Chicago – Film: "Frozen – 3D"


Ich war am 28.11.13 und am 29.11.13 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Frozen – 3D“ (dt. Titel: „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“, dt. Kinostart: 28.11.13) 108 min animation, adaptation, musical
dir. Chris Buck, Jennifer Lee voices: Kristen Bell, Idina Menzel, Jonathan Groff, Santino Fontana, Josh Gad, Ciarán Hinds

Prinzessin Anna (Kristen Bell) und ihre ältere Schwester, Prinzessin Elsa (Idina Menzel), wachsen glücklich in dem Königreich Arendelle auf. Elsa verfügt über unkontrollierbare magische Kräfte, sie kann mit ihren Händen alles erfrieren lassen. Als es in ihrer Kindheit zu einem Unfall kommt bei dem Anna verletzt wird, trennen die Eltern sicherheitshalber die beiden Schwestern. Nach dem Tod der Eltern wird Elsa nun zur Königin gekrönt. Am Tag der Krönung, einem schönen Sommertag, lernt Anna Prinz Hans (Santino Fontana) kennen, verliebt sich in ihn und will ihn sofort heiraten. Sie informiert ihre Schwester von ihrem Vorhaben. Es kommt zum Streit, Elsa hat ihre Gefühle nicht unter Kontrolle und lässt aus Versehen ihr gesamtes Königreich im ewigen Eis versinken. Sie flieht daraufhin und Anna begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester…

A- (Wertung von A bis F) Der Disney-Film „Frozen“ wurde von Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ inspiriert.

Ich habe eine Musical-Sperre und das Gesinge in Animationsfilmen finde ich bei den neueren Filmen eigentlich meistens überflüssig und anstrengend. Bei Frozen hört sich aber alles professionell an, so als ob man sich ein Musical am Broadway anguckt bzw. anhört. Was nicht weiter verwundert, weil bei diesem Disney-Märchen-Musical sowohl beim Komponieren der Lieder als auch bei dem Gesang tatsächlich auch viele Broadway-Talente mitgewirkt haben. Die Lieder (acht Originalsongs) passen hier auch alle zum Film bzw. führen die Geschichte weiter. Die Musik ist bedeutend besser als noch in Disneys Rapunzel-Film „Tangled“. Erzählt wird eine Geschichte über zwei Schwestern. Weitgehend kitschfrei und dann ist da noch Sven, das Rentier. Der war natürlich gleich mein Liebling bis Olaf auftaucht und mir vor Glück die Tränen gelaufen sind.

Den launige Schneemann Olaf finde ich einfach mega. Grandios gesprochen von Josh Gad. Kürzlich war ich von Josh Gad in „Thanks for Sharing“ noch so angewidert und eigentlich ist es unvorstellbar, dass ausgerechnet er so einen putzigen Schneemann eine so passende Stimme und Sprache verleihen kann. Als ich erstmals hörte, dass Hape Kerkeling ihn im Deutschen synchronisiert, konnte ich mir keinen Besseren für Olaf vorstellen. Da kann ja eigentlich nichts schiefgehen. Über YouTube habe ich mir aber ein paar Ausschnitte in deutscher Sprache angeschaut und bin mit Hapes Stimme und Sprache nicht glücklich. Dankenswerterweise musste ihn aber nicht in der deutschen Fassung sehen und so bin ich glückstrunken aus einem Kino in Chicago gekommen. Das Gefühl hielt noch am nächsten Tag an, so dass am Black Friday (alleine das sagt, dass ich nicht alle beisammen habe) zum Disney Store gepilgert bin, um mir einen kleinen Plüsch-Olaf zu kaufen. Manchmal muss/ will man einfach mal Kind sein. Nachmittags habe ich mir „Frozen“ dann ein zweites Mal angeschaut.

Bei meinem zweiten Kinobesuch habe ich „Frozen“ in der 2D-Fassung gesehen. Die Animation ist natürlich auch in 2D großartig, sie wirkt nur wesentlich besser in der 3D. Beide Male war das Kino sehr gut besucht mit vielen Kindern und zum Schluss gab es einen großen Applaus vom Publikum.

