Boston – Film: "The Descendants"

Ich war am 27.11.11 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Descendants“ (dt. Titel: „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“, dt. Kinostart: 12.01.12) 115 min drama, comedy, adaptation
dir. Alexander Payne cast: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Judy Greer, Robert Forster, Patricia Hastie

Matt King (George Clooney) ist Anwalt und lebt mit seiner Frau Elizabeth (Patricia Hastie) und seinen beiden Töchtern auf Hawaii. Vor 23 Tagen hatte seine Frau einen schweren Unfall und liegt seitdem im Koma. Jetzt muss sich der vielbeschäftigte Anwalt plötzlich alleine um seine 10-jährige Tochter Scottie (Amara Miller) und ihre 17-jährige Schwester Alexandra (Shailene Woodley) kümmern. Dabei erfährt er von seiner älteren Tochter, dass ihn seine Frau schon länger betrogen hat. Er muss einige Entscheidungen für sich und seine Familie treffen…

B- (Wertung von A bis F) „The Descendants“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kaui Hart Hammings.

Ich hatte es mir fast gedacht. Den Trailer von „The Descendants“ fand ich okay, aber nichts hat für mich darauf hingedeutet, hier einen der besten Filme des Jahres zu sehen. Dann wurde er aber auf den wichtigen Filmfestivals gezeigt und beinahe alle haben nur noch von diesem Film geredet. Er hält sich auch hartnäckig als einer der drei Top-Favoriten für eine Oscar-Nominierung als bester Film. Ich frage mich warum. Zweifelsfrei ist es ein netter und unterhaltsamer Film mit durchaus witzigen Dialogen, aber es ist doch kein Oscar-Film. Ich habe das Gefühl, ein Déjà-Vu zu haben. Bei Alexander Paynes letztem Film („Sideways“) ging es mir ähnlich (nur dass mir der Film noch weniger gefallen hat). Damals haben alle von diesem Film gesprochen, wie einzigartig und toll der wäre. Ich sass dann voller Erwartung im Kino und habe mich dann über zwei Stunden lang gefragt, wann jetzt endlich der sensationelle Film anfängt.

Man sagt, dass Dramen (und auch Tragikomödien) einen auch immer persönlich ansprechen müssen, um sie besonders zu finden. Was nicht heißt, dass man sich zwingend im Film wiederfinden muss, man sollte aber eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen können. Das ist mir hier nicht gelungen, ich finde sie nicht einmal sonderlich interessant. Vielleicht liegt es daran, dass der Film auf Hawaii spielt. Die Männer tragen hier grundsätzlich kurze Hosen (finde ich ganz befremdlich).

Es wird davon gesprochen, dass George Clooney („Out of Sight“, „Three Kings“, Michael Clayton, Up in the Air) seine bislang beste Performance gibt und wohl sehr wahrscheinlich für den Oscar nominiert wird. Ich muss scheinbar einen anderen Film gesehen haben. Clooney ist gut, aber ich habe dieses Jahr schon ganz andere Schauspieler gesehen, die es mit ihrer Performance wirklich verdient hätten, für einen Oscar nominiert zu werden. Shailene Woodley gibt hier ihr Spielfilmdebüt und das macht sie ordentlich, aber auch hier sehe ich keine Notwendigkeit, sie für Filmpreise zu nominieren. Eigentlich ist es bei „The Descendants“ nur der wunderbare Schauspieler Robert Forster, der aus dem Ensemble herausragt. Leider hat er in dem Film nur zwei oder drei (großartige) Szenen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Contraband“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Actioner mit Mark Wahlberg und Kate Beckinsale
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright. An Rooney Mara habe ich mich nicht nur mittlerweile gewöhnt und ich bin sehr gespannt auf diese Performance. Oscar-Film oder Oscar-Potential, wird sich (immer noch) zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Extremely Loud and Incredibly Close“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer, leider immer noch dieser U2-Song)
Kommentar: Stephen Daldrys Drama, das den 11. September 2001 thematisiert. Besetzung: Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow und Viola Davis. Gilt als möglicher Oscar-Film, obwohl ihn immer noch keiner gesehen hat…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „In the Land of Blood and Honey“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Angelina Jolies Regiedebüt. Film ist eine Liebesgeschichte während des Bosnienkrieges.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Being Flynn“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama mit Robert De Niro, Julianne Moore und Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Hugo – 3D"

