Die Golden Globe Nominierungen 2013


So, etwas spät, aber der Vollständigkeit halber nehme ich auch Stellung zu den Golden Globe-Nominerungen. Am 13.12.12 hat die Hollywood Foreign Press Association die Golden Globe Nominierungen verkündet. Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich die Golden Globe Awards nicht sonderlich ernst nehme. Die Verleihung ist im besten Fall eine gelungene Spaßveranstaltung. Bekannt ist, dass die Auslandspresse in ihrer Show möglichst viele Top-Stars haben möchte, was sich mitunter auf fragliche Nominierungen niederschlägt. Einen Tag zuvor (12.12.12) sind die SAG Award-Nominierungen bekannt geworden, das belastet mich mehr. Die Schauspieler, die andere Schauspieler nominieren und ihnen Preise verleihen, bilden in der Oscar-Academy die grösste Gruppe. Warum wurde Joaquin Phoenix für „The Master“ nicht für einen SAG-Award nominiert und warum wurde Nicole Kidman für „The Paperboy“ nominiert?

Bei der Golden Globe-Verleihung führt im nächsten Jahr leider nicht mehr Ricky Gervais durch den Abend. Jedoch kann man sich mit den Gastgebern Tina Fey und Amy Poehler auch einen sehr unterhaltsamen Abend am 13.01.13 vorstellen.

„Lincoln“ geht mit insgesamt 7 Golden Globe-Nominierungen, „Django Unchained“ und „Argo“ mit jeweils 5 Nominierungen und „Les Misérables“, „Silver Linings Playbook“ und „Zero Dark Thirty“ mit jeweils 4 Golden Globe-Nominierungen ins Rennen.

Best Motion Picture – Drama:

– Lincoln
– Argo
– Zero Dark Thirty
– Life of Pi
– Django Unchained

Meine Meinung: Habe bisher „Zero Dark Thirty“ und „Django Unchained“ noch nicht gesehen. „ZD30“ hat sich bei den amerikanischen Kritikerpreisen einen Favoritenstatus erarbeitet. Etwas überrascht bin ich von „Django Unchained“. In meiner (nicht veröffentlichten) Prognose hatte ich getippt, dass bei den Golden Globes Drama: „Beast of the Southern Wild“ und /oder „The Impossible“ nominiert werden. Im letzten Jahr wurden sechs Filme in dieser Kategorie nominiert. Mein Wunsch: „Argo“ oder „ZD30“ (ohne ihn gesehen zu haben) – Auf gar keinen Fall: „Life of Pi“ Die Wahrscheinlichkeit: Die Tendenz geht zu „Zero Dark Thirty“, aber es könnte auch „Lincoln“ werden.

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama:

– Jessica Chastain (Zero Dark Thirty)
– Marion Cotillard (Rust and Bone)
– Helen Mirren (Hitchcock)
– Naomi Watts (The Impossible)
– Rachel Weisz (Deep Blue Sea)

Meine Meinung: Hier gab es für mich keine Überraschung. Rachel Weisz ist, seitdem sie die NYFCC gewonnen hat, im Rennen. Die New Yorker Filmkritiker konnten sich in diversen Wahlgängen nicht eindeutig für Jessica Chastain oder Jennifer Lawrence entscheiden. In der, glaube ich, fünften Runde ist dann Rachel Weisz überraschend als Gewinnerin hervorgegangen. „Deep Blue Sea“ hatte ich bislang keine Wichtigkeit beigemessen und immer vor mir her geschoben. In meiner (nicht veröffentlichten) Prognose für die GGs hatte ich Quvenzhane Wallis (Beast of the Southern Wild) anstelle von Helen Mirren (Hitchcock) gesehen. Mein Wunsch: Jessica Chastain, auch wenn ich ihre Leistung noch nicht bewerten kann. Die Wahrscheinlichkeit: Jessica Chastain

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama:

