Die Oscars 2014: Alle Gewinner


Hong Kong ist einer der schönsten Städte der Welt. Sowieso und im Besonderen. In diesem Part von China habe ich (im Gegensatz zu Peking beispielsweise) Zugriff auf Blog.de. Hurrah.

In der Oscar-Nacht bin ich dieses Jahr nach Hong Kong geflogen. Während des Fluges war es mir zu blöd, mein Cockpit nach Informationen bezüglich der Oscars zu fragen. Als ich dann auf die Idee kam, jemand zu fragen, der mit seinem Computer arbeitet und vielleicht im Internet ist, war es bereits zu spät, weil wir zu dem Zeitpunkt schon lange über China flogen. Wenn man China überfliegt, ist die Internetfunktion im Flugzeug komplett blockiert. Na bravo. Nach der Landung habe ich dann aber per SMS die wichtigsten Gewinner erfahren. (Thank you honey).

Als ich nach einem 11-Stunden-Flug, ausgiebiger Massage und kleinem Abendmahl auf mein Zimmer kam (ungefähr 21.00 Uhr Ortszeit Hong Kong), war ich todmüde und wollte eigentlich nur noch kurz gucken, was mir für Fernsehprogramme angeboten werden. Schnell bin ich auf den Sender FOX MOVIES PREMIUM gestossen. Dort gab Ellen gerade ihre Eröffnungsrede. Sie war mittendrin und dann wurde zu meiner großen Begeisterung die komplette Oscar-Verleihung in der Wiederholung ausgestrahlt. Idealerweise auch noch ohne Werbung (über die gesamte Veranstaltung waren es nur ein paar wenige Einspieler, die auf andere Sendungen hinwiesen). Tja, dann war natürlich an Schlaf nicht mehr zu denken. Normalerweise gucke ich die Oscars immer live. Sie in der Wiederholung zu sehen, ist völlig spannungsfrei. Insbesondere weil ich zu dem Zeitpunkt alle Gewinner bereits wusste.

AMPAS HAT DIESES JAHR ALLES RICHTIG GEMACHT. Meiner Wette konnte man entnehmen, dass ich nicht mehr damit gerechnet habe, dass die Academy 12 Years a Slave als Besten Film auszeichnet. Auch wenn sich AMPAS auch nur gegen einen Sci-Fi-Film (Gravity) entschieden hat, einzig eine politische Entscheidung getroffen hat und letztlich nur Angst davor hatte, sich in der Welt zu blamieren, alleine das Ergebnis zählt.

Nach einer langen, zermürbenden Oscar-Saison kann man sich nur bei der Academy bedanken, dass sie dieses Jahre nicht für negative Überraschungen gesorgt haben. Danke dass sie Ellen DeGeneres als Gastgeberin gewählt haben. Sie sind damit zwar auf Nummer sicher gegangen, aber, wenn man sich die Oscar-Verleihungen der letzten Jahre anschaut, war sie definitiv die richtige Wahl.

„Gravity“ hat 7 Oscars gewonnen, „12 Years a Slave“ dafür den wichtigsten Filmpreis Bester Film. (meine Oscar-Müdigkeit ist verschwunden). „12 Years“ hat zusätzlich Beste Nebendarstellerin und Bestes adaptiertes Drehbuch gewonnen. „American Hustle“ war für 10 Oscars nominiert und hat keinen einzigen gewonnen. Im Jahr 1985 ging der Film „The Color Purple“ mit 11 Oscar-Nominierungen ins Rennen und hat auch nicht einen einzigen Oscar gewonnen. Gut, „American Hustle“ mochte ich sehr (er ist sogar in meiner Top Ten gelandet), aber für mich war es auch nie ein Oscar-Film.

Meine Oscar-Wette habe ich zum ersten Mal verloren. Dieses Jahr hatten wir bis auf zwei Kategorien (Bester Film und Bester Schnitt) alle Kategorien gleich. Mein Freund hat jedoch als Bester Film auf „12 Years a Slave“ gesetzt und bei Bester Schnitt auf „Gravity“. Damit kann ich in diesem Fall gut leben, mir war wichtig, dass mein Lieblingsfilm des Jahres 2013 als Bester Film bei den Academy Awards ausgezeichnet wird. 19 (von 24) Kategorien habe ich dennoch richtig geraten.

