NYC – Film: "Thanks for Sharing"


Ich war am 26.09.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Thanks for Sharing“ 112 min drama, comedy
dir. Stuart Blumberg cast: Mark Ruffalo, Tim Robbins, Gwyneth Paltrow, Patrick Fugit, Joely Richardson, Alecia Moore

Adam (Mark Ruffalo) ist sexsüchtig hat seine Sucht aber seit fünf Jahren unter Kontrolle. Nicht zuletzt hat ihm der Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten geholfen. Mike (Tim Robbins) ist dabei immer sein erster Ansprechpartner. Auf einer Party lernt er Phoebe (Gwyneth Paltrow) kennen. Phoebe ist seit fünf Jahren krebsfrei und Adam würde sehr gerne mit ihr eine Beziehung eingehen. Wenn Phoebe bloss nicht erwähnt hätte, dass sie nie wieder mit einem Suchtkranken zusammenkommen würde…

B- (Wertung von A bis F) „Thanks for Sharing“ ist ein Film über Sexsüchtige. Der Film geht mit dem Thema Sexsucht aber ganz anders um als Steve McQueen mit seinem Film Shame oder Joseph Gordon-Levitt mit seinem Film Don Jon. „Thanks for Sharing“ ist das Spielfilmdebüt von Autor Stuart Blumberg (The Kids Are All Right).

Als Zuschauer begleiten wir drei verschiedene Männer, die ganz unterschiedlich mit ihrer Sucht umgehen. Es ist auch ein Film über Beziehungen und welchen Einfluss eine Sucht auf diese haben kann. Mark Ruffalos Charakter Adam ist seit einigen Jahren „clean“, geht erstmalig eine neue Beziehung ein, verschweigt aber seiner neuen Freundin seine bekämpfte Sexsucht. Tim Robbins Charakter Mike ist um einiges älter, lange verheiratet, trockener Alkoholiker und hat seine Sexsucht seit mittlerweile fünfzehn Jahren unter Kontrolle. Mike leitet die Gesprächsgruppe der Betroffenen und ist auch Adams Sponsor. Der dritte Mann, in dessen Leben wir als Zuschauer eintauchen „dürfen“ ist dieser fette, widerliche Loser Neil (gespielt von Josh Gad). Von Beruf ist er Arzt und, wenn man ihn sieht und sieht wie er lebt, fragt man sich, wie er irgendein Studium hat abschließen können. Er wurde vom Gericht verdonnert, an den Meetings teilzunehmen und hat sein Suchtproblem für sich noch nicht wirklich erkannt. Adam ist Neils Sponsor. Neil hat auf mich verstörend real gewirkt, dass ich mir jetzt, zwei Wochen später, immer nicht sicher bin, ob ich voll des Lobes über ihn schreiben soll oder ihn beglückwünschen soll, dass er die Möglichkeit bekommen hat, sich selbst vor der Kamera zu präsentierten. Angeekelt war ich in jedem Fall von ihm.

Alle drei Geschichten sind auf ihre Weise interessant, ganz weglassen hätte man allerdings die Becky-Story.

Mark Ruffalo ist gut in der Rolle, aber noch besser haben mir Gwyneth Paltrow und Tim Robbins gefallen. Überraschend fand ich, wie gut Mark Ruffalo und Gwyneth Paltrow als Paar funktionieren. Patrick Fugit spielt hier den erwachsenen, drogensüchtigen Sohn von Tim Robbins. Bekannt wurde er seinerzeit durch seine Rolle in dem Film „Almost Famous“.

Die Sängerin Pink (sie wird in der Besetzungsliste unter ihrem Geburtsnamen Alecia Moore aufgeführt) gibt in „Thanks for Sharing“ ihr richtiges Schauspieldebüt. Sie spielt auch eine Sexsüchtige. Als Schauspielerin macht sie jetzt keinen schlechten Eindruck, mich hat sie aber zu sehr abgelenkt. Hauptsächlich hat mich irritiert, dass sie in dem Film einfach aussieht wie Pink. Hier wäre es vielleicht förderlich gewesen, sie optisch etwas zu verändern.

Mark Ruffalo war für diese Rolle mal im Gespräch für eine Oscar-Nominierung – das ist aber absurd.

„Thanks for Sharing“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A.C.O.D.“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Adam Scott, Amy Poehler, Jane Lynch, Richard Jenkins, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Summit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Doku über ein Drama, das sich beim Bergsteigen ereignet hat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Kill Your Darlings“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Dane DeHaan, Ben Foster, Michael C. Hall, Elizabeth Olsen und Harry Potter. Ich glaube, Dane DeHaan wird in den nächsten Jahren entweder ein Superstar oder ein ganz großer Charakterschauspieler.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „We Are What We Are“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: amerikanischer Horrorfilm und Remake eines mexikanischen Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

7 Gedanken zu “NYC – Film: "Thanks for Sharing"

  1. Oi, klingt aus irgendwelchen Gründen nach einem Film, den ich mir unbedingt anschauen sollte 🙂

    P.S.: Dane DeHaan find ich als Nachwuchsdarsteller auch top. Hab ihn zuletzt im Metallica-Film gesehen xD (spontan an „Gravity“ drangehängt).

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