– Daniel Day-Lewis (Lincoln)
– Joaquin Phoenix (The Master)
– Denzel Washington (Flight)
– Richard Gere (Arbitrage)
– John Hawkes (The Sessions)

Meine Meinung: Keine wirkliche Überraschung hier. Gebe aber zu, dass ich mich in meiner (nicht veröffentlichten) Prognose für Brad Pitt (Killing Them Softly) anstelle von John Hawkes entschieden habe. Obwohl John Hawkes großartig ist und ich Brad Pitt in „Killing Them Softly“ bislang immer noch nicht gesehen habe, ist bekannt, dass die Veranstalter der Golden Globes sehr gerne BRANGELINA im Publikum haben. Vor ein paar Jahren haben sie erst Angelina Jolie für „The Tourist“ nominiert und sich damit in der Branche lächerlich gemacht. Das Gewese, das um Richard Geres und Denzel Washingtons Performance gemacht wird, ist mir völlig schleierhaft Mein Wunsch: ich sag mal: Joaquin Phoenix, um das Oscar-Rennen wieder spannend zu machen Die Wahrscheinlichkeit: Daniel Day-Lewis

Best Motion Picture – Musical or Comedy:

– Silver Linings Playbook
– Les Misérables
– Moonrise Kingdom
– Salmon Fishing in the Yemen
– Best Exotic Marigold Hotel

Meine Meinung: Gut hier gab es eine richtige Überraschung, die wohl keiner auf der Liste hatte: „Salmon Fishing in the Yemen“. Ich hatte nicht wirklich Interesse an dem Film und denke, dass er auch einzig bei den Golden Globes auftaucht, um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. „Best Exotic Marigold Hotel“ habe ich bislang immer noch nicht geschafft, vollständig zu gucken (mir fehlen ca. 20 Minuten). Wenn ich nur an „Les Misérables“ denke, sträuben sich meine Nackenhaare. Mein Wunsch: „Silver Linings Playbook“ Die Wahrscheinlichkeit: „Les Misérables“ oder „Silver Linings Playbook“

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy:

– Jennifer Lawrence (Silver Linings Playbook)
– Meryl Streep (Hope Springs)
– Maggie Smith (Quartet)
– Judi Dench (The Best Exotic Marigold Hotel)
– Emily Blunt (Salmon Fishing in the Yemen)

Meine Meinung: Hier habe ich tatsächlich nur die ersten beiden Damen richtig geraten, ich hatte sonst noch Barbra Streisand (The Guilt Trip) und Bette Midler (Parental Guidance) gedacht. Die GG-Nominierung für Maggie Smith freut mich. „Quartet“ muss ich unbedingt sehen. Judi Dench freut mich ebenso. „Salmon Fishing in the Yemen“ ist der diesjährige Running Gag der Auslandspresse Mein Wunsch: Jennifer Lawrence Die Wahrscheinlichkeit: Jennifer Lawrence

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy:

– Hugh Jackman (Les Misérables)
– Bradley Cooper (Silver Linings Playbook)
– Jack Black (Bernie)
– Bill Murray (Hyde Park on Hudson)
– Ewan McGregor (Salmon Fishing in the Yemen)

Meine Meinung: Vorhergesehen habe ich hier definitiv nicht Bill Murray. Logischerweise auch nicht Ewan McGregor. Ich hätte mir gewünscht und auch vermutet, dass Tommy Lee Jones für „Hope Springs“ nominiert wird. Mit der Nominierung von Jack Black bin ich glücklich Mein Wunsch: Jack Black Die Wahrscheinlichkeit: Bradley Cooper oder Hugh Jackman

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture:

– Anne Hathaway (The Misérables)
– Sally Field (Lincoln)
– Helen Hunt (The Sessions)
– Amy Adams (The Master)
– Nicole Kidman (The Paperboy)

