NYC – Film: "Some Velvet Morning"


Ich war am 25.04.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Some Velvet Morning“ 83 min drama
dir. Neil LaBute cast: Stanley Tucci, Alice Eve

Velvet (Alice Eve) ist überrascht als ihr Ex Fred (Stanley Tucci) plötzlich vor ihrem Haus in Brooklyn steht. Seit vier Jahren hat sie ihn nicht mehr gesehen. Jetzt steht er mit seinen Koffern vor ihrer Tür und erzählt, dass er seine Frau nach 24 Ehejahren verlassen hat…

A (Wertung von A bis F) Meine Begeisterung für „Some Velvet Morning“ war durchgängig vorhanden und doch habe ich überlegt, ob ich dem Film tatsächlich ein uneingeschränktes „A“ geben kann. Mit dem Ende wusste ich, auf jeden Fall. Mein erstes „A“ seit mehr als 1 1/2 Jahren. Ich musste selbst nachschauen, meine letzte klare A-Bewertung habe ich für „Mary and Max“, den ich im September 2011 auf DVD gesehen habe, vergeben.

Ich mag das Reduzierte, ich mag diese Kammerspiele. Ich mag es, wenn aus einer interessanten Ausgangssituation eine solche Dynamik entsteht. Neil LaBute („Nurse Betty“) bringt den Zuschauer in eine Situation, in der er sich unwohl fühlt. Gespannt aber auch angespannt verfolgt man was als nächstes geschieht. Die Situation kann sich praktisch in so viele verschiedene Richtungen entwickeln. Letztlich kann man zu keinem Zeitpunkt erkennen, wie dieser Tag, dieser Morgen endet.

Der Autor, Theater- und Filmregisseur Neil LaBute hat auch diese hervorragende Vorlage, diese sich so natürlich anfühlenden Dialoge geschrieben. Gedreht hat er den Film in acht Tagen.

Stanley Tucci („The Devil Wears Prada“, Julie & Julia, The Hunger Games) kann alles spielen, davon bin ich mittlerweile fest von überzeugt. Auch hier verschwindet er, wieder einmal, in seiner Filmfigur. Er ist dieser überhebliche, zynische dann wieder charmant und sexy Anwalt Fred.

Die britische Schauspielerin Alice Eve („Stage Beauty“, „Men in Black 3“, „Star Trek Into Darkness“) ist mir bislang noch nicht aufgefallen. Sie ist aber perfekt in der Rolle der Velvet.

„Some Velvet Morning“ wird in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013 definitiv auftauchen, wenn er (entsprechend meiner eigenen Regeln für meine Liste) einen amerikanischen Kinostart noch in diesem Jahr bekommt. Damit würde er sich auch für die Academy Awards qualifizieren. Was ich durchaus befürworten würde, insbesondere für das Drehbuch, aber auch für beide Schauspieler. Dafür müsste der Film aber zunächst einen amerikanischen Verleih finden. Ich drücke die Daumen.

„Some Velvet Morning“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2013 aufgeführt. Ich habe ihn auf diesem Festival gesehen. Neil LaBute war anwesend und hat sich den Fragen des Publikums gestellt.

„Some Velvet Morning“ hat bislang noch keinen amerikanischen Verleih.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

5 Gedanken zu “NYC – Film: "Some Velvet Morning"

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