Boston – Film: "The Hunger Games: Catching Fire – IMAX"


Ich war am 23.11.13 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Hunger Games: Catching Fire – IMAX“ (dt. Titel: „Die Tribute von Panem – Catching Fire“, Kinostart war der 21.11.13) 146 min science fiction, fantasy, drama, adaptation, sequel
dir. Francis Lawrence cast: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Lenny Kravitz, Philip Seymour Hoffman, Jeffrey Wright , Stanley Tucci, Donald Sutherland, Toby Jones

THE HUNGER GAMES ist eine makabre Reality TV Show, die jährlich stattfindet. Dabei wird jeweils ein Junge und ein Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren aus einem der 12 Distrikte von Panem ausgewählt. In den Spielen müssen sie gegeneinander kämpfen. Die, die zum Ende der Spiele noch am Leben sind, sind die Gewinner. Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) und Peeta Mellark (Josh Hutcherson) sind beide aus dem 12. Distrikt und die Sieger der der 74. Hungerspiele. Gerade sind die Beiden auf PR-Tour und lassen sich in den einzelnen Bezirken feiern. Durch ihre Aktion bei den 74. Hungerspielen haben sie in manchen Distrikten eine kleine Rebellion ausgelöst. Das passt Panems Präsident Snow (Donald Sutherland) gar nicht und so verkündet er, dass es zu dem 75. Jahrestag der Spiele neue Regeln geben wird. Bei den neuen Spielen sollen ehemalige Gewinner gegeneinander kämpfen. Katniss muss auf jeden Fall wieder für den Distrikt 12 antreten…

B (Wertung von A bis F) „The Hunger Games: Catching Fire“ ist der zweite Teil der „The Hunger Games“-Trilogie. Der dritte Teil der Filmreihe („The Hunger Games: Mockingjay“) wird allerdings in zwei Teilen ins Kino gebracht. Die Filme basieren auf den gleichnamigen Büchern von Suzanne Collins. Die Romane muss man sicherlich nicht unbedingt gelesen haben, für die Fortsetzung empfiehlt es sich aber sehr, den ersten Kinofilm der Reihe gesehen zu haben.

Man sollte nicht vergessen, dass die Roman- bzw. Filmreihe an Kinder bzw. Jugendliche adressiert ist. Ich habe die Bücher nicht gelesen, finde aber, dass es eine sehenswerte und coole Filmreihe für Jugendliche ist. Mit Katniss Everdeen haben sie eine mutige und coole Heldin, eine Identifikationsfigur, die selbst gar kein Vorbild sein will, sondern nur ihre Lieben beschützen möchte. Sie wird durch ihr Verhalten in den 74. Hungerspielen langsam zum Symbol einer Revolution, auch das gegen ihren Willen. Die Welt in der Katniss lebt ist diktatorisch und langsam beginnt ein Aufstand der hungernden und armen Bevölkerung. Das ist alles sehr düster beschrieben und inszeniert. Ich kann definitiv die Faszination für die Filme nachvollziehen, wesentlich mehr als bei diesen „Harry Potter“-Filmen oder diesem Verblödungsphänomen „Twilight“.

Der zweite Teil der The Hunger Games-Trilogie hat mir auch noch besser gefallen als der erste. Der neue Regisseur Francis Lawrence („I Am Legend“) ist eine Bereicherung für die Filmreihe. Kritisieren muss ich aber, wie bereits bei dem ersten Teil, dass es mir zu lange dauert, bis die Hungerspiele anfangen. Nach wie vor finde ich, dass dies der beste und spannendste Part des Film ist und außerdem heißt der Film auch „The Hunger Games“, also müssten die Spiele auch den größten Part des Films einnehmen. Mir hat auch wieder nicht gefallen, dass man zu wenig über die anderen Teilnehmer weiß, Das schlechteste allerdings ist, ohne Zweifel, wie bereits im ersten Teil: Josh Hutcherson. Es leuchtet mir gar nicht ein, wie man den Fehler begehen konnte, ihn als Peeta zu besetzen. Was für eine Fehlbesetzung. Zugegeben, die Figur Peeta ist in der Filmreihe auch nicht gut ausgearbeitet, vielleicht ist das auch ein Problem. Beispielsweise wird hier mehrfach betont, dass Peeta so ein guter Mensch ist, Katniss ihn gar nicht verdient hätte, sich für ihn opfern will etc. und ich verstehe überhaupt nicht warum. Was mir hingegen gefallen hat und ich als Kritik an das bekannte System in Hollywood aufgefasst habe, ist, dass Katniss und Peeta für die Öffentlichkeit vorgeben ein Paar zu sein, obwohl sie es nicht sind. Mit einem guten Schauspieler, der auch Charisma hat und glaubwürdig die Figur des Peeta darstellen kann, wäre das Ganze noch überzeugender.