Ich war am 27.11.11 in Boston und am 20.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Hugo – 3D“ (dt. Titel: „Hugo Cabret“, dt. Kinostart: 09.02.12) 127 min mystery, adventure, family, adaptation
dir. Martin Scorsese cast: Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Asa Butterfield, Jude Law, Christopher Lee, Chloe Grace Moretz, Michael Stuhlbarg, Emily Mortimer, Ray Winstone, Helen McCrory

Paris in den 1930er Jahren. Der 12-jährige Hugo Cabret (Asa Butterfield) ist Waise und auf sich alleine gestellt. Er war in der Obhut seines alkoholsüchtigen Onkels (Ray Winstone), der die Uhren auf dem riesigen Pariser Bahnhof nachgezogen und repariert hat. Jetzt ist der Onkel verschwunden und Hugo übernimmt seine Arbeit. Er lebt in den Gemäuern des großen Bahnhofs, in ständigen Angst entdeckt zu werden. Vor allen Dingen muss er sich vor dem Bahnhofsinspektor Gustav (Sacha Baron Cohen) und seinem Hund in Acht nehmen. Als der Spielzeugladenbesitzer Georges Méliès (Ben Kingsley) Hugo bei einem vermeintlichen Diebstahl erwischt, nimmt er ihm sein Notizbuch weg. Hugo ist verzweifelt und versucht, sein für ihn wertvolles Notizbuch zurückzubekommen. Das ist aber nicht seine einzige Sorge, sein Vater hat ihm eine kaputte mechanische Figur vermacht. Mit einem herzförmigen Schlüssel könnte er sie vielleicht wieder zum Laufen bringen und so das Geheimnis dieser Figur lüften. Die gleichaltrige Isabelle (Chloe Grace Moretz) wird ihm helfen…

A- (Wertung von A bis F) „Hugo“ basiert auf Brian Selznicks Roman „The Invention of Hugo Cabret“.

Den meisten Leuten ist der Regisseur Martin Scorsese („Taxi Driver“, „Goodfellas“, „Casino“, „The Departed“) durch seine Gangster-Filme bekannt. Dabei wird gerne vergessen, dass er auch sehr gute Filme in anderen Genres gedreht hat. Er hat mehrere Dramen inszeniert, Biopics, einige Musik-Dokumentationen und nicht zu vergessen mit „The Age of Innocent“ sogar einen soliden Kostümfilm. Mit „Hugo“ hat einer der besten Regisseure unserer Zeit einen Familienfilm inszeniert, zumindest was die ersten zwei Drittel des Films angeht. Auch hat er sich mit diesem Film der – auch für ihn neuen – 3D-Technik gewidmet. Wie ein Scorsese diese Möglichkeit nutzt, ist atemberaubend. „Hugo“ lädt ein, sich entspannt im Kinosessel zurückzulehnen und sich visuell beeindrucken lassen. Handwerklich ist der Film ein Meisterwerk. „Hugo“ ist voller Kreativität und Details, die man kaum beim ersten Mal alle erfassen kann. Martin Scorsese hat hier eine faszinierende eigene Welt erschaffen.

„Hugo“ ist auch eine Liebeserklärung an das Filmemachen. Ich denke, dass es kein Film für die breite Masse ist. Der normale Kinozuschauer, der vielleicht ein paar Mal im Jahr ins Kino geht, wird Scorseses Filmwerk nicht zu schätzen wissen. Vielleicht irre ich mich aber auch. In jedem Fall ist es ein Film für Cineasten.

Mir war der Film nicht eine Minute zu lang. Die Story braucht zugegebenermassen eine Weile um sich in ihrer gesamten Schönheit zu entfalten. Im letzten Akt zahlt sich aber das Warten hundertprozentig aus.

Von Asa Butterfield, der den Hugo spielt, war ich nicht besonders angetan, wobei ich für mich nicht herausfinden konnte, ob es an seinem Aussehen, seiner Ausstrahlung oder seiner Performance liegt. Gerade im Zusammenspiel mit Chloe Grace Moretz ist mir deutlich geworden, wie fade er wirkt. Ben Kingsley hingegen ist brillant, so auch Helen McCrory. Sacha Baron Cohen konnte mich überzeugen, aber auch Emily Mortimer und der Rest der Besetzung.

