NYC – Film: "A Case of You"

Ich war am 28.5.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„A Case of You“ 91 min comedy
dir. Kat Coiro cast: Evan Rachel Wood, Justin Long, Sam Rockwell, Peter Dinklage, Busy Philips, Brendan Fraser, Sienna Miller, Vince Vaughn, Keir O´Donnell

Sam (Justin Long) ist in Birdie (Evan Rachel Wood) verknallt. Birdie arbeitet in einem kleinen Café in Brooklyn. Als er endlich den Mut aufbringt und seine Traumfrau das erste Mal anspricht, sich langsam ein erstes Gespräch ergibt, erfährt er schon bei seinem nächsten Besuch im Café, dass Birdie entlassen wurde. Von Birdies ehemaligen Kollegen (Peter Dinklage) erhält er den Tipp, es mal über ihre Facebook-Seite zu probieren. Sam spioniert also Birdies Interessen aus, lernt kochen, Judo und Gitarre spielen und als sie sich das nächste Mal im wahren Leben treffen, gibt Sam vor, dieselben Interessen wie Birdie zu haben…

C- (Wertung von A bis F) „A Case of You“ erzählt eine von diesen Liebesgeschichten, die ich so nicht abnehmen kann. Sie (gespielt von Evan Rachel Wood) ist toll und man erfährt, durch ihren Ex-Freund (Brendan Fraser), auf welchen Typ Mann sie wohl steht und dann kommt Sam (gespielt von Justin Long) ins Spiel. Er ist der nette Typ von nebenan und das komplette Gegenteil von ihr. Dazu kommt noch, dass er durch das Stalking und das Ihr-unbedingt-gefallen-zu-wollen, noch gruseliger und weicheiiger daherkommt, als er eh schon erscheint. Nee, das funktioniert nicht. Davon abgesehen ist auch keinerlei Chemie zwischen den Schauspielern Evan Rachel Wood und Justin Long, zumindest auf der Leinwand. Justin Long ist einfach eine Fehlbesetzung. Ich habe dabei nicht einmal angefangen, wie blöd eigentlich diese erzählte Story ist.

„A Case of You“ ist einer dieser Filme, bei denen so viele Nebendarsteller (besonders gut gefallen haben mir: Vince Vaughn, der entzückende Opi aus der Tanzschule, göttlich: Sam Rockwell als Gitarrenlehrer und brüllend komisch: Peter Dinklage) dafür sorgen, dass der Film nicht ein komplette Desaster ist. Jeder einzelne Nebendarsteller ist interessanter und witziger als der schnarchnasige Hauptdarsteller. „A Case of You“ ist eine RomCom, die man sich ersparen sollte. Wenn man sie dann aus Versehen doch guckt, dann könnte einem Sam Rockwell, der drollige Opi oder eben ein fantastisch aufgelegter Peter Dinklage über die vertane Zeit hinwegtrösten.

„A Case of You“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2013 aufgeführt. Ich habe ihn auf diesem Festival gesehen. Mit Ausnahme von dem hinreissenden Opi (der immer mit Birdie tanzen wollte) und dem älteren Tanzpaar (die in einer der Schlussszene kurz alleine auf der Tanzfläche sind) war keiner der Filmcrew anwesend. Es wurde auch nur sehr verhalten geklatscht. Bislang hat der Film noch keinen amerikanischen Verleih.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.