Die Oscars 2013: Alle Gewinner


Alle Oscar-Gewinner 2013:

Best Picture: Argo
Best Director: Ang Lee (Life of Pi)
Best Actor: Daniel Day-Lewis (Lincoln)
Best Actress: Jennifer Lawrence (Silver Linings Playbook)
Best Supporting Actor: Christoph Waltz (Django Unchained)
Best Supporting Actress: Anne Hathaway (Les Misérables)
Best Original Screenplay: Django Unchained
Best Adapted Screenplay: Argo
Best Cinematography: Life of Pi
Best Animated Feature: Brave
Best Foreign Language Film: Amour
Best Costume Design: Anna Karenina
Best Production Design: Lincoln
Best Makeup and Hairstyling: Les Misérables
Best Film Editing: Argo
Best Sound Editing: Zero Dark Thirty & Skyfall
Best Sound Mixing: Les Misérables
Best Visual Effects: Life of Pi
Best Documentary Feature: Searching for Sugar Man
Best Animated Short: Paperman
Best Live Action Short: Curfew
Best Documentary Short Subject: Inocente
Best Original Song: Adele (Skyfall)
Best Original Score: Life of Pi

Ja, im Nachhinein sieht es immer so einfach aus, die Gewinner vorherzusagen. Von 24 Kategorien habe ich 19 richtig geraten. Das ist für so ein ungewöhnliches Jahr, denke ich, ein solides Ergebnis. An meiner Oscar-Gewinner-Liste habe ich noch nie länger gesessen und auch habe ich sie noch nie sooo oft geändert wie dieses Jahr. Meine letzten Entscheidungen betrafen die drei Kategorien: Best Supporting Actor, Best Actress und Best Sound Editing. Als ich mich nun endlich bei den Schauspielern durchgerungen habe, habe ich noch eine halbe Stunde damit verbracht, mich für Best Sound Editing zu entscheiden. Was soll ich sagen, in allen drei Kategorien habe ich falsch gelegen.

Was meine Oscar-Wette angeht, muss ich vermelden, dass ich leider nicht gewonnen habe – ich habe aber auch nicht verloren. Wie schon bei unserer Oscar-Nominierungs-Wette dieses Jahr gab es eine Pattsituation. Auch wenn wir nur 15 gleiche Kategorien geraten haben, so hatten wir beide am Ende 19 richtig geratene Kategorien. Von dieser Stelle kann ich nur meinen Respekt aussprechen, der wird aber auch immer besser. Das spornt mich aber auch nur an. 🙂

Andere Planungen haben auch dieses Jahr verhindert, dass ich zu den Oscars in den U.S.A. war. Da ich die von ProSieben vor der Oscar-Verleihung geschaltete Rote-Teppich-Fremdschäm-Moderation mit Steven Gätjen schlichtweg nur schwer ertragen kann, habe ich nach Alternativen gesucht. Schon früh bin ich beim Umschalten bei CNN hängengeblieben. Der sympathische Piers Morgan hat dort die 1 1/2 stündige Pre-Show moderiert. Warum die letzte Stunde dann irgendetwas anderes gezeigt wurde, erschließt sich mir nicht. Da hat Pro7 dann aber dankenswerterweise auf die ABC-Pre-Show geschaltet. Leider wurde – warum auch immer – trotzdem wieder zu dem Clown Gätjen geschaltet.

Ein Grund unbedingt die amerikanische Pre-Show zu sehen, ist, dass man alle Stars und – vor allen Dingen alle für diesen Abend wichtigen Stars – im Interview sieht und dass man genug Zeit hat, sich mit der Mode der Stars zu beschäftigen.

Mode – The Best:

Die Oscar-Gewinnerin Jennifer Lawrence hat ein großartiges Kleid (Dior Haute Couture) gewählt. Helen Hunt hat mir sehr gut in ihrem blauen Kleid gefallen, dass – wie sie sagte – von H&M angefertigt wurde. Toll. Auch hatte Affleck-Gattin Jennifer Garner ein wunderbares Kleid (Gucci) gewählt. Sehr angetan war ich auch von Charlize Theron in Dior Haute Couture und nach einigem Überlegen von Nicole Kidmans Outfit (L´Wren Scott).