Meine Meinung: Die ersten vier Nominierungen waren für mich klar und seit der Bekanntgabe der SAG-Nominierungen ist Nicole Kidman auch keine Überraschung mehr. Ich habe „The Paperboy“ noch nicht gesehen, weiss aber, dass sie in einer Szene Zach Efron anpinkelt. Ich bin der Meinung, allein dafür ist eine Nominierung gerechtfertigt. Jetzt sollte man sie tatsächlich auch in die möglichen Oscar-Kandidaten einbeziehen. Mein Wunsch: Helen Hunt – ich freue mich aber auch über einen GG für alle anderen Damen. Hauptsache, die Hathaway gewinnt nicht Die Wahrscheinlichkeit: die Hathaway

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture:

– Tommy Lee Jones (Lincoln)
– Alan Arkin (Argo)
– Philip Seymour Hoffman (The Master)
– Leonardo DiCaprio (Django Unchained)
– Christoph Waltz (Django Unchained)

Meine Meinung: Hier habe ich definitiv eine Nominierung für Robert De Niro (Silver Linings Playbook) und eine für Javier Bardem (Skyfall) gesehen. Matthew McConaughey ist offensichtlich jetzt aus dem Oscar-Rennen. Mein Wunsch: Philip Seymour Hoffman Die Wahrscheinlichkeit: Tommy Lee Jones

Best Animated Feature Film:

– Frankenweenie
– Wreck-It Ralph
– Brave
– Hotel Transylvania
– Rise of the Guardians

Meine Meinung: Na wenigstens ist „ParaNorman“ nicht nominiert Mein Wunsch: „Frankenweenie“ – natürlich! Die Wahrscheinlichkeit: „Frankenweenie“ oder „Wreck-It Ralph“

Best Director – Motion Picture:

– Steven Spielberg (Lincoln)
– Ben Affleck (Argo)
– Quentin Tarantino (Django Unchained)
– Ang Lee (Life of Pi)
– Kathryn Bigelow (Zero Dark Thirty)

Meine Meinung: Ich habe vermutet, dass evtl. Tom Hooper (Les Misérables) und David O. Russell (Silver Linings Playbook) nominiert werden. Ang Lee habe ich mir so nicht gedacht. Die Nominierung von Quentin Tarantino hat wahrscheinlich mehr mit seinem Star-Potenzial zu tun. Mein Wunsch: Ben Affleck Die Wahrscheinlichkeit: Kathryn Bigelow oder Ben Affleck oder Steven Spielberg

Wie sieht derzeit das Oscar-Rennen aus?

Meiner Meinung nach ist „Lincoln“ derzeit der Favorit auf einen Oscar-Gewinn als Bester Film, dicht gefolgt von dem scheinbar coolsten Film des Jahres „Zero Dark Thirty“. In meiner Favoritenliste ist der solide und erfolgreiche Film „Argo“ auf Platz 3. Ich denke, dass (nach Steven Spielberg und Kathryn Bigelow) Ben Affleck ganz sicher als Bester Regisseur für einen Oscar nominiert wird. Grundsätzlich hat es ein Film schwer, den Oscar als Bester Film zu gewinnen, wenn der Regisseur, der für den Film verantwortlich ist, nicht nominiert wird. „Silver Linings Playbook“ ist – was man so hört – ein Lieblingsfilm von so vielen aus der Branche, hat aber kein Geld an der Kinokasse eingespielt. Man darf jedoch nicht vergessen, dass Harvey Weinstein hinter „Silver Linings Playbook“ steht. Der hält derzeit noch an dem Film fest, bis er vielleicht noch seine Strategie ändert und eine Kampagne führt, die Quentin Tarantino vielleicht zu seinem ersten (überfälligen?) Oscar verhilft. „Les Misérables“ ist durch die eher durchwachsenen Kritiken (Danke dafür!) etwas zurückgefallen, was aber nicht heisst, dass er keine Chance mehr auf den Oscar-Gewinn hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anderer Film als „Lincoln“, „Zero Dark Thirty“, „Argo“, „Silver Linings Playbook“ und „Les Misérables“ den Oscar gewinnen wird. Die nächsten Wochen werden etwas mehr Klarheit bringen. Es ist derzeit noch ein sehr offenes Rennen, es kann noch jeder der fünf (mit „Django Unchained – sechs) Filme sein.

