteigen, bevor ich überhaupt die Möglichkeit hatte, einzusteigen. Woody Allen als Schauspieler zu sehen und seinem typisch neurotisch-stotternden Dauergequatsche zu horchen sind auch nicht hilfreich, mich entspannt im Kinosessel sitzen zu lassen. Mit dem erstmaligen Zusammentreffen von John Turturros und Sharon Stones Charakteren funktioniert der Film dennoch besser als erwartet. Diesen Gigolo habe ich John Turturro abgenommen, er ist eine interessante Type und kann auf Frauen anziehend wirken.

Liev Schreiber als liebeskranker jüdisch-orthodoxer Gesetzeshüter ist es alleine Wert, den Film zu gucken.

Sharon Stone hat scheinbar ihre Botox-Behandlungen eingestellt, jedenfalls sieht sie wieder wesentlich natürlicher aus.

Sofia Vergara sieht so aus und redet als würde sie in einer Episode von „Modern Family“ spielen.

Vanessa Paradis gibt hier ihr englischsprachiges Kinodebüt. Sie hat ein trauriges Gesicht und die jüdisch-orthodoxe Witwe habe ich ihr abgenommen. Sie hat durchaus Ausstrahlung und Präsenz (wenn diese grausige Zahnlücke bloss nicht wäre, die in ihrem Alter jetzt auch nicht mehr niedlich wirkt)

„Fading Gigolo“ wurde u.a. im Lexington Candy Shop in der Upper East Side gedreht. Einem wirklich schönen, traditionellen Diner.

„Fading Gigolo“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „We are the Best!“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: schwedisches Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Chinese Puzzle“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: französisch-amerikanische Beziehungskomödie mit Audrey Tautou und Kelly Reilly
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Locke“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Charakterstudie mit Tom Hardy
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Fed Up“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Dokumentation über fette Amerikaner und die Folgen ihrer schlechten Ernährung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Night Moves“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kelly Reichhardts neuer Film mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

2 Gedanken zu “NYC – Film: "Fading Gigolo"

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