Die Verleihung fand ich unspektakulär, aber nett. Bei U2 musste ich aus nachvollziehbaren Gründen den Fernseher auf lautlos stellen. Warum es für die Band Stehende Ovationen gab, habe ich nicht verstanden. Ab dem Moment habe ich mir aber einige Gedanken notiert: Meine Güte sieht Liza Minelli schlimm aus. Warum können diese Frauen nicht in Würde altern? Lupita ist einfach Glamour pur, sie sieht so unfassbar hübsch und elegant aus. Sympathisch, wie Bill Murray an den jüngst verstorbenen Harold Ramis gedacht hat. Als Gabourey Sidibe auf die Bühne kam, war ich definitiv zu geschockt, um weiterzuschalten. Ganz sicher hat dieser Anblick aber meinen Augen nicht gutgetan. Das Bild bekomme ich doch nie wieder aus meinem Kopf. Vielleicht war ich zu müde. aber ich habe nicht verstanden, warum PINK „Somewhere over the Rainbow“ sang. Vielleicht brauchten sie Füllzeit, weil ja ein Musikbeitrag (durch die Zurücknahme einer Nominierung) fehlte.
In Memoriam ist immer so traurig James Gandolfini, Peter O´Toole, Roger Ebert, ach und Juanita Moore (aus einem meiner absoluten Lieblingsfilme „Imitation of Life“) ist auch gestorben? Und Philip Seymour Hoffman – darüber bin ich immer noch weg…Goldie Hawn sieht mittlerweile aus, als würde sie sich für eine Freak show bewerben. Waren Liza Minelli und Goldie Hawn bei dem selben Schönheitsdoktor? Was hat John Travolta da eigentlich auf dem Kopf? Hat Jamie Foxx einfach zu viel Kaffee getrunken oder waren da andere Substanzen im Spiel? Richtig gefreut habe ich über die beiden Drehbuch-Oscars für John Ridley und Spike Jonze. Angelina Jolie ist auch purer Glamour, nur sah sie, vorsichtig formuliert, etwas unvorteilhaft aus (zumindest auf meinem Hotel-Flatscreen). Als sie so langsam auf die Bühne kam, dachte ich sie hätte sich als alte, übergewichtige Hollywood-Dame verkleidet. Lag es an den Einstellungen des Hotel-TVs oder an meiner Müdigkeit? Irgendwie stimmten die Proportionen nicht. Später habe ich mir aber noch Bilder von den ganzen Kleidern angeschaut. Angelina Jolies Kleid war grauenhaft. Meine Königin Cate Blanchett hat eine tolle Rede gehalten. Die mit Abstand schlechteste Rede hat Matthew McConaughey gehalten. Als er sprach, habe ich sofort daran gedacht, dass es ein Fehler war, ihn auszuzeichnen.

NICHT LIVE GUCKEN IST MIST!!!

Alle Oscar-Gewinner 2013:

Best Picture: 12 Years a Slave
Best Director: Alfonso Cuarón (Gravity)
Best Actor: Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club)
Best Actress: Cate Blanchett (Blue Jasmine)
Best Supporting Actor: Jared Leto (Dallas Buyers Club)
Best Supporting Actress: Lupita Nyong´o (12 Years a Slave)
Best Original Screenplay: Her
Best Adapted Screenplay: 12 Years a Slave
Best Cinematography: Gravity
Best Animated Feature: Frozen
Best Foreign Language Film: The Great Beauty
Best Costume Design: The Great Gatsby
Best Production Design: The Great Gatsby
Best Makeup and Hairstyling: Dallas Buyers Club
Best Film Editing: Gravity
Best Sound Editing: Gravity
Best Sound Mixing: Gravity
Best Visual Effects: Gravity
Best Documentary Feature: 20 Feet from Stardom
Best Animated Short: Mr. Hublot
Best Live Action Short: Helium
Best Documentary Short Subject: The Lady in Number 6, Music Saved My Life
Best Original Song: Let It Go
Best Original Score: Gravity

Die Mode – The Best:

Christine Teigen in Monique Lhuillier
Kristen Anderson Lopez (die zusammen mit ihrem ebenfalls sympathischen Komponisten-Ehemann den Preis für den besten Song Let it Go einheimste. Sie hat gezeigt, dass dickere Frauen auch gut im Abendkleid aussehen können. (Gut, die Schleife wäre nicht nötig gewesen, aber sonst großartig).
John Ridley (Autor für 12 Years a Slave)
Cate Blanchett in Armani Privé
Charlize Theron in Dior
Lupita Nyong´o in Prada
Jennifer Lawrence in Calvin Klein
Will Smith in Berluti
Sandra Bullock in Alexander McQueen
Bette Midler in dem weiß/roten Reem Acra Kleid, das sie auf dem roten Teppich trug

Die Mode – The Worst

Anne Hathaway – wie immer scheußlich, diesmal in Gucci
Naomi Watts in Calvin Klein
Zac Efron in einem Hochwasser-Outfit von Calvin Klein
Jennifer Garner in Oscar de la Renta
Angelina Jolie in Elie Saab (Ich habe mir die Bilder auf dem roten Teppich noch mal angeschaut, es lag nicht an dem Fernseher)
Julia Roberts in Givenchy
Anna Kendrick in J. Mendel

am allerschlimmsten und das mit riesigem Abstand war: Gabourey Sidibe (in … was auch immer – das ist bei 300 kg auch egal) Und ernsthaft, ich bin sicher, dass ich dieses Bild nie wieder aus meinem Kopf bekomme.

Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wurde noch der Anti-Oscar, der Razzie Award verliehen. Die Goldene Himbeere haben gewonnen:

„Movie 43“ wurde zum schlechtesten Film gewählt. Ausgezeichnet wurden auch die 13 Leute, die bei diesem Film Regie geführt haben. Auch das schlechteste Drehbuch ging an „Movie 43“. Zum schlechtesten Prequel, Remake, Rip-off or Sequel (keine Ahnung was dieser Film ist) wurde „The Lone Ranger“ gewählt. Als schlechtester Schauspieler wurde Jaden Smith ausgezeichnet, schlechteste Schauspielerin Tyler Perry (als Frau verkleidet), schlechtester Nebendarsteller ist Will Smith und schlechteste Nebendarstellerin Kim Kardashian. Schlechtestes Paar auf der Leinwand wurden Jaden Smith und Will Smith in After Earth. Auch wenn ich auch diese Filme alle nicht gesehen habe, war das sicherlich wohlverdient. Ich muss zugeben, dass ich mittlerweile neugierig auf „Movie 43“ geworden bin – sooo schlecht kann der doch nicht sein…

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