Es werden bis zu 10 Filme für den Oscar 2013 nominiert. Nachfolgend habe ich die Filme, die sehr wahrscheinlich nominiert werden, der Reihenfolge nach gelistet:

Lincoln
Zero Dark Thirty
Argo
Silver Linings Playbook
Les Misérables
Django Unchained
Life of Pi
Beasts of the Southern Wild
Best Exotic Marigold Hotel
Moonrise Kingdom
Amour
Flight
Skyfall
The Master
The Dark Knight Rises

12 Gedanken zu “Die Golden Globe Nominierungen 2013

  1. Ich finde es schade, dass es bei den Oscars keine Unterkategorie Drama und Musical/Comedy bei Bester Film gibt.

    Was das Prestige angeht sind es aber (in den U.S.A. – nicht bei uns) einzig die Oscar-Gewinne, die zählen. Für mich zählen aber auch die Kritiker-Preise und die Guild-Preise. Die Golden Globes nehme ich nicht für voll. Die Verleihung garantiert aber meistens einen sehr lustigen Abend, mehr als bei den Oscars. 🙂

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  2. Die Unterteilung in Dramen und Komödien/Musicals find ich auch gut. Bei den Oscars hat es da in der Vergangenheit immer mal wieder dumme Situationen gegeben, z.B. Chicago vs. The Hours/The Pianist 😦

    Die Oscars haben für mich den Vorzug, dass die Nominierungen größtenteils von entsprechenden Arbeitsgruppen stammen. Leider darf am Ende dann jeder über alles abstimmen. „Seltsame“ Entscheidungen erklären sich u.a. wohl auch aus der Zusammensetzung der Academy: Beim letzten Mal, dass ich geschaut hab, machten Produzenten, Regisseure und Drehbuchautoren zusammen gerade mal etwa so viele Mitglieder wie die Schauspieler aus. Dazu kommen dann die ganzen Leute mit eher technischem Schwerpunkt. Da wundere ich mich nicht, dass Oscars immer mal wieder eher nach Schauwerten oder Popularität vergeben werden, wie gerne kritisiert wird.

    Ich schätze die Kritikerpreise nicht höher als die Globes ein, obwohl man bei ersteren eher mal auf „kleine“ Filme stößt. Über etliche Kritikerzirkel liest man ebenfalls, dass ihre Preisvergabekriterien nicht ganz untadelig sind (Stichwort Gäste für ihre Dinner xD), um es mal diplomatisch zu formulieren (lol @ National Board of Review, z.B.) Die Globes stehen in Sachen „Bestechlichkeit“ im Grunde nur mehr unter Beschuss, weil sie in den Medien stärker wahrgenommen werden. Die Globes haben für mich auch den Vorzug, dass ihre Mitglieder sehr international aufgestellt sind und deren Perspektive tendenziell breiter als die der amerikanischen Zirkel ist. Ich rechne ihnen z.B. hoch an, dass sie damals „Das weiße Band“ ausgezeichnet haben und nicht auf den „Hurt Locker“ Zug mitaufgesprungen sind.

    Oh je, der Kommentar ist viel zu lang geworden, sorry :/

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  3. P.S. „mal“ ist ein Unwort, aber was tut man nicht alles, um gestelzte Formulierungen zu vermeiden ;D

    P.P.S. Ich will dich mit meinen Zeilen gewiss nicht ärgern, finde aber, dass die Globes in den Medien oft schlechter wegkommen, als sie es verdienen.