Mir war schon mit den ersten Bildern der 3D-Version klar, dass „Frozen“ der Film ist, der den Oscar verdient hat. Der größte Konkurrent für „Frozen“ ist derzeit der japanische Film „The Wind Rises“. Hayao Miyazaki hat verkündet, dass dies sein letzter Film war und vielleicht wird der Film daher von den amerikanischen Kritiker mit Preisen ausgezeichnet. Die Academy hat in den letzten Jahren am liebsten Pixar-Filme oscargekrönt (meist sogar zu Recht) und damit kommt für Disney das zweite Jahr in Folge (letztes Jahr hätte Wreck-It Ralph den Oscar gewinnen müssen) aber auch die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Der diesjährige Pixar-Film war der sehr erfolgreiche Monsters University.

Bei „Frozen“ gibt es zwei Regisseure. Chris Buck wurde ursprünglich allein als Regisseur verpflichtet, Jennifer Lee als Drehbuchautorin. Im letzten Jahr wurde sie aber zusätzlich noch als Co-Regisseurin ernannt. Damit ist sie die erste Frau, die bei einem reinen Disney-Animationsfilm in Spielfilmlänge mit Regie führen durfte.

B+ (Wertung von A bis F) „Get a Horse!“ wurde als Vorfilm gezeigt, Der Film beginnt als kleiner schwarz/weißer Vintage-Mickey Mouse-Film…mehr will ich nicht verraten. Er wirkt jedenfalls extrem gut in 3D. Lauren MacMullan ist die Regisseurin dieses Kurzfilms und die erste Frau, die bei einem Disney-Animationsfilm allein Regie führen durfte.

„Frozen“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Bester animierter Spielfilm, Bester Song (am wahrscheinlichsten: „Let It Go“, evtl. aber auch: „For the First Time in Forever“)

„Get a Horse!“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester animierter Kurzfilm

Der extra produzierte Teaser/Trailer, der in den U.S.A. im Kino gezeigt wurde oder anders: so haben mich Olaf und Sven ins Kino gelockt:

Olaf zu sehen, ich liebe diese Szene:

vorgeschaltete Trailer:
(da ich „Frozen“ 2x gesehen habe, habe ich, bis auf den Trailer zu dem Bieber-Film, alle Trailer ein zweites Mal gesehen. Beim zweiten Mal wurden die Trailer aber in einer anderen Reihenfolge gezeigt und ausschließlich in 2D)

Trailer v. Film: „Muppets Most Wanted“ (nicht in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Neuer Muppets-Film mit dem großartigen Ricky Gervais
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Boxtrolls“ (nicht in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Neuer Stop-Motion-Film von den „Coraline“-Machern. Ich liebe den Film jetzt schon.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Justin Biber´s Believe“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar, weil ich fassungslos war
Kommentar: Wie lange muss ich eigentlich noch dieses Gör ertragen, man bekommt den ja überall zu sehen. Kann der nicht die Gaga an die Hand nehmen und eine jahrelange Auszeit nehmen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Nut Job“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: kanadischer Animationsfilm. Wird u.a. von Katherine Heil und Liam Neeson gesprochen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Lego Movie“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Animationsfilm mit den Lego-Figuren. Als ich das Plakat letztens das erste Mal sah, dachte ich, dass die doch bekloppt sind. Der Trailer geht aber. Könnte funktionieren, Wreck-It-Ralph war ja auch toll, aber das war ein Disney-Film. Gesprochen von Morgan Freeman, Elizabeth Banks und schon wieder Liam Neeson.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „Walking with Dinosaurus“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dinosaurier-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Maleficent“
Bewertung des Theaters: B+
Kommentar: Düsterer Fantasy-Film, der die Dornröschen-Story erzählt, mit Angelina Jolie als böse Fee Malefiz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

