Berlin – Film: "Holy Motors"


Ich war am 11.09.12 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Holy Motors“ (dt. Kinostart war der 30.08.12) 115 min drama
dir. Leos Carax cast: Denis Lavant, Edith Scob, Kylie Minogue, Elise L´Homeau, Eva Medes, Michel Piccoli

Oscar (Denis Lavant) wird von seiner Chauffeurin (Edith Scob) in einer riesigen Stretchlimousine durch Paris gefahren. Er hat zahlreiche Termine, bei denen er durch die unterschiedlichen Maskierungen und Verkleidungen seine Identität verändert…

B++ (Wertung von A bis F) Vor dem Film habe ich bis auf den Kurzinhalt (soweit man das hier sagen kann) nichts gelesen, weiß aber, dass er bei einigen amerikanischen Filmkritikern in Cannes sehr positiv aufgenommen wurde. Jedenfalls saß ich am Anfang mit gekräuselter Stirn im Kino und wollte dem ganzen einen Sinn abgewinnen. Mit der Friedhofsszene habe ich mich dann aber entspannt und war fortan von großer Vorfreude beseelt, was wohl als nächstes kommt. Ich muss zugeben, dass ich solche Was-will-der-Künstler-uns-mit-seinem-Werk-sagen-Filme schon mag. Im besten Fall steckt hinter so einem Film ein talentierter Filmemacher. Das ist hier der Fall und so bekommt man ein bizarr-schräges, wirres, aber wunderschön verspieltes Kinoerlebnis geboten, das man so wohl kaum ein zweites Mal sehen wird.

Gesehen habe ich „Holy Motors“ in französischer Sprache mit dt. Untertiteln. Der Film startet am 17.10.12 in den U.S. Kinos.

„Holy Motors“ feierte auf dem diesjährigen Cannes Film Festival Premiere.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Parada“ (dt. Trailer)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: serbischer Komödie, die auf der diesjährigen Berlinale den Publikumspreis bekommen hat. Schlechte Synchro beim Trailer.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Amour“ (dt. Trailer)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Michael Hanekes neuer Film. Wenn die deutsche Synchro nicht so schlecht gewesen wäre, wären mir vielleicht schon bei dem Trailer die Tränen gelaufen. Oscar-Potential.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „On the Road“ (dt. Trailer)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Sam Riley, Garrett Hedlund, Kristen Stewart. Oscar-Potential?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Revision“ (dt. Trailer)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Dokumentation über einen deutschen Kriminalfall aus dem Jahr 1992.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kino in Berlin

Gut, es ist einfach ein Fakt, ich gehe nicht gerne in Deutschland ins Kino. Ich habe schon vielfach erklärt warum. Dann gibt es aber immer wieder Filme, die ich hier sehen muss, weil der Kinostart in Deutschland vor dem in den U.S.A. liegt. Bei „Holy Motors“ ist das beispielsweise der Fall. Ausgewählt habe ich diesmal das Hackesche Höfe Kino. Durch meinen letzten Kinobesuch in Deutschland, im Mai, hatte ich dieses Kino noch in guter Erinnerung. Gezeigt werden sehr ausgewählte Filme und (soweit ich weiß) ausschließlich in der Originalfassung mit Untertiteln. Die Location ist schnörkellos und einladend, das Personal lässig und entspannt und das Publikum ist auf eine unaufdringliche Art mit sich selbst beschäftigt. Außerdem ist die Kinokarte günstig (6.50 Euro) und die Werbung vor dem Film wird kurz gehalten. Das Beste an allem: es gibt freie Platzwahl im Kino. Von allen Kinos, die ich in Berlin kenne kommt das meinen zahlreichen Lieblingsprogrammkinos in New York am nächsten.

5 Gedanken zu “Berlin – Film: "Holy Motors"

  1. Ja, total abgedreht der Film, ich mag sowas. Der Film kann gar nicht jedem gefallen – unmöglich. Ich denke, der „normale“ Kinozuschauer kann mit so einem Film schlicht gar nichts anfangen. Dir könnte der gefallen, Du magst ja auch die Filme von Jim Jarmusch und so, obwohl der hier ja nochmal ne ganz andere Liga ist. 🙂

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