DVD – Film: "Oldboy"


Folgenden Film habe ich mir auf DVD angeschaut:

„Oldboy“ 120 min drama, thriller
dir.Park Chan-wook cast: Min-sik Choi, Ji-tae Yu, Hye-jeong Kang, Ji Dae-han

Oh Dae-su (Min-sik Choi) wurde ausgerechnet am Geburtstag seiner Tochter wegen Trunkenheit abgeführt und auf die Polizeistation gebracht. Als ein Freund die Kaution stellt und er freigelassen wird, verschwindet er spurlos. Oh Dae-su wurde von Unbekannten gefangen genommen und in ein möbliertes Einzimmerappartement eingeperrt. Er weiß weder von wem noch warum er gefangen genommen wurde. Bis auf einen Fernseher hat er keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Aus dem Fernsehen erfährt er auch, dass seine Frau getötet und die Tat ihm angehängt wurde. Dann wird er nach 15 Jahren plötzlich freigelassen. Er bekommt ein Handy zugesteckt. In einer Sushi-Bar trifft er auf die junge Mi-do (Hye-jeong Kang), bei der er unterkommt. Als er seinen Peiniger schließlich findet, könnte er ihn töten, aber dann würde er nie herausfinden, warum der ihn ihn fünfzehn Jahre lang eingesperrt hat…

B (Wertung von A bis F) Der Film „Oldboy“ basiert lose auf dem gleichnamigen japanischen Manga von Nobuaki Minegishi und Garon Tsuchiya. „Oldboy“ ist der zweite Teil der Rache-Trilogie des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook „Sympathy for Mr. Vengeance“ und „Lady Vengeance“ waren die anderen beiden Teile, inhaltlich sind die drei Filme nicht miteinander verbunden.

Der koreanische Film ist aus dem Jahr 2003. Ich habe ihn schon vor einigen Jahren von einem besonderen Menschen empfohlen bekommen und wünschte jetzt im Nachhinein, dass ich ihn früher gesehen hätte. In der Zwischenzeit habe ich einige andere Filme gesehen, bei denen Filmemacher oder Drehbuchschreiber, na ich sage mal höflich, Elemente aus „Oldboy“ übernommen haben.

Trotz der Dramatik und Brutalität zieht sich durch den Film ein skurriler Humor. Park Chan-wooks Stil in „Oldboy“ ist meines Erachtens durch David Lynch, aber auch durch David Cronenberg beinflusst. Der Film ist düster, stilistisch brillant, ideenreich und voller einprägsamer Szenen.

Schauspielerisch fand ich insbesondere Oh Dae-sus Gegenspieler brillant besetzt. Seine Figur hat mich irgendwie an die des aalglatten Patrick Bateman aus „American Psycho“ erinnert. Kein Wunder, dass sie für das amerikanische Remake sofort auf Christian Bale gekommen sind.

Die Auflösung von „Oldboy“ ist zwar etwas dürftig und an den Haaren herbeigezogen, die Story bietet aber Potenzial. Visuell kann man nichts verbessern, dennoch bin ich gespannt darauf, sie von einem kompetenten amerikanischen Filmemacher neuverfilmt zu sehen. Bei Spike Lee („Malcolm X“, „Summer of Sam“, „25th Hour“) dürfte der Stoff in guten Händen sein. Im amerikanischen Remake von „Oldboy“ wird Josh Brolin die Hauptrolle spielen mit Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“, „Silent House“) an seiner Seite. Das ist denke ich eine gute Wahl, zumal ich mit dem koreanischen Hauptdarsteller (Min-sik Choi) hin und wieder meine Probleme hatte. In der Zwischenzeit waren, wie gesagt, Christian Bale, Colin Firth und Clive Owen im Gespräch, den Bösewicht zu spielen. Derzeit schaut es so aus, dass Sharlto Copley („Disctrict 9“) diese Rolle übernehmen soll. Als ich mir „Oldboy“ angeguckt habe, wusste ich schon wer für das Remake besetzt werden sollte. Sharlto Copley sehe ich derzeit nicht als Idealbesetzung.

Auf dem Cannes Film Festival im Jahr 2004 hat „Oldboy“ den Großen Preis der Jury gewonnen.

Trailer zu sehen:

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