Boston – Film: "Silver Linings Playbook"


Ich war am 26.11.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Silver Linings Playbook“ (dt. Titel: „Silver Linings – Wenn Du mir, dann ich Dir“, dt. Kinostart: 03.01.12) 120 min drama, comedy, adaptation
dir. David O. Russell cast: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Weaver, Julia Stiles, Shea Whigham, Julia Stiles, Chris Tucker

Bei Pat (Bradley Cooper) wurde eine bipolare Störung diagnostiziert und nachdem er den Liebhaber seiner Frau krankenhausreif geprügelt hat, war er für acht Monate in einer psychiatrischen Klinik. Jetzt wohnt er bei seinen Eltern (Jacki Weaver und Robert De Niro) und versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und schließlich seine Frau zurückzugewinnen. Nur die hat eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt. Dann lernt er auch noch die verkorkste Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen…

B- (Wertung von A bis F) „Silver Linings Playbook“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Matthew Quick.

David O. Russells („Three Kings“, „I Heart Huckabees“, The Fighter) neuer Film ist eine Tragikomödie mit teilweise originellen Dialogen (und auch insbesondere einem brillanten Monolog) und auch schräger Situationskomik. Mir war der Film aber vor allen Dingen zu lang. Auch hat der Film für mich im Ganzen nicht funktioniert. Das ganze Gewese, das um den Film in den U.S.A. gemacht wurde, kann ich nur begrenzt nachvollziehen. Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an den Film rangegangen. Bleibend sind für mich einige großartige Szenen und auch die durchgedrehten Charaktere. Letztlich ist hier Irgendwie jeder auf die eine oder andere Weise psychisch auffällig oder gestört.

„Silver Linings Playbook“ ist ein Ensemble-Film. Die gesamte Besetzung ist gut durchdacht. Selbst Chris Tucker (den ich nur anhand seiner Augen erkannt habe) ging mir hier ungewöhnlicherweise mal nicht auf den Keks und auch Julia Stiles hat mir hier in einer kleinen Rolle sehr gut gefallen. Jacki Weaver (Animal Kingdom) ist exzellent und Robert De Niro gibt für mich hier das zweite Mal dieses Jahr (nach Being Flynn) eine Performance, die zeigt, dass er immer noch einer der grössten Schauspieler unserer Zeit ist.

Jennifer Lawrences Performance ist glaubhaft und nuanciert. Dazu ist sie hier auch noch bildhübsch und sieht unglaublich sexy aus. Sie ist jung und wirkt manchmal doch schon so lebenserfahren. Auch wenn ich die Beziehung zwischen Jennifer Lawrences und Bradley Coopers Charaktere im Verlauf und erst recht am Ende nicht zu hundert Prozent abgenommen habe, ist sie zu Recht für einen Oscar im Gespräch.

Bradley Cooper („The Hangover, Limitless), den ich als Schauspieler bislang nicht ernst nehmen konnte, gibt eine intensive und durchaus gute Performance als manisch-depressiver Pat. Er könnte damit eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller erhalten.

„SLP“ läuft jetzt zwei Wochen in den amerikanischen Kinos. Er wird nur in relativ wenigen (367) Kinos gezeigt mit nur mässigem Erfolg. Gerade wurde der Film aber für Independent Spirit Awards (Bester Film, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch, Bestes Hauptdarstellerin, Bestes Hauptdarsteller) nominiert und der Film wird mit Sicherheit auch bei vielen anderen amerikanischen Kritikerpreisen auftauchen.

„SLP“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Bester Regisseur, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Bradley Cooper), Bester Nebendarsteller (Robert De Niro), Beste Nebendarstellerin (Jacki Weaver), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt

„Silver Linings Playbook“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Dort hat der Film den People´s Choice Award gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Side Effects“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller von Steven Soderbergh mit Jude Law, Rooney Mara und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hyde Park on Hudson“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biografisches Drama über den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und seine Cousine. FDR wird von Bill Murray portraitiert, es spielen auch Laura Linney, Olivia Williams und Olivia Colman mit. Film soll leider nicht so gut sein, aber die Performances sind es ganz sicher wert, den Film zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Iron Man 3“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Nun also der dritte Teil. Nach dem üblen 2. Teil bin ich, denke ich, raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer (Oscar)Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Django Unchained“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Für mich die ersten bewegten Bilder von Quentin Tarantinos neuem Film. Ich habe gehört, dass er 3 Stunden lang ist und Samuel L. Jackson aus der interessanten Besetzung heraussticht. Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parental Guidance“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Billy Crystal, Bette Midler, Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

6 Gedanken zu “Boston – Film: "Silver Linings Playbook"

  1. Ah, den sehe ich am 18. die Karten wurden mir förmlich aufgedrängelt :))

    „Zero Dark Thirty“ interessant. Ich mag die Bigelow Streifen meist sehr gerne.
    „Django Unchained“ – eigentlich für mich ein schlechter Witz, aber der Trailer hatte mich zum Lachen gebracht. Mal sehen.
    „Killing Them Softly“ ich fand den Film großartig, aber hier scheiden sich die Geister. Waren auch viele drin, die ihn blöd fanden.
    „Hyde Park on Hudson“ – ich weiß nicht, wenn denn nur wegen Bill.

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  2. Na dann bin ich mal gespannt wie er Dir gefällt. Mich beschleicht aber das Gefühl, dass Du auch Probleme mit ihm haben wirst.

    „Zero Dark Thirty“ soll auch sehr gut sein. Jetzt hat ja Bigelow zum ersten Mal seit „Blue Steel“ eine Frau in der Hauptrolle. Jessica Chastain muss großartig sein, was man so hört.

    Ich bin total gespannt auf „Killing Them Softly“ – werde den wohl versuchen die nächsten Tage in Berlin unterbringen. 🙂

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  3. Och, das glaube ich auch. :))

    Vermutlich wird der Film auch Männern eher gefallen als Frauen. Schließlich werden hier Männerfantasien geweckt. Frauen finden es eher fraglich, was super sexy Tiffany an dem nicht gerade attraktiven und schwer gestörten Pat findet.

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  4. Hihi, mal sehen, wie der Film es darstellt 🙂
    An der Uni hab ich immer mal wieder „ungewöhnliche“ Paare gesehen (hotness vs. freakiness xD). Eine anmutige Politologin in meinem Umfeld meinte zu dem Thema einmal, dass die prince charmings da draußen in der Regel ziemlich langweilige Gesprächspartner seien. Das war schon ein ziemlich herber Schlag gegen mich wandelnden Frauentraum… Meine Karriere als Unterwäschemodel hab ich in der Folge aufgegeben ;D

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  5. :))

    Ja, nichts gegen „ungewöhnliche“ Paare. Nur auf der Leinwand muss ich es nachvollziehen, dass es passt bzw. die Chemie stimmt. Pat läuft nunmal die meiste Zeit mit einem Müllsack oder einem Trikot rum und auch wenn ich mir das wegdenke, ist er auch nicht viel attraktiver. Außerdem ist er psychisch eine tickende Zeitbombe.

    Aber für die (meisten), die den Film lieben, läuft wohl die Beziehung unter „verlorene Seelen finden zueinander“.

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