    P.P.P.S. Mist, Lunchzeit verpasst, verdammte Globes!!! xDDD

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  4. Nun gut, dass Schauspieler die grösste Gruppe der Academy bilden, spiegelt doch nur die Branche wieder! Die Schauspieler nehmen hundertprozentig auch den grössten Part in der Branche ein, also als logische Schlussfolgerung, sind auch die meisten Academy-Mitglieder Schauspieler. 🙂

    Die Academy krankt an einem ganz anderen Problem: Alter. Auch wenn sie in den letzten Jahren viele Einladungen (man weiss immer nur von den Einladungen, aber nicht wer sie angenommen hat. Die Academy-Mitglieder sind übrigens definitiv nicht ausschließlich Amerikaner) an Jüngere ausgesprochen haben, hält sich das Durchschnittsalter immer noch bei über 60.

    Spontan fallen mir drei Sachen ein, die für mich in dem derzeit bestehenden Regelwerk der Oscars stören:

    1. (hatten wir ja schon drüber gesprochen) dass es keine Unterteilung Drama und Comedy/Musical gibt.
    2. dass bis zu 10 Filme als BP nominiert werden können aber nicht – was nur logisch wäre – auch bis zu 10 Regisseure.
    3. dass es sogenannte „Nummer 1- Filme“ der einzelnen Mitglieder sein müssen, um erst einmal eine Normierung zu bekommen.
    4. dass die Academy-Mitglieder nicht zu den einzelnen Screenings der Filme erscheinen müssen, sprich, sie sind nicht verpflichtet alle wichtigen Filme gesehen zu haben. Sie bekommen unzählige DVDs nach Hause geschickt und können sie entweder gucken oder – wenn der Film sie nicht interessiert – halt nicht.

    Oh, das waren schon vier, wenn ich noch länger darüber nachdenke, würden mir sicherlich noch zig andere Sachen einfallen.

    Also die Nominierungen/Preise von National Board of Review kann ich ganz sicherlich ebensowenig ernst nehmen wie die Golden Globes. :)) Die nehmen sich ja Beide nichts. 🙂 Da weiss auch keiner genau, wer sich hinter NBR verbirgt, es sind keine Filmkritiker oder nur ganz, ganz wenige. Jeder in der Branche macht sich ja irgendwie über die lustig. Mich interessieren deren Awards auch nur am Rande, auch wenn sie dieses Jahr Ann Dowd (Compliance) wieder ins Gespräch gebracht haben. 🙂

    Die New Yorker und die L.A. Filmkritiker finde ich spannend und dann, wie gesagt, die ganzen guild awards, bei denen die Schauspieler, die Drehbuchautoren, die Regisseure und die Produzenten ihre jeweils Besten nominieren und auszeichnen.

    „Das weiße Band“ hat bester fremdsprachiger Film in dem Jahr gewonnen, was gab es da auf den „The Hurt Locker“-Zug aufzuspringen? Wenn denn war es der „Avatar“-Zug auf den die Foreign Press aufgesprungen ist. Und wo ich gerade die Liste des Avatar-Jahres gesehen habe, was die da – wieder mal – nominiert haben (Sandra Bullock für „The Proposal“, Julia Roberts für „Duplicity“) und Robert Downey Jr. hat für „Sherlock Holmes“ gewonnen… :)) Bei uns werden doch die Golden Globes richtig gut gefeiert. In den U.S.A. gelten sie als Party-Veranstaltung – ist doch auch was wert. 🙂

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  5. Das ist ein guter Punkt, weil er eins der Hauptprobleme der Oscars anspricht: Ein wichtiger Filmpreis sollte Filme als Kunstform repräsentieren und nicht die dahinter stehende Industrie. Ich fand z.B. die Zusammensetzung der Jury bei der letzten Berlinale vorbildlich, da Regisseure, Autoren und Schauspieler darin gleichmäßig vertreten waren. An der Mitgliederstruktur der Academy kann man natürlich nicht rütteln, den vorherrschenden Misstand aber zumindest abmildern, indem man ein Proporzsystem einführt und die abgegebenen Stimmen gewichtet.

    Bei den von dir kritisierten Punkten kann ich dir nur zustimmen. Ich finde übrigens, dass es eine Fehlentscheidung war, die Anzahl der BP-Nominierungen auf bis zu 10 zu erhöhen.

