Boston – Film: "The Lego Movie – 3D"


Ich war am 08.02.14 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Lego Movie – 3D“ (dt. Kinostart: 10.04.14) 101 min animation
dir. Phil Lord, Chris Miller voices: Chris Pratt, Will Ferrell, Elizabeth Banks, Nick Offerman, Liam Neeson, Morgan Freeman, Channing Tatum, Jonah Hill, Will Forte

Emmet Brickowski (Chris Pratt) ist ein Durchschnittstyp. Er lebt in Bricksburg und arbeitet als Bauarbeiter. Sehr unauffällig und angepasst ist er und beachtet alle Regeln. Er hat keine Freunde und setzt jetzt alles daran, beliebter zu werden. Als er nach Feierabend feststellt, dass er auf der Baustelle sein Regelwerk vergessen hat, kehrt er zurück. Dort trifft auf Wyldstyle (Elizabeth Banks) und gerät schon kurz darauf in ein großes Abenteuer.

B (Wertung von A bis F) „The Lego Movie“ basiert auf den Figuren der LEGO Themenserien.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal von diesem LEGO-Film erfuhr. Gerade war ich dabei, das Kino zu verlassen, gut gelaunt und voller Elan lief ich die Rolltreppe runter als ich einen riesigen The Lego Movie-Aufsteller erblickte. Die bloße Existenz eines LEGO-Films empfand ich als so absurd und unfassbar (warum weiß ich nicht, wird mir als regelmässiger Kinogänger doch oft weit Schlimmeres zugemutet), dass mich das aus dem seelischen und körperlichen Gleichgewicht gebracht und ich beinahe die gesamte Rolltreppe runtersegelte.

Selbstverständlich wollte ich mir diesen LEGO-Film nicht und nie angucken. Als ich aber dann letztens meinen Kinotag plante, bin ich aus Mangel an Alternativen dann doch bei „The Lego Movie“ hängen geblieben. Bei den amerikanischen Kritikern hat er auch noch eine beinahe einstimmige Zustimmung erhalten (bei dem Bewertungsportal RT ist er mit 96% gelistet) und so war „The Lego Movie“ plötzlich nicht nur der Film, den ich auf einmal unbedingt sehen „muss“, sondern von dem ich auf seltsame Weise auch noch eine recht große Erwartung hatte. So kann es gehen.

„The Lego Movie“ ist ein schneller, actiongeladener, manchmal für die Augen etwas anstrengender (es kann mitunter an dem 3D gelegen haben, dass ich aber überwiegend recht lohnenswert fand), aber kreativer und witziger Animationsfilm. Mir war der Film etwas zu actionreich – wer das mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Die ruhigen Momente haben mich mehr angesprochen. Besonders originell fand ich die gezeichneten Instruktionen und Pläne. Die Wellen und das Meer sind auch großartig animiert. Überhaupt ist dieser Animationsfilm technisch genial.

Es ist schon etwas Besonderes, in die einzelne LEGO-Welten einzutauchen (es gibt eine Western-, eine Art Mittelerde-, Weltraum-, Piraten- und diese quietschbunte Mädchenwelt). Viele aus der Popkultur bekannten Figuren tauchen auf, nicht alle fand ich so doll, dafür gab es jedoch ein paar, die ich recht schnell ins Herz geschlossen: President Business (gesprochen von Will Ferrell), Bad Cop/Good Cop (von Liam Neeson gesprochen) und selbstverständlich liebe ich auch hier Batman (Will Arnett verleiht ihm seine Stimme). Regie in diesem auf dem Papier absurd klingenden LEGO-Film führen Phil Lord und Christopher Miller, die bereits den charmanten Cloudy With a Chance of Meatballs auf die große Leinwand brachten.

Vom Humor her dürfte „The Lego Movie“ eher ein Film für Erwachsene sein. In meiner sehr gut besuchten Vorstellung waren es auch beinahe ausschließlich die erwachsenen Kinder, die sich hier lauthals amüsierten.

Das Ende wird hier selbstverständlich nicht gespoilert. Ich bin in den Film reingegangen und wusste nichts von einer Wendung und diese Chance sollte auch jedem anderen Zuschauer gegeben werden. In jedem Fall hat das Ende den Film für mich noch mal aufgewertet. Ich fand zwar, dass „The Lego Movie“ Längen hat, aber das Ende ist für mich ein Grund, mir den Film ein zweites Mal anschauen zu wollen. Auch wenn ich dann Gefahr laufe, diesen nervigen Ohrwurm „Everything is Awesome“ wieder für eine Weile nicht mehr aus meinem Kopf zu bekommen.

Auch wenn sich „The Lego Movie“ dankenswerterweise nicht als reine Verkaufsveranstaltung für die kleinen bunten Steine herausgestellt hat (ich kann mich nicht erinnern, dass nur ein einziges Mal LEGO überhaupt erwähnt wird), kann man aber davon ausgehen, dass dieser Film den Verkauf von LEGOS erheblich ankurbeln wird. Wäre ich ein Kind (im LEGO-Spiel-Alter) hätte ich definitiv meine Eltern nach dem Kinobesuch ins nächste Spielzeugwarengeschäft geschleppt und erst aufgehört zu nölen, wenn ich so viele LEGO-Spiel-Sets bekommen hätte, wie ich alleine aus dem Laden tragen kann.

Für mich ist „The Lego Movie“ der erste sehenswerte Film des Jahres 2014. Bei den hervorragenden Kritiken und dem fantastischen Einspielergebnis kann man schon davon ausgehen, dass dieser Animationsfilm am Ende des Jahres bei den wichtigen Filmpreisverleihungen wieder auftauchen wird.

Eine Fortsetzung von „The Lego Movie“ ist bereits in Arbeit.

Der amerikanische Trailer:

Emmet am frühen Morgen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Boxtrolls“ (nicht in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Neuer Stop-Motion-Film von den „Coraline“-Machern. Ich liebe diesen Trailer und den Film kann ich auch nur lieben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Planes: Fire & Rescue“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Disney-Fortsetzung von Planes, den ich nicht gesehen habe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Amazing Spider-Man 2“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Der Trailer ist schon wesentlich besser. Ich habe den ersten Film dieser Neuverfilmung nicht gesehen. Interessiert mich auch eigentlich nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Mr. Peabody & Sherman“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: 3D-Animationsfilm, ich hasse Zeitmaschinenfilme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „Island of Lemure: Madagascar“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: IMAX-Tierdoku über Lemuren, bei der wieder mal Morgan Freeman als Erzähler fungiert. Tolle Bilder.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

3 Gedanken zu “Boston – Film: "The Lego Movie – 3D"

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.