Boston – Film: "The Descendants"


Ich war am 27.11.11 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Descendants“ (dt. Titel: „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“, dt. Kinostart: 12.01.12) 115 min drama, comedy, adaptation
dir. Alexander Payne cast: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Judy Greer, Robert Forster, Patricia Hastie

Matt King (George Clooney) ist Anwalt und lebt mit seiner Frau Elizabeth (Patricia Hastie) und seinen beiden Töchtern auf Hawaii. Vor 23 Tagen hatte seine Frau einen schweren Unfall und liegt seitdem im Koma. Jetzt muss sich der vielbeschäftigte Anwalt plötzlich alleine um seine 10-jährige Tochter Scottie (Amara Miller) und ihre 17-jährige Schwester Alexandra (Shailene Woodley) kümmern. Dabei erfährt er von seiner älteren Tochter, dass ihn seine Frau schon länger betrogen hat. Er muss einige Entscheidungen für sich und seine Familie treffen…

B- (Wertung von A bis F) „The Descendants“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kaui Hart Hammings.

Ich hatte es mir fast gedacht. Den Trailer von „The Descendants“ fand ich okay, aber nichts hat für mich darauf hingedeutet, hier einen der besten Filme des Jahres zu sehen. Dann wurde er aber auf den wichtigen Filmfestivals gezeigt und beinahe alle haben nur noch von diesem Film geredet. Er hält sich auch hartnäckig als einer der drei Top-Favoriten für eine Oscar-Nominierung als bester Film. Ich frage mich warum. Zweifelsfrei ist es ein netter und unterhaltsamer Film mit durchaus witzigen Dialogen, aber es ist doch kein Oscar-Film. Ich habe das Gefühl, ein Déjà-Vu zu haben. Bei Alexander Paynes letztem Film („Sideways“) ging es mir ähnlich (nur dass mir der Film noch weniger gefallen hat). Damals haben alle von diesem Film gesprochen, wie einzigartig und toll der wäre. Ich sass dann voller Erwartung im Kino und habe mich dann über zwei Stunden lang gefragt, wann jetzt endlich der sensationelle Film anfängt.

Man sagt, dass Dramen (und auch Tragikomödien) einen auch immer persönlich ansprechen müssen, um sie besonders zu finden. Was nicht heißt, dass man sich zwingend im Film wiederfinden muss, man sollte aber eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen können. Das ist mir hier nicht gelungen, ich finde sie nicht einmal sonderlich interessant. Vielleicht liegt es daran, dass der Film auf Hawaii spielt. Die Männer tragen hier grundsätzlich kurze Hosen (finde ich ganz befremdlich).

Es wird davon gesprochen, dass George Clooney („Out of Sight“, „Three Kings“, Michael Clayton, Up in the Air) seine bislang beste Performance gibt und wohl sehr wahrscheinlich für den Oscar nominiert wird. Ich muss scheinbar einen anderen Film gesehen haben. Clooney ist gut, aber ich habe dieses Jahr schon ganz andere Schauspieler gesehen, die es mit ihrer Performance wirklich verdient hätten, für einen Oscar nominiert zu werden. Shailene Woodley gibt hier ihr Spielfilmdebüt und das macht sie ordentlich, aber auch hier sehe ich keine Notwendigkeit, sie für Filmpreise zu nominieren. Eigentlich ist es bei „The Descendants“ nur der wunderbare Schauspieler Robert Forster, der aus dem Ensemble herausragt. Leider hat er in dem Film nur zwei oder drei (großartige) Szenen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Contraband“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Actioner mit Mark Wahlberg und Kate Beckinsale
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright. An Rooney Mara habe ich mich nicht nur mittlerweile gewöhnt und ich bin sehr gespannt auf diese Performance. Oscar-Film oder Oscar-Potential, wird sich (immer noch) zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Extremely Loud and Incredibly Close“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer, leider immer noch dieser U2-Song)
Kommentar: Stephen Daldrys Drama, das den 11. September 2001 thematisiert. Besetzung: Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow und Viola Davis. Gilt als möglicher Oscar-Film, obwohl ihn immer noch keiner gesehen hat…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „In the Land of Blood and Honey“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Angelina Jolies Regiedebüt. Film ist eine Liebesgeschichte während des Bosnienkrieges.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Being Flynn“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama mit Robert De Niro, Julianne Moore und Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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