20 Gedanken zu “Chicago – Film: "Frozen – 3D"

  1. Ja, Du kannst mich noch überraschen :-))
    Von der Animation ist er ja fast identisch mit Rapunzel und es wird so viel gesungen…aber wahrscheinlich werde ich ihn auch ansehen, denn manchmal stehe ich ja auf Kindisches :))
    Und das ist also Olaf… ;D
    Die Muppets reizen mich gar nicht mehr, auch wenn ich die Figuren liebe, die Filme konnten mich nie begeistern und Ricky Gervais finde ich manchmal gut und manchmal schrecklich.
    „Maleficent“ scheint ja die 1:1 Verfilmung ihres Zeichentrickfilms zu sein, mal sehen wie das mit dem Drachen aussieht. Ich sammelte damals die Klebebilder :))

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  2. Aw, hab ihn gestern mit meiner Schwester geguckt. Viele Familien im Publikum, auch bei uns am Ende Applaus(wobei mir „Tangled“ etwas besser gefallen). Hast du eine Lieblings-Musiknummer? Ich fand die Szene cool, in der Elsa ihr Eis-Schloss baut xD. Hach ja, sie erinnert mich irgendwie an meine erste Freundin… (hat ihre Handschuhe auch nur ungern ausgezogen) *sigh*.

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  3. Womit habe ich Dich überrascht? Weil ich den Olaf aus dem Disney Store „gerettet“ habe? :))

    Ja, der ist Rapunzel sehr ähnlich in der Animation, aber „Tangled“ hatte scheusslichen Gesang und keinen Sven und erst recht keinen Olaf. 🙂

    Na ich mag ja Ricky Gervais sehr gerne, aber ich erinnere mich, dass Du den letzten Muppets Film auch nicht gesehen hattest.

    Ich habe mich noch gar nicht mit „Maleficent“ beschäftigt, weiss gar nicht ob das ne 1:1 Verfilmung ist. Aber Angelina den muss man schon gucken, es sei denn er hat grottenschlechte Kritiken.

    Aha. Du hast also Klebebilder gesammelt. :)) Ich war ja eher die, die ganz viele Barbie Puppen hatte und die immer an- und umgezogen hat. 🙂

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  4. Ja bei mir waren auch viele Kinder im Publikum, die waren aber alle ganz ruhig – dankenswerterweise. 🙂

    Aus der Erinnerung mochte ich „Tangled“ gar nicht so, habe aber noch mal nachgeschaut, habe ihn mit „B“ bewertet. Ich fand nur den Gesang bei „Tangled“ unerträglich und komischerweise ist der mir immer noch in Erinnerung, daher dachte ich vielleicht, dass ich ihn schlechter bewertet habe.

    Eine Lieblingslied habe ich hier nicht, ich finde es ist aber alles hörbar. Ja, Du meinst den Song „Let It Go“ . Das ist der Song, der am einprägsamsten ist und eigentlich schon den Oscar im Sack hat. 🙂

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  5. Ja, von der Gesangsqualität her ist ‚Frozen‘ besser. Die Songs aus ‚Tangled‘ sind mir halt stärker in Erinnerung geblieben, vor allem „Mother knows it best“ (oder so ähnlich), der Dream-Song im Räuber-Pub und „I See The Light“.
    Hihi, zwei Freundinnen von mir fragen sich, wer „Let It Go“ bei den Oscars performen wird, Idina Menzel oder Demi Lovato? Ich finde, Idina sollte, weil sie die Version gesungen hat, die man im Film hört, aber Demi wäre natürlich besser für die Einschaltquoten. Hmm, ich mag beide 🙂 (… und hoffe insgeheim, dass am Ende der Kennedy-Song aus „Inside Llewyn Davis“ gewinnt xD)

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  6. Na mir sind die Songs aus „Tangled“ dankenswerterweise gar nicht mehr in Erinnerung. :))

    Nach den derzeitigen Regeln kann „Please Mr. Kennedy“ bei den Oscars gar nicht erst nominiert werden, weil es kein „Original Song“ ist. Sonst wäre er aber mit Sicherheit die grösste Konkurrenz für „Frozen“.

