Berlin – Film: "The Two Faces of January"


Ich war am 24.03.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Two Faces of January“ (dt. Titel: „Die zwei Gesichter des Januars“, dt. Kinostart: 29.05.14) 96 min thriller
dir. Hossein Amini cast: Viggo Mortensen, Kirsten Dunst, Oscar Isaac

Im Jahr 1962 verbringen die amerikanischen Eheleute Colette (Kirsten Dunst) und Chester MacFarland (Viggo Mortensen) ihren Urlaub in Griechenland. In Athen treffen sie auf den griechisch-amerikanischen Fremdenführer Rydal (Oscar Isaac). Rydal verdient sich mit Betrügereien ein Zubrot. Nach einem gemeinsamen Abendessen kommt es zu einem Zwischenfall und das Ehepaar muss schnell verschwinden. Chester bittet Rydal um Hilfe. Bald geraten die beiden Männer in einen Strudel voller Misstrauen, Eifersucht und Abhängigkeiten…

B (Wertung von A bis F) „The Two Faces of January“ basiert auf Patricia Highsmiths gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1988.

„The Two Faces of January“ ist das Regiedebüt von Drehbuchautor Hossein Amini (Drive). Der Stil dieses Films hat mich sehr an die Patricia-Highsmith-Verfilmung „The Talented Mr. Ripley“ erinnert. Da konnte ich mich auch schon nicht an den eleganten Kostümen, den Accessoires, den Frisuren und der Ausstattung (nicht unerwähnt lassen möchte ich den insbesondere in „Ripley“ hinreißenden Jude Law) sattsehen. In „The Two Faces of January“ dient nun das malerische Griechenland (später Istanbul) als Kulisse. Hossein Amini schafft es, einen in eine andere Zeit und eine andere Welt zu versetzen. Erzählt wird ein klassischer Krimi. Die Geschichte und die undurchsichtigen Charaktere haben mich die ganze Zeit gefesselt. Von der Inszenierung her, hätte der Film genau so auch vor einigen Jahrzehnten zuvor entstanden sein können – was ich als Kompliment verstehe.

Hier ist mir aufgefallen, dass Viggo Mortensen einer der wenigen Schauspieler ist, der in sämtlichen Genres (Fantasy, Western, historischen Filmen, Thriller, etc.) glaubhaft Zuhause ist. Er hat irgendwie etwas Zeitloses, so fügt er sich auch in einen Film, der in den 1960er Jahre spielt, ein, als ob er in dieser Zeit gelebt hätte. Kirsten Dunst hat mir auch wieder gut gefallen.

Oscar Isaac habe ich bewusst das erste Mal in Inside Llewyn Davis gesehen. Dort hat er den erfolgloser Folk-Musiker so authentisch portraitiert, dass ich überrascht war, dass er mich schon kurze Zeit später in so einer komplett anderen Rolle überzeugen konnte.

„The Two Faces of January“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Viggo Mortensen), Beste Hauptdarstellerin (Kirsten Dunst), Bester Nebendarsteller (Oscar Isaac), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kostüme

„The Two Faces of January“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Der Film hat mittlerweile einen amerikanischen Verleiher gefunden und wird am 8.8.14 in einigen amerikanischen Kinos laufen. Zuvor wird er am 24.04.14 als Eröffnungsfilm des San Francisco International Film Festivals gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der offizielle Trailer:

Vor der Pressevorführung hat STUDIOCANAL einen Trailer ihres folgenden Filmes gezeigt:

Trailer v. Film: „Banklady“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: biografisches Drama mit Nadesha Brennicke und einem meiner deutschen Lieblingsschauspieler (Charly Hübner)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn er im TV kommt, schaue ich ihn

3 Gedanken zu “Berlin – Film: "The Two Faces of January"

  1. Ja insgesamt ein toller Kostümfilm, wirklich gut ausgestattet.
    Viggo ist einfach auch ein großartiger Schauspieler mit einem sehr charismatischen Gesicht, das hilft auf jeden Fall als so ein Babyface.
    Oscar Isaac habe ich ja nun bereits in etlichen Filmen gesehen und ich finde ihn meist richtig gut, aber irgendwie ist er auch immer gleich. Als Typ ist er nicht so wandelbar finde ich.

    :)) ja die Banklady…hatte mich gar nicht angesprochen. Hatte schon volle Panik, dass der in der Sneak kommt.

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  2. Viggo ist in der Tat ein großartiger Schauspieler. 🙂

    Also ich habe mir jetzt bereits mehrmals Oscar Isaacs Filmografie angeschaut und kann – nach wie vor – nicht behaupten, dass er mir vor Inside Llewyn Davis irgendwo aufgefallen ist. Aber bei Llewyn Davis und The Two Faces of January zeigt er schon eine gewisse Wandelbarkeit. Ich werde ihn weiter unter Beobachtung halten. :))

    Also an Deiner Stelle hätte ich lieber die „Banklady“ in der Sneak gesehen als „Sabotage“. :))

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