NYC – Film: "The Reluctant Fundamentalist"


Ich war am 29.04.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Reluctant Fundamentalist“ 128 min drama, thriller, adaptation
dir. Mira Nair cast: Riz Ahmed, Liev Schreiber, Kate Hudson, Kiefer Sutherland, Martin Donovan

Im Jahr 2011 wird ein amerikanischer Professor in Lahore, Pakistan entführt. Bobby (Liev Schreiber) ist ein amerikanischer Journalist und möchte einen Artikel über militante Akademiker in Pakistan schreiben. In einem kleinen Café in Lahore interviewt er dazu Changez Khan (Riz Ahmed). Der hat an der Princeton-Universität in den U.S.A. studiert und erzählt jetzt rückblickend von seinem Leben als erfolgreicher Finanzanalytiker einer New Yorker Firma, von seiner großen Liebe Erica (Kate Hudson), wie sich sein komplettes Leben nach dem 11. September 2001 verändert hat und er nach Pakistan zurückgekehrt ist. Hat sich Changez Khan radikalisiert und hat er etwas mit der Entführung des Professors zu tun? Während des Interviews kommen immer mehr Spannungen auf beiden Seiten auf…

C (Wertung von A bis F) „The Reluctant Fundamentalist“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mohsin Hamid.

Grundsätzlich ist das Thema ganz meins, nicht umsonst ist die TV-Serie „Homeland“ auch in der zweiten Staffel – nach wie vor – meine Lieblingsserie. Hier habe ich das Buch (dt. Titel: „Der Fundamentalist, der keiner sein wollte“) jedoch nicht gelesen und hatte mit den ersten Aufnahmen die Befürchtung, der Film wäre voller Klischees. Dankenswerterweise war dies aber unbegründet. Erzählt wird die Geschichte eines muslimischen Pakistani, der mit großen Hoffnungen in die U.S.A. gegangen ist, an einer Elite-Uni studiert hat, einen großen beruflichen Ehrgeiz hatte und Karriere machte. Dann kam der Terroranschlag vom 11. September und auf ein Mal sieht sich Changez Diskriminierungen ausgesetzt, hat eine Identitätskrise und kehrt in sein Heimatland zurück.

Gut dargestellt fand ich die Vorurteile und die Hysterie der Amerikaner gegenüber Moslems nach dem 11. September. Da hätte die indische Filmemacherin noch tiefer eingehen können. Dem Zuschauer ersparen bzw. wesentlich kürzer halten, hätte sie die Liebesgeschichte.

Hervorragend besetzt fand ich den Hauptdarsteller Riz Ahmed. Schwer durchschaubar, was für die Spannung des Films wichtig war. Liev Schreiber macht hier auch wieder einen guten Job. An Kiefer Sutherland als Changez´Chef musste ich mich zunächst gewöhnen, mich hat er dann aber überzeugen können.

Kate Hudson kann einfach nicht schauspielern und sollte weder dunkle Haare tragen, noch zu viele Kilos auf die Waage bringen.

Der Film löst anscheinend erhöhten Gesprächsbedarf aus, so haben mich zwei meiner Mitzuschauer (es gab nur sechs) angesprochen und mich gefragt, wie mir der Film gefallen hat. Die ältere Dame hatte das Buch gelesen und war etwas enttäuscht, dass der Film nicht an einer gewissen Stelle endete und der jüngere Mann war scheinbar ziemlich begeistert und meinte, dass ihn der Film an die Serie Homeland erinnert, bei der er – wie er sagte – die erste Staffel an einem Tag guckte. Da musste ich ihn in seinem Enthusiasmus höflich aber bestimmt in die Realität zurückholen. „The Reluctant Fundamentalist“ ist ganz weit entfernt davon, so gut wie Homeland zu sein.

„The Reluctant Fundamentalist“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2012 gezeigt und hatte seine U.S. Premiere auf dem Tribeca Film Festival. Im Anschluss an das Festival wurde er in wenigen, ausgewählten Kinos gezeigt.

Trailer zu sehen:

Im IFC Center wurden vor dem Film keine Trailer gezeigt.

3 Gedanken zu “NYC – Film: "The Reluctant Fundamentalist"

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