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  7. Hm, bin grad echt traurig. Die engstirnigen Oscar-Statuten machen immer wieder so viel kaputt (Der Song wird bei anderen Awards trotz der umkomponierten Vorlage als „original song“ gelistet *grummel*).
    Erinnerst du dich zufällig, welcher Song bei den letzten oder vorletzten Oscars disqualifiziert wurde, weil er nur eine Minute während des Films zu hören war („not substantial enough“)? Die Sängerin tat mir so leid :/

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  8. Hast Recht… Im Grunde ist die Kategorie doof (vor allem auch, weil häufig Songs gelistet sind, die nur im Abspann laufen xD).

    Hm, also wenn „Let It Go“ gewinnt, wird sich ein Teil von mir gewiss freuen. Ein wenig Traurigkeit dürfte aber bleiben, weil ich die Sichtweise des folgenden Artikels (weitgehend) teile:

    http://www.slate.com/blogs/browbeat/2013/12/12/why_please_mr_kennedy_from_inside_llewyn_davis_should_win_best_original.html

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  9. Lucky you. Ich wünschte, ich hätte das mitbekommen, bevor ich den Film diese Woche gesehen hab. Emotional rächt sich’s grad, dass ich Oscar-News nur in den Hauptkategorien verfolge *heul*. Aw, ich brauch nen *hug* !!! 🙂

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  10. War aus meiner Sicht kein „A“-Kandidat, hat mir aber echt gut gefallen (in der aktuellen Awardsaison bisher am besten zusammen mit „Blue Jasmine“). Meine großen Hoffnungsträger kommen aber alle erst noch (vor allem „12 Years A Slave“, „The Wolf of Wall Street“ und „Le Passé“).

    P.S. Also gegen „cold hugs“ hätte ich als Teilzeit-Vampir nichts einzuwenden xD

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  11. Ja, so unterschiedlich wirken Filme manchmal. Bei „Inside Llewyn Davis“ ist bei mir nur Oscar Isaac und diese skurrile Autofahrt zwischendurch hängen geblieben. Aber derzeit bin ich sicher, dass „Dein“ Film für den Oscar nominiert wird, dafür lieben die Academy Mitglieder die Coens zu sehr.

    Ja bei „Blue Jasmine“ sind wir uns einig. Den Film habe ich im August gesehen und er, vor allen Dingen, diese großartige Filmfigur Jasmine ist noch immer ganz präsent. Habe ich noch genau vor Augen. Wenn Cate keinen Oscar gewinnt, schreie ich. 🙂

    Wenn Du mit zu großen Erwartungen in „12 Years a Slave“ reingehst, dann wirst Du vielleicht enttäuscht. :no: Kann ich mir eigentlich trotzdem nicht vorstellen, aber eine zu große Erwartungshaltung ist nie gut. 🙂

    P.S. Gestern bin ich noch bei -21 Grad durch den Schnee gestampft, da hätte ich Dir cold hugs zukommen lassen können. :))

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  12. Hihi, [ „Dein“ Film ] klingt irgendwie, als ob ich ein obskures Werk ausgegraben hätte, das sonst niemand auf dem Radar hat xD. Hm, mir tut’s etwas leid, dass „Blue Jasmine“ nur für Cate und das Drehbuch im Rennen zu sein scheint. Letztlich fand ich den Film inhaltlich noch einen Tick interessanter als ILD, weil er auch als Kommentar zum Umgang mit der Finanzkrise verstanden werden kann.

    Nein, keine Sorge, zu hoch schraube ich meine Erwartungen bei „12 Years A Slave“ und Co. nicht, aber ich hoffe bei den (deutschen) Releases im Januar und Februar schon auf ein paar Highlights, nachdem mich „Gravity“ und „Captain Phillips“ wider Erwarten mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen haben (nix gegen Tom Hanks, er war natürlich super xD).

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