Boston – Film: "Seeking a Friend for the End of the World"


Ich war am 27.06.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Seeking a Friend for the End of the World“ (dt. Titel: „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“, dt. Kinostart: 20.09.12) 101 min drama, comedy
dir. Lorene Scafaria cast: Steve Carell, Keira Knightley, Adam Brody, Derek Luke, Connie Britton, Patton Oswalt, Rob Corddry

Der Weltuntergang naht, es verbleiben noch drei Wochen. Dodge arbeitet bei einer Versicherung und seine Frau verlässt ihn just in dem Moment, in dem feststeht, dass es keine Rettung mehr gibt. Dann trifft er auf Penny (Keira Knightley)…

B+ (Wertung von A bis F) Für „Seeking a Friend for the End of the World“ muss man wahrscheinlich in der richtigen Stimmung sein, aber auch dann ist es sehr wahrscheinlich kein Film für jedermann. Ich habe ihn mir eigentlich auch nur angeschaut habe, um die Zeit bis zu einem anderem Film zu überbrücken. Daher habe ich mich Im Vorfeld auch nicht über den Film informiert. An dieser Stelle dachte ich, mich hauptsächlich über das unsägliche Casting auslassen zu müssen. Auf dem Papier hört sich die Besetzung von Steve Carell und Keira Knightley in einer RomCom aber auch schräg an.

„Seeking a Friend for the End of the World“ ist aber keine RomCom, eher ein leises, nachdenklich machendes, aber auch skurril-witziges Roadmovie mit einem Sci-Fi-Hintergrund. Ich war überrascht, wie gut mir der Film gefallen hat. Während des Films ist mir mehrmals der Film Melancholia in den Sinn gekommen. „Seeking a Friend“ hat natürlich keinen cineastischen Anspruch, aber auch hier naht das Ende der Welt und der Umgang mit dem Thema liegt mir wesentlich mehr. Wie verhält man sich, wenn man weiß, dass es nur noch drei Wochen sind, bis die Erde zerstört ist. Was will man noch erleben oder erledigen, mit wem verbringt man die letzten Tage und Stunden? Dodge und Penny lernen sich durch Zufall kennen und könnten nicht unterschiedlicher sein. Er, der nette Typ von nebenan möchte noch einmal seine erste große Liebe treffen und sie, die leicht durchgeknallte Engländerin, die gerade ihren nichtsnutzigen Freund verlassen hat, ihre Lieblingsschallplatten durch die Gegend schleppt, möchte zu ihrer Familie nach Großbritannien. Irgendwie fügt sich hier alles relativ natürlich zusammen. Auch die Beziehung der beiden entwickelt sich glaubhaft, vielleicht nicht zu 100 Prozent, aber zu 90. Angesichts der Besetzung von Steve Carell und Keira Knightley grenzte das schon für mich an ein Wunder.

Steve Carell („Little Miss Sunshine“, Dan in Real Life, Get Smart, Crazy, Stupid, Love) ist immer besonders sehenswert wenn er – wie hier – einen ernstzunehmenden Charakter portraitiert. In „Seeking a Friend“ hat er insbesondere eine Szene, in der er – ohne viel zu sagen – so unglaublich ausdrucksstark ist. Keira Knightley steht die freigeistige Type, die sie hier verkörpert.

„Seeking a Friend for the End of the World“ hat einen überwiegend sehr gelungenen Soundtrack. Einer meiner Lieblingssongs wird sogar ein zweites Mal zum Abspann gespielt. Der Film ist in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2012 gelandet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Perks of Being a Wallflower“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Romanverfilmung mit Paul Rudd, Ezra Miller, Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ted“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Teddy-Komödie mit Mark Wahlberg und Mila Kunis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Hope Springs“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Meryl Streep, Tommy Lee Jones und Steve Carell
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „For a Good Time, Call…“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Komödie mit Justin Long, Seth Rogen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ruby Sparks“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: RomCom mit Paul Dano, Zoe Kazan, Annette Bening
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Anna Karenina“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Neuverfilmung des Romanklassikers von Leo Tolstoi mit Keira Knightley und Jude Law. Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

8 Gedanken zu “Boston – Film: "Seeking a Friend for the End of the World"

  1. Ehrlich gesagt sind es der Wahrscheinlichkeit nach mittlerweile sogar schon mehr als 60% :)) Ich denke einfach, dass ich aus „Ted“ weniger schlecht gelaunt komme als aus „Abraham Lincoln: Vampire Hunter“ :))

    Na auf „Anna Karenina“ freue ich mich nicht gerade, genauso wenig wie auf „Les Miserables“. Derzeit sind beide Filme im engeren Kreis der Oscar-Favoriten 2013. Wenn sie drin bleiben muss ich sie gucken. 🙂

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  2. Die Ted-Trailer machen mich schon fertig und wir fragen uns immer: wer guckt das/für wen werden solche Filme gemacht? :))

    Oh noch ein „Les Miserables“ ? Der mit Uma war doch schon so ein Flop oder habe ich das falsch in Erinnerung?
    Ich kann diesen alten Klassikern nicht wirklich was abgewinnen. Gerade Anna Karenina wird praktisch jedes Jahr verfilmt. Aber wenn sie auf der Oscarliste stehen, musst Du sie natürlich gucken 🙂

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  3. Ich habe mir gerade auf YouTube den dt. und (nochmal) den Original-Trailer angeguckt. Der dt. Trailer ist grauenhaft, vulgär und da würde ich mich auch fragen, für wen solche Filme gemacht werden. Der Ami-Trailer ist wesentlich harmloser und erzählt die Geschichte um den Teddy. „Ted“ hat ganz okaye Bewertungen bekommen, aber das hat ja nichts zu heissen. Meist finde ich die Filme dann trotzdem blöd.

    Ich kann mich an den Uma-Les Mis-Film gar nicht mehr erinnern. Der neue ist mit ner singenden Anne Hathaway, daher hoffe ich inständig, dass er aus der Favoriten-Liste rausfällt.

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  4. Im Grunde kann man ein Ungetüm wie Anna nicht wirklich gut verfilmen, aber Wright, Stoppard und Knightley lassen auf einen netten Abend hoffen 🙂

    Und deine Aversion gegen Klassiker ist… konsistent (:

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