Charlotte – Film: "The Grey"


Ich war am 05.02.12 in Charlotte und habe mir im Kino angeschaut:

„The Grey“ (dt. Titel: „The Grey – Unter Wölfen“, dt. Kinostart: 12.04.12) 117 min horror, drama, adaptation
dir. Joe Carnahan cast: Liam Neeson, Dermot Mulroney, Frank Grillo, Dallas Roberts, Joe Anderson

Ottway (Liam Neeson) hat eigentlich mit seinem Leben abgeschlossen. Er arbeitet für ein Ölunternehmen und ist mit einigen Bohrabeitern auf dem Rückflug nach Hause. Das Flugzeug gerät in heftige Turbulenzen und stürzt schließlich inmitten der Wildnis von Alaska ab. Die sieben Überlebenden versuchen, dem Tod zu entrinnen. Da ist aber nicht nur die Eiseskälte, es gibt auch Wölfe…

B- (Wertung von A bis F) „The Grey“ basiert auf der Kurzgeschichte „Ghost Walker“ von Ian MacKenzie Jeffers.

Im Januar und Februar sind in den U.S.A. noch eine Vielzahl der möglichen Oscar-Kandidaten im Kino zu sehen, entsprechend starten in dieser Zeit normalerweise nur verzichtbare Filme im Kino, „The Grey“ bildet für mich eine Ausnahme.

Gut, ich finde natürlich nicht alles logisch und realistisch in dem Film. Die Wolfszenen sind mitunter ziemlich krass, ich finde aber die Wölfe und deren Verhalten auch das eine oder andere Mal etwas albern. Der Regisseur Joe Cornish („Narc“, „Smokin´Aces“, „The A-Team“) hat aber eine so glaubwürdig eisige Atmosphäre geschaffen, dass ich förmlich mit den Protagonisten gefroren habe. In den amerikanischen Kinos herrschen grundsätzlich Gefrierschrank-Temperaturen, aber so frierend und unbehaglich habe ich lange nicht im Kino gesessen. „The Grey“ hat 25 Millionen Dollar gekostet, für mich hat er sich aber mehr wie ein richtiger Low-Budget-Film angefühlt, was aber den spannenden Überlebenskampf der Charaktere nicht mindert.

Nach Taken und Unknown ist „The Grey“ nun der dritte Film in dem der Charakterschauspieler Liam Neeson sich als glaubwürdiger Actionheld beweist. Das ist ein absolut ungewöhnlicher aber interessanter Karrierewechsel für einen beinahe 60-jährigen Schauspieler. In dem Film hat Liam Neesons Charakter auch den Verlust seiner Frau zu verarbeiten. Neesons Performance ist so überzeugend, vermutlich ist seine eigene Trauerarbeit mit in die Rolle eingeflossen. Im Jahr 2009 hat Liam Neeson seine Frau Natasha Richardson bei einem tragischen Skiunfall verloren.

Mir haben aber auch alle anderen Schauspieler (darunter ein kaum zu erkennender Dermot Mulroney) gut gefallen.

Derzeit wird in Erwägung gezogen, den Film im Oktober 2012 als Wiederaufführung im Kino zu zeigen, um ihm eine Chance für die Oscar-Saison 2013 einzuräumen. Ich finde das etwas übertrieben, auch wenn die Performance von Liam Neeson es bestimmt verdient hätte, dass man einen zweiten Blick – hinsichtlich der wichtigen Preisverleihungen – riskiert.

Tipp: Man sollte den Abspann abwarten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Lockout“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Guy Pearce und Maggie Grace, der Trailer ist wirklich eine Katastrophe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „This Means War“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom mit Tom Hardy und Reese Witherspoon. Von dem Film habe ich zuvor noch nie etwas gehört…kein gutes Zeichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Silent House“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Horrorfilm mit Elizabeth Olsen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

2 Gedanken zu “Charlotte – Film: "The Grey"

  1. Na Neeson hat doch auch so im Film angefangen oder besser gesagt, immer wieder mal auch Action- oder Fantasyrollen übernommen. Ich persönlich mag ihn ja auch in Darkman. Der hier hört sich wirklich spannend an.
    Was hat sich Hardy nur dabei gedacht diese alberne Komödie mit der Witherspoon zu drehen? :))

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  2. Ja klar, hat er auch in Batman, Star Wars und was weiß ich noch alles gespielt, aber für mich ist er für diesen Rollen nicht im Bewusstsein geblieben. Für mich ist er mehr Schindler, Michael Collins und Kinsey. Unvergessen auch als toller Papa in „Love Actually. An „Darkman“ kann ich mich nicht mehr erinnern. Ein richtiger Actionheld wie Bruce Willis oder so war aber bisher nicht und so war der Wechsel mit Mitte/Ende 50 schon sehr ungewöhnlich. Ich hoffe aber, dass er auch wieder anspruchsvolle Filme macht.

    Och, ich kann mir schon gut vorstellen, dass Dir „The Grey“ gefällt. Dir gefiel ja sogar „Frozen“, wenn ich das richtig in Erinnerung behalten habe. 🙂 und hier gibt es okaye Charaktere, gute Schauspieler, viel Kälte und noch mehr Wölfe, außerdem wirkt er nicht ganz so billig. Ich bin gespannt was Du sagst. 🙂

    Hardy sollte aufpassen, nicht dass er seinen Ruf verliert. :))

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