NYC – Film: "Ain´t Them Bodies Saints"


Ich war am 18.08.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Ain´t Them Bodies Saints“ 90 min drama
dir. David Lowery cast: Casey Afleck, Rooney Mara, Ben Foster, Keith Carradine, Nate Parker

Texas, irgendwann in den 1970er Jahren. Nach einer wilden Schießerei, bei der die schwangere Ruth (Rooney Mara) einen Polizisten trifft, nimmt Bob (Casey Affleck) die Alleinschuld auf sich und sitzt Bob im Gefängnis. Ruth soll ihr gemeinsames Kind aufziehen. Jahrelang schreibt er ihr Liebesbriefe aus dem Gefängnis. Er versucht mehrmals, aus dem Gefängnis auszubrechen. Als ein Fluchtversuch schließlich gelingt ist, sind sich alle sicher, dass er früher oder später Kontakt zu Ruth und der inzwischen bald 4-jährigen Tochter aufnehmen wird…

B- (Wertung von A bis F) „Ain´t Them Bodies Saints“ ist ein ruhiges, aber stimmungsvolles Drama.

Die Story ist etwas dünn, aber visuell sieht der Film sehr ansprechend aus (noch mehr war ich von dem Score angetan). Hier bleiben aber nicht nur die Taten des Gangsterpärchens und einige Verbindungen der einzelnen Figuren etwas im Dunkeln, der Regisseur David Lowery und sein, mit Talent gesegneter Kameramann Bradford Young haben die ganzen Dreharbeiten einfach ins Dunkle verlegt. Sicherlich sieht es auch wesentlich cooler aus, wenn die Charaktere nur bei Sonnenuntergang oder nachts schön in Szene gesetzt werden und man sie mitunter nur schemenhaft sieht. Ich hätte mir aber gewünscht, die Mimik und die Gesichter der Protagonisten auch richtig zu erkennen. Von seiner ursprünglichen Version ist der Film künstlerisch korrigiert/ geschnitten worden, vielleicht hätte man ihn an den richtigen Stellen gleich mal etwas aufhellen können.

Ich weiß nicht, was die alle an Casey Affleck finden. Gut, ich bin im Allgemeinen kein Freund der Affleck-Brüder als Schauspieler. (Nach Ben Afflecks erschütternd schlechten Performance als Daredevil verbleibt es völlig rätselhaft, wie Warner Bros. darauf kommt, ihn als neuen Batman zu besetzen). Casey Affleck ist natürlich der eindeutig talentiertere Schauspieler der beiden. Ihn halte ich jedoch auch für überschätzt. Ich mag seine weinerliche Stimme nicht, außerdem nuschelt er immer vor sich hin und redet, als ob er einen übergroßen Kaubonbon im Mund hat.

Rooney Mara ist hervorragend in ihrer Rolle, ebenso Keith Carradine Ben Foster hat mir am besten gefallen – wie so oft – überzeugt er auch hier mit seinem reduzierten, intensiven Spiel.

Derzeit sind folgende Oscar-Nominierungen für das Jahr 2014 im Gespräch: Casey Affleck (Bester Hauptdarsteller), Rooney Mara (Beste Hauptdarstellerin), Ben Foster (Bester Nebendarsteller) und Bradford Young (Beste Kamera)

„Ain´t Them Bodies Saints“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt. Dort wurde er noch in seiner ursprünglichen Filmlänge von 105 Minuten gezeigt. Auf dem Sundance Film Festival hat er den Special Jury Prize: Cinematography gewonnen.

Trailer zu sehen:

Im IFC Center wurden vor diesem Film keine Trailer geschaltet.

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