    Die Guild Awards finde ich auch sehr interessant.

    Ja, „Das weiße Band“ gewann bei den Globes, aber nicht bei den Oscars. Mit dem „Hurt Locker“-Zug meinte ich das Abschneiden des Films in der Awardseason, nicht den kommerziellen Erfolg. Ich bin zwar kein großer Fan von „Avatar“, fand den Film aber weniger ärgerlich als „The Hurt Locker“ der sich realistisch gibt, es aber leider nicht ist (verhält sich analog zu deinem Eintrag über „Flight“).

    Btw, Downey Jr. hatte seinen Globe für „Sherlock Holmes“ redlich verdient 🙂

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  6. Ach eigentlich finde ich bis zu 10 Filme gut, weil ich immer noch den Glauben habe, dass diese bis zu 10 Filme das entsprechende Filmjahr besser repräsentieren. Ich finde z. B. auch, dass ein Blockbuster dann da reingehört. Was bei 5 Filmen unmöglich wäre und deshalb auch so geändert wurde.

    „The Hurt Locker“ war einer meiner Lieblingsfilme in dem Jahr. Aber gut, darüber hatten wir ja bereits schon diskutiert, ich kann nichts dazu sagen, wie realistisch die Story war und hatte bisher auch nichts darüber gehört, dass der Film es halt nicht ist. „Avatar“ fand ich unsäglich, nicht von der Machart logischerweise aber die Geschichte war einfach bumsblöd. Ich kann mich aber noch sehr gut an das Oscar-Jahr erinnern, weil jeder gedacht hat, dass „Avatar“ gewinnt und dann hat doch der kleine Filme, der keine Kohle eingespielt hat und bereits Mitte des Jahres (ich habe ihn, glaube ich im August gesehen) ins Kino kam, gewonnen. Das war auch so ein Jahr wo es nicht klar war, welcher Film den Oscar gewinnt.

    Downey Jr. – wirklich? Naja, ich fand den Film schlimm. :))

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  7. Ich weiß nicht mehr, bei welchen Awards das war, aber irgendwo wurde auch ein Preis für „Best Action Movie“ vergeben. Sowas könnten die bei den Oscars zusätzlich zu den Preisen für Animationsfilme einführen, dann langen wieder 5 BP-Nominierungen xD. Ich find’s halt doof, wenn man die BP-Nominierungen um Action-Blockbuster oder Animationsfilme erweitert, die sowieso keine Chance haben zu gewinnen.

    Ja, das Drehbuch von „Avatar“ war echt nix Besonderes. Fand’s etwas albern, dass sie angeblich die Statuten geändert haben (Motion Capture galt nicht mehr als Animation), damit „Avatar“ ins Rennen um den BP-Oscar gehen konnte.
    Hm, hat man damals echt damit gerechnet, dass „Avatar“ als BP gewinnt? Ich hab trotz der Globes eigentlich fest auf „The Hurt Locker“ gesetzt, u.a. auch wegen politischer Faktoren (erster Regie-Oscar für eine Frau etc.).

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  8. Ja, ich kann mich an die Oscar-Verleihung noch recht gut erinnern, das hieß doch damals auch das David-gegen-Goliath-Rennen. Der absolute Kassenschlager gegen den kleinen Indie-Film und der Kleine (und wesentlich bessere Film) hat sich letztlich durchsetzen können. 🙂

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  9. Hihi, nen BP-Oscar für Avatar hätt ich noch schlimmer als den für Herr der Ringe 3 gefunden (obwohl ich die HdR-Filme ja mag xD). Ich hab damals insgeheim auf den Regieoscar für Bigelow gehofft (hatte sie total verdient, „meine Probleme“ beziehen sich aufs Drehbuch) und auf BP für „Up in the Air“, auch wenn damit natürlich nicht zu rechnen war. Sogar den für’s (adaptierte?) Drehbuch haben sie ihm verwehrt, weil Reitman so extrem unbeliebt ist, wääh xD.

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