Mode – The Worst:

Die sonst so stilsichere Halle Berry hat bei ihrem Kleid (Versace) dieses Mal für mich danebengegriffen. Anne Hathaway habe ich das erste Mal bei CNN gesehen und dann musste ich mir erst einmal die Augen reiben. Mit dem Kleid (Prada) könnte sie vielleicht zu den Venus-Awards gehen. Ich meine, hat ihr keiner gesagt, dass das Kleid Körperstellen offenbart, die in Amerika – und schon gar nicht bei den Oscars – nicht öffentlich gesehen werden wollen. Sie hat einfach keinerlei Stil, aber das ist ja nichts Neues!. Catherine Zeta-Jones sah in meinen Augen aus wie ein Transvestit. Renee-ich habe-gerade-auf-eine Zitrone-gebissen-Zellweger sah auch furchtbar aus.

Die Oscar-Show war – aus meiner Sicht – grauenhaft. Der Oscar-Moderator Seth MacFarlane konnte mich zwar mit seiner selbstbewussten, in sich scheinbar ruhenden Art überzeugen, aber der ganze Aufbau der Show hat für mich nicht funktioniert. Sein Opening war viiiel zu lang und mit Ausnahme von der gelungenen Flight-Persiflage auch nur selten witzig. Ein paar Gags waren gut (die Anspielungen auf die Academy, die scheinbar nicht wissen wer Ben Affleck ist und Jean Dujardin, der seit seinem Oscar-Gewinn ja überall zu sehen ist), die meisten aber nur okay. Außerdem kann mir nicht erklären, was dieser William Shatner bei den Oscars gesucht hat. Immer wenn ich denke, den habe ich für immer vergessen, taucht er irgendwo auf. Un-er-träg-lich. Die ganze Show fand fürchterlich langweilig. Vielleicht bin ich immer noch traumatisiert von meinem Besuch im Friedrichstadtpalast im letzten Monat, aber dieses ganze Gesinge und Getanze während der Oscar-Show ist ja nun gar nicht meins. Als dann auch noch das schreckliche Gekreische von Jennifer Hudson einsetzte, musste ich den Fernseher auf lautlos stellen. Als die ganze Les Miz-Crew dann auftrat, habe ich, mutig – wie ich nun mal bin – den Ton wieder eingeschaltet. Dabei ist mir aufgefallen, dass der einzige, bei dem sich das Singen wirklich gut angehört hat, Eddie Redmayne war. Warum war der eigentlich nicht nominiert? Naja, es wird nichts daran ändern, dass für mich Musicals in den meisten Fällen pure Folter ist. Die beste Dankesrede hat in meinen Augen Daniel Day-Lewis gehalten, insbesondere auch mit der Anspielung auf Meryl Streep.

Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wurde noch der Anti-Oscar, der Razzie Award verliehen. Die Goldene Himbeere haben gewonnen:

„The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 2“ konnte sich hier klar durchsetzen. Er hat 7 Razzie Awards gewonnen, schlechtester Film, schlechteste Regie, schlechteste Hauptdarstellerin (Kristin Stewart), schlechtester Nebendarsteller (Taylor Lautner), schlechtestes Sequel, schlechtestes Ensemble und schlechtestes Paar auf der Leinwand (Taylor Lautner und Mackenzie Foy) Außerdem wurde erneut Adam Sandler („That´s My Boy“) als schlechtester Hauptdarsteller ausgezeichnet und Rihanna hat den Preis als schlechteste Nebendarstellerin für „Battleship“ gewonnen. Auch wenn ich diese Filme alle nicht gesehen habe, war das sicherlich wohlverdient.