Mittlerweile gibt es widersprüchliche Angaben, dass einer der Produzenten einen, im Abspann bei den Credits nicht aufgeführten, Cameo-Auftritt gibt. Vor zwei Monaten hiess es, dass er „mitspielt“. Daher unter Vorbehalt SPOILER: Es sind, glaube ich, zwei Szenen in denen Johnny Depp kurz zu sehen ist.

„Hugo“ wurde in 3D gedreht, wird aber auch in 2D gezeigt. Ich glaube, ich habe genug darauf hingewiesen, dass es ein Muss ist, ihn in 3D zu sehen.

„Hugo“ ist für mich jetzt einer der Favoriten für eine Oscar-Nominierung als bester Film, beste Regie, beste Kameraführung, beste Ausstattung, bester Score und für sämtliche visuellen und technischen Preise.

„Hugo“ wird aller Voraussicht nach in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2011 landen.

Update nach dem 2. Kinobesuch:
A- (Wertung von A bis F) Es ist großartig, diesen Film ein zweites Mal zu sehen. Da man jetzt weiß, wie der Film endet, kann man auf ganz andere Sachen achten. Ein paar Schwächen sehe ich im Film, die größte ist für mich – nach wie vor – Asa Butterfield als Hugo. Er wirkt einfach unnatürlich und hat auch noch gefärbte Haare. Der dritte Akt holt aber alles wieder raus.

Als ich den Film vor vier Wochen das erste Mal sah, war es alles andere als wahrscheinlich, dass der Film irgendwo als bester Film nominiert werden wird. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass er für den Oscar nominiert wird.

Jedem bleibt dringend zu empfehlen, Martin Scorseses 3D-Film auch in der entsprechenden Fassung zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The Adventures of Tintin“ (3D)
Bewertung des Trailer: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Spielbergs Tim & Struppi-Animationsfilm startet zu Weihnachten in den amerikanischen Kinos
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Titanic“ (3D)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: mal schauen…

Trailer von Film:“Dr. Seuss´The Lorax“ (3D)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: ein weiterer Dr. Seuss´Animationsfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 70%

Trailer von Film:“The Pirates! Band of Misfits“ (3D)
Bewertung des Trailer: C+
Kommentar: Stop-Motion-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 30%

Trailer von Film:“Joyful Noise“
Bewertung des Trailer: D
Kommentar: Musical mit Queen Latifah und Dolly Parton
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“ParaNorman“ (3D)
Bewertung des Trailer: A
Kommentar: Stop-Motion-Animationsfilm von den kreativen Köpfen von „Coraline“
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "J. Edgar"

Ich war am 26.11.11 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„J. Edgar“ (dt. Kinostart: 19.01.12) 137 min biographical drama
dir. Clint Eastwood cast: Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Naomi Watts, Jeffrey Donovan, Judi Dench, Josh Lucas, Lea Thompson, Adam Driver

Im Jahr 1924 wurde J. Edgar Hoover nach seinem Studium als neuer Direktor der amerikanischen Bundespolizei (Bureau of Investigation) ernannt. Er strukturierte die Behörde um und vergrösserte ihren Machtbereich. Im Jahr 1935 wurde die Behörde umbenannt in Federal Bureau of Investigation (F.B.I.) und J. Edgar Hoover war bis zu seinem Tod im Jahr 1972, insgesamt 48 Jahre, als Chef der amerikanischen Bundespolizei tätig. Er hat unter insgesamt acht verschiedenen US-Präsidenten gedient, hat Kommunisten, Bürgerrechtler, Homosexuelle und Ehebrecher gehasst und bekämpft. Überhaupt ist er gegen Jeden, der eine andere politische Überzeugung oder Moralauffassung als er hatte, vorgegangen. Er hat diese Leute (darunter auch US-Präsidenten, Prominente und sogar Martin Luther King) abhören lassen, führte geheime Akten über sie und hat teilweise die Beweise genutzt, um die Personen zu erpressen. Die Mafia hat er hingegen nie so bekämpft, wie er es durch seine Funktion gekonnt hätte. J. Edgar Hoover war einer der mächtigsten Personen der Vereinigten Staaten von Amerika.