Schauspielerisch bin ich einmal mehr von Jennifer Lawrence angetan. Ich kann mir schlichtweg keine andere Schauspielerin als Katniss Everdeen vorstellen. „The Hunger Games“ lebt aber auch von seinem gesamten Ensemble. Mit Ausnahme von Peeta ist jeder einzelne Figur für mich perfekt besetzt. Meine Lieblingsfiguren sind Caesar (gespielt von dem wunderbaren Stanley Tucci, hier noch besser als im 1. Teil) und Effie (gespielt von Elizabeth Banks) und Haymitch (gespielt von Woody Harrelson). Im zweiten Teil werten die Charakterschauspieler Jeffrey Wright und Philip Seymour Hoffman die Filmreihe auf.

Herausheben möchte ich noch die großartige Ausstattung, die einfallsreichen Kostüme, das Make-Up und die Frisuren.

Ich war schon lange nicht in einer, bis auf den letzten Platz ausverkauften Vorstellung. „The Hunger Games: Catching Fire“ lief in meinem Kino beinahe zu jeder halben Stunde. Ich wollte den Film aber unbedingt in IMAX sehen. Mit dem Wunsch stand ich mittags um 12.30 am Sonnabend des Eröffnungswochenendes offenbar nicht alleine. Zum Ende des Films gab es Applaus. Als ich aus dem Kino rauskam und an der Kasse auf die Tafel geschaut habe, war jede einzelne Vorstellung an dem Tag bereits ausverkauft.

Ich empfehle, den Film in IMAX zu sehen. Es ist beeindruckend, wie sich die Leinwand weitet wenn die Hungerspiele beginnen. Die gesamten Spiele sind in IMAX gedreht.

„The Hunger Games: Catching Fire“ hat mit Kinostart ein noch besseres Einspielergebnis einfahren können als der erste Teil. Trotz der hervorragenden Kritiken und des Kassenerfolgs wird er keineswegs die nächsten Oscars in wichtigen Kategorien noch beeinflussen können. Dennoch ist die Fortsetzung für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Schauspielerin (Jennifer Lawrence), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kostüme, Bester Tonschnitt, Beste visuelle Effekte.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Secret Life of Walter Mitty“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ben Stillers Fantasy-Film mit ihm in der Hauptrolle und Kristin Wiig und Sean Penn. Nur von diesem Trailer her wäre der Film ohne Ben Stiller in der Hauptrolle schon einer meiner neuen Lieblingsfilme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Noah“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Darren Aronofskys neuer Film, Bibel-Verfilmung mit Russell Crowe als Noah (Michael Fassender und Christian Bale hatten die Rolle dankend abgelehnt) Ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der Russell Crowe ein guter und anerkannter Schauspieler war und ein gutes Händchen bei der Rollenauswahl hatte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nicht, wenn ich es vermeiden kann

Trailer v. Film: „Vampire Academy“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Wieder so ein Kinder-Vampir-Krempel.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hobbit – The Desolation of the Smaug“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: In IMAX wirkt das natürlich, ich habe aber eigentlich immer noch kein Interesse an dem Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „RoboCop“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: A-
Kommentar: Remake des Films aus den 1980er Jahren. Mit Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Jackie Earle Haley
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „I, Frankenstein“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: B-
Kommentar: Fantasy-Mist mit Aaron Eckhart und Bill Nighy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Divergent“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Eine weitere Sci-Fi-Buchverfilmung für Teenager, auch mit einer weiblichen Hauptrolle. Mit Shailene Woodley, Miles Teller und (einer wie es ausschaut ziemlich schwangeren) Kate Winslet
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

15 Gedanken zu “Boston – Film: "The Hunger Games: Catching Fire – IMAX"

  1. So wirklich mag ich die Filme ja nicht und gehehrlich gesagt nur wegen der Lawrence rein ( und der Banks und natürlich Tucci :)) ).
    Ja IMAX, hätte ich vielleicht auch nehmen sollen und mit ohne Pause, das nervt mich immer.
    Ich hatte bei diesem Teil noch mehr das Gefühl, dass irgendwas fehlt. Leider kenne ich die Bücher nicht, aber mir ist zu wenig Hintergrund da. Vielleicht auch gewollt, weil Katniss und Peeta ja auch nichts mitbekommen, aber dennoch, es zog sich etwas und die Spiele an sich fand ich diesmal seltsam (gegen die Mandrills hätte sie keine Chance gehabt).
    Und das Ende hat mich auch nicht glücklich gemacht :))

