NYC – Film: "Under the Skin"


Ich war am 22.04.14 in New York und habe mir folgenden Film in Kino angeschaut:

„Under the Skin“ (in D. ab 10.10.14 auf DVD, Blu-ray oder als VOD erhältlich) 108 min sci-fi, adaptation
dir. Jonathan Glazer cast: Scarlett Johansson

Ein Alien wurde mit einem bestimmten Auftrag auf die Erde geschickt. Der Alien nimmt den Körper einer jungen Frau (Scarlett Johansson) an und fährt mit einem weißen Lieferwagen durch Schottland. Sie spricht Männer an, lockt sie und versucht sie an einen bestimmten Ort zu bringen. Was ist ihre Bestimmung?

B (Wertung von A bis F) „Under the Skin“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michael Faber.

Für diese Art von Film muss man offen sein. Ich kann gut nachvollziehen, wenn man mit „Under the Skin“ so gar nichts anfangen kann. Auch sollte man nicht zu viel erwarten. Es gibt praktisch keine Handlung, man erfährt auch eigentlich nichts über Scarlett Johanssons Alien-Charakter und nach weiteren Erklärungen braucht man auch nicht zu suchen. Es wird zwar etwas geredet, aber der Film kommt ohne nennenswerte Dialoge aus. Dafür lässt der Film viel Raum für Interpretationen.

Wenn man Jonathan Glazers visuellen Stil, diesen außergewöhnlich schrillen Score und diese schrägen Töne mag, wird man sich auch auf den Film einlassen können. Am Ende wird man mit einem Film belohnt, den man in dieser Art wohl noch nie gesehen hat.

Jonathan Glazer hat Regie bei einigen Werbeclips und Musikvideos (für Massive Attack, Jamiroquai, Radiohead, etc.) geführt. Der englische Filmemacher hat zuvor erst zwei Spielfilme gedreht. Ich habe sowohl „Sexy Beast“ als auch „Birth“ gesehen und fand den ersten großartig und den anderen etwas verstörend.

„Under the Skin“ erzählt nun die Geschichte einer Alien-Frau, die mit einer bestimmten Aufgabe auf die Erde geschickt wurde und durch eine Begegnung eine charakterliche Veränderung durchmacht. Ich würde übrigens gerne mal wissen, was Frauenrechtlerinnen zu dem Film sagen.

Es leuchtet mir nicht wirklich ein, warum Scarlett Johanssson gemeinhin als Sexsymbol gilt. Meinem Empfinden nach hat sie keine schönen Proportionen weder im Gesicht noch an ihrem kurzen Körper. Die Rolle der Verführerin hätte ich ihr normalerweise nicht abgenommen, in das schottische Arbeitermilieu fügt sie sich aber wie selbstverständlich ein.

Ich möchte nicht vorenthalten, dass in meiner sehr gut besuchten Abendvorstellung einige Zuschauer während des Films aufgestanden und gegangen sind

„Under the Skin“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Deliver Us from Evil“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Horrorfilm mit Eric Bana. Bei dem Trailer habe ich ein Mal einen Mordsschreck bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht.

Trailer v. Film: „The Edge of Tomorrow“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Tom Cruise und Emily Blunt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 49%

Trailer v. Film: „The Purge: Anarchy“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Dem Trailer nach ganz mein Film. Das ist aber die Fortsetzung von „The Purge“, den ich immer noch nicht gesehen habe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Hercules“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Brett Ratners neuer Film. Warum nur wird so viel Mist in Hollywood produziert? Bei dem „Hercules“-Trailer brach großes Gelächter im Publikum aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Pfffff

Trailer v. Film: „The Quiet Ones“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: britischer Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Walking with the Enemy“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Zweite-Weltkriegsdrama mit Ben Kingsley, klingt gut, sieht aber schlimm aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

2 Gedanken zu “NYC – Film: "Under the Skin"

  1. „Sexy Beast“ fand ich großartig, „Birth“ hatte ich nie gesehen, kann mich aber an die negative Resonanz erinnern. Auch ein schwieriges Thema, besonders in den USA.
    Hm „Under The Skin“ hört sich auch wieder recht vage an. Kann mir gefallen oder auch nicht. Ich mag experimentelle Filme, wenn sie nicht versuchen zu arty zu sein und wenigstens etwas Witz haben. Schön finde ich die Johannson auch nicht, aber ich finde sie kann spielen und lustigerweise liegen ihr prollige Rollen, finde ich :))

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  2. 🙂 Ja, nee, könnte ich Dir auch nicht sagen, ob er Dir gefällt. Das kann auch total nach hinten losgehen. Klar, er ist experimentell und künstlerisch ist er auch. Viele Szenen sind auch einfach ein Kunstwerk, andere dann wieder so abgefahren. Der Film nimmt sich eigentlich schon ernst, ein paar Mal habe ich aber lachen müssen. Ein Mal brach auch schallendes Gelächter im Publikum aus.

    Ja, genau die prolligen Rollen liegen ihr. :)) Stimmt, sie kann schauspielern, ich sehe sie nur nicht gerne. Daher fand ich sie in „Her“ so gut, da sieht man sie nicht, hört nur ihre klasse Stimme.

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