San Francisco – Film: "Savages"


Ich war am 06.07.12 und am 15.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Savages“ (dt. Kinostart: 11.10.12) 130 min drama, crime, adaptation
dir. Oliver Stone cast: Taylor Kitsch, Aaron Johnson, Blake Lively, Salma Hayek, Emile Hirsch, John Travolta, Demián Bichir, Benicio del Toro

Chon (Taylor Kitsch) und Ben (Aaron Johnson) sind beste Freunde und leben in Kalifornien. Sie finanzieren ihren luxuriösen Lebensunterhalt mit dem Anbau und Handel von exquisitem Marihuana. Beide lieben die bildhübsche Ophelia (Blake Lively) und leben mit ihr in einer Villa am Strand. Irgendwann bekommen sie von dem mexikanischen Drogenkartell ein Angebot. Sie lehnen ab. Als Ophelia entführt wird, ist ihnen klar, dass das ein großer Fehler war…

B+ (Wertung von A bis F) „Savages“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Don Winslow.

Oliver Stone („Platoon“, „Wall Street“, „JFK“, „Natural Born Killers“, „U Turn“) kann sehr gute Filme inszenieren, aber er hat auch z. B. mit dem Schnulzen-Schmalz „World Trade Center“ und dem Filmdesaster „Alexander“ definitiv ein paar Aussetzer gehabt. „Savages“ zählt für mich nicht zu Oliver Stones besten Werken, aber sehenswert fand ich ihn in jedem Fall. Der Film ist ziemlich blutig und wahnsinnig brutal. Eine Szene war für mein Gemüt sogar etwas zu krass. „Savages“ hätte mich noch mehr begeistern können, so finde ich Blake Livelys Ophelia als Erzählerin völlig überflüssig. Die Geschichte erzählt sich selbst und ist auch nicht ihre Geschichte. Mit dem Ende hatte ich auch so meine Schwierigkeiten, aber gut, der Film ist besser als so vieles was ich sonst in letzter Zeit zu sehen bekam.

Benicio del Toro („Traffic“, „Snatch“, „21 Grams“, „Sin City“, Things We Lost in the Fire) ist schon seit langer Zeit einer meiner Lieblingsschauspieler, mit seiner Performance in „Savages“ hat er mir wieder gezeigt, warum das so ist. Er ist einfach dieser Bösewicht Lado. Da diese herausragende Performance auch mit seiner sprachlichen Finesse zusammenhängt, möchte ich dringend empfehlen, den Film im Original zu sehen. In meinen Augen wäre hier definitiv eine Oscar-Nominierung fällig. Seinetwegen habe ich mir „Savages“ eine Woche später erneut angeschaut.

John Travolta sieht zwar mittlerweile aus wie ein Comicfigur hat mich aber überraschenderweise später im Film auch schauspielerisch überzeugen können. Insbesondere die Szene mit Travolta und del Toro ist großartig. Außerdem hat mir Blake Lively sehr gut gefallen, hier ist sie außergewöhnlich sexy, perfekt für die Rolle. Salma Hayek spielt die Chefin des mexikanischen Drogenkartells und auch ihr habe zum grössten Teil die Rolle abgenommen.

Taylor Kitsch hat in den diesjährigen Megaflops „John Carter“ und „Battleship“ die Hauptrolle gespielt und gilt seitdem als Kassengift. Da „Savages“ nun auch alles andere als ein Kassenerfolg ist, brauche ich mich wahrscheinlich gar nicht weiter mit ihm auseinanderzusetzen. Positiv ist er mir jedenfalls nicht aufgefallen, seinen Filmpartner Aaron Johnson fand ich interessanter.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Odd Life of Timothy Green“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Drama/Fantasie-Film mit Jennifer Garner und Joel Edgerton. Wer denkt sich denn so einen Mist aus?
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „End of Watch“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Action/Drama mit Jake Gyllenhaal und Michael Pena
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

9 Gedanken zu “San Francisco – Film: "Savages"

  1. Aha. Sowohl in „Savages“ als auch in „Breaking Bad“ geht es hauptsächlich um den Anbau bzw. die Herstellung und den Vertrieb von Marihuana bzw. Crystal Meth. Auch wie sie sich dann mit den mächtigen Drogenbossen und Kartellen auseinandersetzen müssen. Um Junkie-Geschichten geht es nur nebensächlich.

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  2. Herzblatt hat gestern mit der ersten Staffel Breaking Bad angefangen. Ich hatte mit reingesehen und finde es ganz nett, aber alle Staffeln zu gucken finde ich nicht so spannend. Komisch, es gibt Serien, da bin ich gleich Feuer und Flamme (Justified zum Beispiel) und andere lassen mich völlig kalt, auch wenn ich das, was ich sehe nicht schlecht finde.

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  3. Das geht mir recht ähnlich. Ich meine, dass mich einige Serien völlig kalt lassen, bei mir ist es „Game of Thrones“ – interessiert mich echt nicht die Bohne. Auch wenn es noch so ein Kritikerliebling ist. Ist bei Dir dann wahrscheinlich mit „Breaking Bad“ so. Rate aber wenigstens Herzblatt, dass er dranbleiben soll, wird ehrlich immer besser. 🙂

    Mmmh, die ersten beiden Staffeln von „Justified“ habe ich schon ewig hier stehen, interessiert mich eigentlich auch nicht wirklich, trotz Timothy Olyphant – vielleicht sollte ich aber einfach mal anfangen. :no:

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  4. Heute habe ich auch zwei Folgen mitgesehen – ist schon extrem unterhaltsam, aber die Vorstellung, dass der Mann über 5 Staffeln stirbt… ich weiß nicht :))
    Auf jeden Fall ist die Bluray sehr gut gemacht, das hat man so nicht oft.
    Justified ist da ganz anders, westernmäßig eben, lässig und unspektakulär. Mir gefällst 😀

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  5. Aha! 🙂 Wer sagt denn, dass er über 5 Staffeln stirbt… Darum geht´s doch hier auch nur nebensächlich. Am Anfang ist es halt wichtig, weil das einer seiner Beweggründe war, weil er ja die Arztkosten nicht bezahlen kann und seine Familie nicht ruiniert sehen will. Ja, ich habe auch gehört, dass sich die Bluray auf jeden Fall lohnt.

    Jaja, ich fange irgendwann – wenn mir keine für mich interessantere Serie in der Zwischenzeit über den Weg läuft – an mit „Justified“, Timothy Olyphant habe ich auch ewig nicht mehr gesehen und er ist einfach ne coole Sau. 🙂

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