13 Gedanken zu “Die Oscars 2013: Alle Gewinner

  1. Danke danke, danke, Du sprichst mir aus der Seele, ich fands auch wirklich an der Grenze, bis auf die von Dir erwähnten Ausnahmen.
    Für mich die einzige, die hörbar singen konnte war: Norah Jones, obwohl ich ihre Musik sonst nicht mag. Die Hudson war so schlimm… 🙄
    DDL war der einzige, der sich für seine Dankesrede ein paar Gedanken gemacht hatte oder dank seines trockenen Humors einfach so spontan war, ich weiß es nicht 🙂
    Und – ja, dieses Bambibrusttütenkleid war der Hammer :))

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  2. 🙂

    Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, was Norah Jones gesungen hat. Habe sie zwar noch vor mir, aber so gar nicht akustisch. 🙂

    Die Hudson ist in der Tat unfassbar schlimm. Persönlich kommen bei mir wieder die schlimmsten Erinnerungen auf, wie ich seinerzeit in Chicago mir „Dreamgirls“ im Kino angeguckt habe, die einzige Hellhäutige in einem voll besetztem Kino, dann dieser furchtbare Film und diese ganze Singerei mit den für mich Hörsturz-verursachenden Stimmen und dazu die ganzen Mitzuschauer, die permanent (wirklich, ich übertreibe nicht) Szenenapplaus gegeben haben. Dieses Erlebnis habe ich bis heute nicht verarbeiten können, das war das grauenhafteste Kinoereignis meines Lebens. :no:

    DDL ist schon toll, der war auch ganz schön nervös!

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  3. Hihi, also ich bin da zwiegespalten.

    Ich fand die Musiknummer überflüssig, weil sie (abgesehen vom Musical-Thema) nichts mit der zurückliegenden Awardseason zu tun hat, und Hudsons Auftritt zu sehr darum bemüht, im Vergleich zu den anderen Stars des Abends (Bassey und Adele) nicht zu verblassen. Aber stimmgewaltig war sie schon.

    (Ich muss an der Stelle zugeben, dass ich für afroamerikanische Soul- und RMB-Sängerinnen viel übrig hab. Für mich ist das kein Geschrei xD)

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  4. 🙂 Richtig die ganzen Musik- und Musical-Nummer waren überflüssig. Wären jetzt mehrere Musical-Filme als BP gewählt, wäre es vielleicht was anderes aber so. :no:

    Das hat definitiv nichts mit der Hautfarbe zu tun, gerade Afro-Amerikaner haben oftmals tiefe, soulige und tolle Stimmen. Die Hudson ist mit ihrer viel zu hohen, schrillen Stimme nicht so gesegnet, für meine Ohren ist das von der Tonlage her vergleichbar mit Baby- oder Kindergeschrei. Mir klingeln da jedenfalls die Ohren. 🙂

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  5. Ich muss dir übrigens danken: Ich hatte damals deine Prognose zu den Kurz- und Dokumentarfilmen abgepinselt und dadurch bei nem Oscar-Gewinnspiel am Ende 21 richtig. Bald müsste hier mein Gewinn eintrudeln (ein Buch über 85 Jahre Oscars). Ich weiß, ich bin ein hässlicher kleiner Panda, aber geknuddelt wirst du jetzt trotzdem!!! *hüpf xD*

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  6. Danke 🙂

    Abpinseln find ich nur ok, wenn man die Filme nicht sehen konnte. Von den Dokus und Kurzfilmen kannte ich grad mal „Paperman“ aus dem Vorprogramm von „Wreck-it Ralph“ xD

    Anderer Kontext: Was mich ein bissel gewundert hat, war, dass bei uns in der Oscarnacht (im Filmmuseum) grad mal 7% auf „Argo“ als BP, dafür aber 15% auf „Django Unchained“, 17% auf „Life of Pi“ und 41% auf „Lincoln“ getippt haben..

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  7. Also, ich habe diese Filme (außer Paperman und Sugar Man) auch alle nicht gesehen und habe trotzdem nicht abgepinselt. Man muss ja auch nicht zwingend alle Filme gesehen haben, man braucht sich nur über die Filme zu informieren. Meist ist es sogar noch schwieriger, wenn man die Filme alle kennt.

    Das wundert mich nicht die Bohne. Ich kenne in D. kaum jemanden, der sich mit den Oscars wirklich auskennt und die Saison verfolgt. „Lincoln“ ist halt der typische Oscar-Gewinnerfilm.

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