NYC – Film: "What Maisie Knew"


Ich war am 25.05.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„What Maisie Knew“ (dt. Titel: „Das Glück der großen Dinge“, dt. Kinostart: 11.07.13) 99 min drama, adaptation
dir. Scott McGehee cast: Julianne Moore, Alexander Skarsgard, Onata Aprile, Steve Coogan, Joanna Vanderham

Susanna (Julianne Moore) ist Rockmusikerin und mit dem britischen Kunsthändler Beale (Steve Coogan) verheiratet. Sie leben in New York und haben gemeinsam ein Kind, die sechsjährige Maisie (Onata Aprile). Maisie ist beinahe immer auf sich allein gestellt, ihre Eltern sind nur mit sich selbst beschäftigt. Hauptsächlich streiten sich Susanna und Beale, schließlich trennen sie sich. Maisie ist dann die Leidtragende des Sorgerechtsstreits. Keiner hat richtig Zeit und Lust, sich um das Kind zu kümmern, aber dem anderen Elternteil ist sie auch nicht zu gönnen. Wie sieht so ein Leben aus Sicht eines kleinen Kindes aus und wie geht es weiter…?

A- (Wertung von A bis F) „What Maisie Knew“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Henry James.

„What Maisie Knew“ ist ein Drama über das traurige Schicksal eines Scheidungskindes. Es ist das Portrait eines kleinen Kindes, das von beiden Elternteilen instrumentalisiert wird. Die Erwachsenenwelt aus Sicht eines kleinen Mädchens. Man sieht, wie sie die Beziehungsstreitigkeiten der selbstsüchtigen Eltern miterleben muss, immer hin- und hergeschoben wird und ihren Platz im Leben sucht. Schließlich ist es rührend anzusehen, dass die Sechsjährige mit ihrer Schildkröte verantwortungsvoller umgeht, als ihre Eltern mit ihr.

Alle Schauspieler sind hier auf ihre Art hervorragend und – was noch wichtiger ist – glaubwürdig. Klar, Julianne Moore wertet jeden Film auf und hat schon in der Vergangenheit in so unterschiedlichen Rollen überzeugt. Hier ist sie die egozentrische und eifersüchtige Musikerin und Rabenmutter Susanna. Man muss sie einfach irgendwann hassen. Ebenso wie den Vater, ebenfalls bravourös gespielt von Steve Coogan. Die Sympathieträger sind die neuen Partner der verantwortungslosen Eltern. Alexander Skarsgard ist wieder zum Verlieben. Joanna Vanderham war mir bislang noch gar nicht bekannt. Aber auch sie braucht sich mit ihrer Performance nicht zu verstecken. Schließlich muss Onata Aprile noch lobend erwähnt werden. Es ist das Schauspieldebüt einer vielleicht mal ganz Großen.

Nominierungswürdig wären für mich alle fünf Schauspieler. Ein amerikanischer Kinostart im Mai ist selbstverständlich ungünstig, um der Academy noch im Januar in Erinnerung zu sein.

„What Maisie Knew“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „The Hunt“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thomas Vinterbergs Drama mit Mads Mikkelsen. Mads wurde auf dem Cannes Film Festival im letzten Jahr mit dem Best Actor Award ausgezeichnet. Film lief in Deutschland bereits schon im Kino.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Fruitvale Station“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film wurde auf dem diesjährigen Sundance-Filmfestival mit zwei großen Preisen ausgezeichnet und gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlicher Oscar-Kandidat
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Stroller Plan“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: französische Komödie mit supernerviger Musik im Trailer
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Twenty Feet From Stardom“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Musik-Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unfinished Song“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: britische Senioren-Komödie mit Terrence Stamp und Vanessa Redgrave
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 90%

Trailer v. Film: „The Attack“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: arabisch-israelischer Thriller nach einem Roman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

2 Gedanken zu “NYC – Film: "What Maisie Knew"

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