Boston – Film: "Hitchcock"


Ich war am 27.11.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Hitchcock“ (dt. Kinostart: 14.03.13) 98 min drama, biopic, adaptation
dir. Sacha Gervasi cast: Anthony Hopkins, Helen Mirren, Scarlett Johansson, Toni Collette, Jessica Biel, Michael Stuhlbarg, James D´Arcy

Im Jahr 1959, Alfred Hitchcocks (Anthony Hopkins) Film „North By Northwest“ ist abgedreht und ein Publikumserfolg. Hitch sucht die nächste Herausforderung und stösst auf den Roman „Psycho“, der auf einer wahren Kriminalgeschichte basiert. Er möchte etwas Neues ausprobieren und nun seinen ersten Horrorfilm drehen. Seine Frau Alma (Helen Mirren) ist zunächst nicht überzeugt und auch das Studio, bei dem er unter Vertrag steht, kann sich keinen kommerziellen Erfolg vorstellen und lehnt es ab, das Projekt zu finanzieren. Alfred Hitchcock nimmt schließlich eine Hypothek auf sein Haus auf und finanziert „Psycho“ selbst. Damit geht er ein sehr großes Risiko ein…

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „Hitchcock“ basiert auf Stephen Rebellos Buch „Alfred Hitchcock and the Making of Psycho“.

Ich bin ein großer Fan von so vielen Hitchcock-Filmen, muss aber gestehen, dass ich so wenig über seine Persönlichkeit und sein Privatleben wusste. So war es mir auch nicht geläufig, was für eine wichtige Rolle Hitchcocks Ehefrau Alma privat, aber definitiv auch beruflich spielte. Der Film konzentriert sich auf den Entstehungsprozess, die Dreharbeiten von „Psycho“, die smarten Marketing- und Vertriebsentscheidungen und gibt einen kleinen Einblick in die Ehe der beiden Künstler Alma Reville und Alfred Hitchcock.

Ursprünglich stand für „Hitchcock“ gar nicht ein amerikanischer Kinostart dieses Jahr an. Da sich Fox Searchlight aber scheinbar von dem Film und/oder den Darstellungen Auszeichnungen versprachen, haben sie den Kinostart in die Oscar-Saison vorverlegt. Das hat selbstverständlich die Oscar-Analysten neugierig gemacht. Der Film wurde dann erstmalig auf dem AFI Film Fest gezeigt und ist komplett durchgefallen. Daher bin ich auch mit sehr geringen Erwartungen in den Film gegangen. Das kann bekanntlich nie schaden. Jedenfalls fand ich „Hitchcock“ überraschend unterhaltsam.

Bei Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock war ich hin- und hergerissen. Zu Anfang fand ich, dass sich Anthony Hopkins zu sehr ins Zeug gelegt hat. Irgendwann habe ich den Schauspieler Anthony Hopkins dann aber nicht mehr wahrgenommen, Alfred Hitchcock habe ich aber auch nicht hundertprozentig gesehen. Mehr hat mich fasziniert, wie Alfred Hitchcock hier gezeigt wird, er muss schon eine durchgeknallte Type gewesen sein. Helen Mirren („Gosford Park“, „Calendar Girls“, „The Queen“) hat mir hier – wieder einmal – sehr gut gefallen. Gut, ich wusste auch nicht, wie Alma Reville ausgeschaut und gesprochen hat. Alma muss eine tolle Frau gewesen sein und einfach hatte sie es mit Hitch ganz sicher nicht.

James D´Arcy hat Anthony Perkins optisch perfekt getroffen. Scarlett Johannson finde ich fast immer schwierig, hier habe ich ihr überraschenderweise aber die meiste Zeit die Janet Leigh abgenommen. Austauschen hätte man aber definitiv Jessica Biel, sie soll hier Vera Miles darstellen.

Von Oscar-Nominierungen ist mittlerweile gar nicht mehr die Rede. Ich würde Helen Mirren aber trotzdem noch nicht ausschließen.

„Hitchcock“ wurde auf dem AFI Film Festival erstmalig aufgeführt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Great Gatsby“
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: Lange nichts mehr von dem Film gesehen. Der neue Trailer ist auch richtig klasse. Gerne hätte ich den Film noch dieses Jahr gesehen, kann aber sehr gut nachvollziehen, warum sie ihn aus dieser, mit so vielen guten Filmen vollgepackten Saison geschoben haben. Diese Romanverfilmung ist von Baz Luhrmann inszeniert und mit Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan und Tobey Maguire in den Hauptrollen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hyde Park on Hudson“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biografisches Drama über den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und seine Cousine. FDR wird von Bill Murray portraitiert, es spielen auch Laura Linney, Olivia Williams und Olivia Colman mit. Film soll leider nicht so gut sein, aber die Performances sind es ganz sicher wert, den Film zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Quartet“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dustin Hoffmans Regiedebüt. Komödie mit Maggie Smith
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Not Fade Away“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit James Gandolfini, Oscar-Chancen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer Film. Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini. Ist das der Oscar-Gewinner 2013?
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parental Guidance“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Billy Crystal, Bette Midler, Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Stoker“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Horrorfilm mit Nicole Kidman, Mia Wasikowska und Matthew Goode
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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