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  2. Ging mir irgendwie schon oft so… (Aragorn in HdR, Snape, Lockhart und Luna in HP, Alice in Twilight… xD).
    Aw, ich denk grad etwas nostalgisch an die ersten Hunger Games im Sony Center zurück… („Jarrr… Katniss kann mir gern nen Appel vom Kopf schießen!“)

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  3. Ich mag die Reihe, aber finde auch, dass man sie im Vergleich sehen muss zum dem Schrott, mit dem Jugendliche sonst zugemüllt werden.

    Ich fand die IMAX-Version lohnenswert, aber was ich gar nicht fasse ist, dass die Kinobesitzer in D. immer noch eine Pause einbauen. Das müssten die sich mal in den U.S.A. erlauben. Ich glaube für so was würden die Leute auf die Straße gehen. Ich würde auch darauf wetten, dass sie die Kinoketten daraufhin verklagen würden. Zu Recht, Du bezahlst für etwas und Dir wird von den geldgierigen Kinobetreibern auch noch eine Pause aufgedonnert. Unverschämtheit. :no:

    Ich hätte vielleicht noch gerne gewusst, wie die Menschen tatsächlich in den Bezirken leben. Komischerweise hat man dieses Mal auch nicht gesehen, wie sie sich die Hungerspiele angeschaut haben. Das hätte noch reingemusst, weil Katniss ja definitiv zum Symbol der Revolution wird.

    Das Ende sollte es halt spannend machen für den nächsten Teil. Oder meinst Du weil P.S. Hoffman auf einmal bei denen war?

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  4. Nee das mit Hoffman war ja von seinem ersten Auftritt an klar 😉
    Nö, ich meine, dass auf einmal so Schluss war. Man kann ja auch Mehrteiler ohne Cliffhanger schreiben. Mag ich persönlich lieber.
    Gut es gibt schon gute Kinder- und Jugendliteratur nur ist die praktisch kaum verfilmbar oder zu wenig kommerziell. Die Hunger Games sind okay, haben aber wenig wirklich Neues.
    Ich mochte zum Beispiel „His Dark Materials“ und die Verfilmung des ersten Buches wirklich gut. Aber das ist eine andere Zielgruppe, mehr Fantasy mit mehr Fantasie ;D

    Ja das mit den Pausen ist eine Unverschämtheit, ebenso wie die 30 Minuten Werbung vorher. Mein Liebster hat die letzten 15 Minuten verschlafen, war einfach zu lang das alles :))

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  5. Ja, mit dem Schluss finde ich auch immer schwierig. Ich bin auch mehr für Filme, die eigenständig für sich stehen. Bei Serien ist das was anderes, da befürworte ich sogar Cliffhanger (weil ich dann gleich weiter gucken kann. :)) )

    Klar gibt es gute Jugendliteratur, aber wie Du schon sagst, sind die immer schwer oder kaum verfilmbar. Wie ich allgemein finde, dass gute Bücher schwer verfilmbar sind. Ganz selten ist man mit einem Film zufrieden oder mag man den Film, bei dem man das Buch sehr mochte. Leider.

    Ich lese aber diese Kinder und Jugend- Bücher nicht und
    kann nur die Filme beurteilen. Aber bevor Jugendliche mit diesem Mormonen-Kram „Twilight“ völlig verblöden, lobe ich mir doch lieber so eine Filmreihe wie „The Hunger Games“, auch wenn hier nicht alles rund ist. 🙂

    30 Minuten Werbung finde ich immer noch unfassbar. Deshalb gehe ich nicht mehr hier ins Kino, gut ich habe auch dankenswerterweise andere Optionen. Aber für einen Film nicht wenig Geld zu bezahlen und dann noch so krass viele Werbung vorgesetzt zu bekommen UND dann bei Filmen, die länger als 2 Stunden (das ist doch glaube ich die Grenze) eine Pause aufs Auge gedrückt zu bekommen, ist eine bodenlose Frechheit. Wenn Du mal vorhast dahingehend, eine kleine Revolution zu starten, ich bin dabei. 🙂

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