NYC – Film: "Frances Ha"


Ich war am 24.05.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Frances Ha“ (dt. Kinostart: 01.08.13) 85 min drama, comedy
dir. Noah Baumbach cast: Greta Gerwig, Mickey Summer, Adam Driver, Charlotte d´Amboise, Grace Gummer

Frances (Greta Gerwig) ist 27 Jahre alt und lebt in New York. Sie hat eine Tanzausbildung und gibt Tanzstunden, richtig fest angestellt ist sie nicht. Sie wohnt mit ihrer besten Freundin Sophie (Mickey Summer) zusammen. Frances liebt es unbeschwert in den Tag reinzuleben, mit Sophie abzuhängen und sinnloses Zeug zu quatschen. Eines Tages zieht Sophie aus. Frances hat immer noch keine Festanstellung, finanzielle Nöte und eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, etwas an ihrem Leben zu ändern…

B (Wertung von A bis F) Der Film „Frances Ha“ stellt für mich einen ungewöhnlichen Fall dar. Ich kann den Protagonistin Frances kaum ertragen, finde auch die Schauspielerin Greta Gerwig grauenhaft (und sie sind beinahe in jeder Szene) und dennoch mag ich den Film.

Der Film dreht sich um eine Frau, die nicht mehr jung ist und die an einen Punkt in ihrem Leben angelangt ist, bei der alles um sie herum in Bewegung ist, sie selbst bleibt aber stehen. Mit ihrem Leben ist sie weitestgehend zufrieden, sie sieht keinen Anlass, sich persönlich oder beruflich weiterzuentwickeln. Wenn sie keine finanziellen Probleme hätte, würde sie immer so weiterleben wollen.

Ich mag Frances überhaupt nicht, im wahren Leben würde ich es keine fünf Minuten mit ihr aushalten. Sie ist laut, hysterisch, chaotisch, nervtötend, peinlich und anstrengend. Auch wenn ich weder Frances noch Greta Gerwig mag, so muss ich der Schauspielerin ein großes Kompliment aussprechen. Greta Gerwig verschwindet förmlich hinter ihrem Filmcharakter und ich kann mir gar nicht mal annähernd vorstellen, dass sie privat anders ist als Frances. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum sie in dem Film nun ausgerechnet eine Tänzerin darstellen musste. Greta Gerwig wirkt unsportlich, plump, grobmotorig, eigentlich wie ein Trampel. Wenn ich sie sehe, würde ich im Leben nicht darauf kommen, dass sie Tänzerin von Beruf ist. Eine andere kreative Beschäftigung hätte ich glaubhafter gefunden.

„Frances Ha“ ist ein Schwarz-Weiß-Film. Dadurch wirkt der Film viel künstlerischer, cooler und irgendwie viel intellektueller. Der Film ist New York und ich liebe diese Stadt. Ich habe den Film selbst in New York gesehen, er ist aber sehr atmosphärisch und ich denke, man hat auch sonst das Gefühl, da zu sein. In einer meiner Lieblingsszenen des Films spürt man förmlich die Energie, die Frances durch die Stadt bekommt. Frances läuft glückstrunken durch die Straßen, David Bowies „Modern Love“ wird gespielt und ich kann mich unmittelbar in ihre Situation reinversetzen. Perfekt eingefangen. Ebenso authentisch fand ich die gesamte Paris-Sequenz. Mit einem eigentlich nervigen Pop-Song (Hot Chocolate „Everyone´s a Winner“) wunderbar in Szene gesetzt. Auch die Schlussszene fand ich großartig.

Frances beste Freundin Sophie wird von Mickey Summer gespielt, sie ist die Tochter von dem Musiker Sting. Eine weitere Tochter spielt auch mit, die mir noch positiver aufgefallen ist: Grace Gummer, Schwester von Schauspielerin Mamie Gummer und Tochter von Meryl Streep.

Oscar-Nominierungen für 2014 kann ich mir durchaus vorstellen.

„Frances Ha“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

noch vor den Trailern wurde der animierte Kurzfilm „Drones for America“ gezeigt, das ist eine sogenannte Op-Doc von der New York Times. Hat mir gefallen. B+

Trailer von Film: „Prince Avalanche“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David Gordon Greens neuer, scheinbar völlig abgedrehter Film mit Paul Rudd und Emile Hirsch
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Museum Hours“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jem Cohens Drama, das in Österreich spielt.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Wall“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Deutsche Literaturverfilmung (Die Wand) mit Martina Gedeck. Die haben den deutschen Film tatsächlich synchronisiert – Warum?
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: nur im Original!

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