In dem Film diktiert J. Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio) einigen jungen Agenten die Geschichte seiner F.B.I.-Tätigkeit. Im Film erfährt man auch, was für einen Stellenwert seine Mutter (Judi Dench) in seinem Leben hatte und dass er Clyde Tolson (Armie Hammer) zu seinem Stellvertreter ernannt hat. Bis zu seinem Tod war Clyde Tolson auch der Lebenspartner von J. Edgar Hoover.

C+ (Wertung von A bis F) Der skrupellose FBI Chef J. Edgar Hoover hat mich schon sehr früh fasziniert. Vor jetzt mehr als zwanzig Jahren habe ich seine Biografie förmlich verschlungen.

Clint Eastwood schafft es mit seinem Film „J. Edgar“ in meinen Augen nicht, dieser so wichtigen historischen Person gerecht zu werden. Biografische Filme müssen auch immer dem Zuschauer, der nicht ausreichend Hintergrundwissen hat, eine Persönlichkeit erklären. Der Film hätte sich noch mehr auf sein Karriere, die Mittel, die er eingesetzt hat, um sie voranzutreiben, seine fiesen Taktiken und letztlich seine Macht konzentrieren müssen. Sicherlich ist auch seine private Beziehung zu seinem Stellvertreter interessant, mir nimmt aber die Liebesgeschichte eine zu dominante Rolle ein. Auch hätte ich gerne erfahren, warum seine Sekretärin (gespielt von Naomi Watts) ihm so ergeben war. Ihre Figur ist unbefriedigend ausgearbeitet. Die Geschichte wird in unzähligen Rückblenden erzählt und springt von der einen Zeit in die nächste und wieder zurück. Ich sehe das Problem des Films im Drehbuch. (geschrieben von Dustin Lance Black, der für Milk einen Oscar gewonnen hat). Clint Eastwoods Regiearbeit ist einmal mehr bemerkenswert, gerade die Nacht- und Außenaufnahmen sind sehr elegant. Die Ausstattung und die Garderobe wirken authentisch.

Leonardo DiCaprio schafft es, dem Zuschauer J. Edgar Hoover menschlich nahezubringen. Immer mal wieder während des Films und natürlich zum Schluss hat mich dieser Mann, der sich so sehr seinen eigenen moralischen Vorstellungen unterwarf und Zeit seines Lebens nie zugeben konnte, homosexuell zu sein, gerührt. Von dem Film nehme ich, was die Person J. Edgar Hoover angeht, eigentlich nur mit, dass er mir leid tut. Das dürfte eigentlich nicht sein. Von Beginn des Films an war ich von Leonardo DiCaprios Performance gefesselt, so sehr, dass ich mich regelrecht zwingen musste, auch auf andere Schauspieler zu achten. Das hat sich erst geändert als Armie Hammer ins Spiel kam. Die Anziehungskraft der Beiden ist spürbar. Leonardo DiCaprio hat nun optisch überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Direktor des F.B.I. Leo spielt ihn über einen Zeitraum von über fünfzig Jahren. Als er J. Edgar Hoover in jungen Jahren porträtiert, hatte ich noch so meine Schwierigkeiten mit seiner Performance, in seiner Sprache habe ich immer wieder den Filmstar rausgehört und auch von den dunklen Augen war ich zunächst abgelenkt. Dann aber, als er den älteren und alten J. Edgar Hoover spielt (dank auch der perfekten Arbeit der Maskenbilder), verschwindet Leonardo DiCaprio komplett hinter seiner Filmfigur. Sein Aussehen, seine Sprache, seine Gesichtsausdrücke, seine Körperhaltung, sein Gang – das ist nicht mehr ein Schauspieler, hier sieht man J. Edgar Hoover. Damit ist es für mich eine eindeutige Oscar-Performance.

Bei den anderen Performances möchte ich Armie Hammer (The Social Network) herausheben. Er hat mir schauspielerisch sehr gut gefallen, obwohl seine Performance durch eine teils lächerlich wirkende Maske als älterer/alter Mann etwas überschattet wird. Gefallen hat mir auch, klar, Judi Dench als schwulenfeindliche Übermutter von J. Edgar Hoover. Nicht so überzeugt war ich hier von Naomi Watts, aber das lag mehr an in ihrer Filmfigur.

In einer sehr gut besuchten Samstagabend Vorstellung sind während des Films immer mal wieder Zuschauer aufgestanden und gegangen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Extremely Loud and Incredibly Close“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer, leider immer noch dieser U2-Song)
Kommentar: Stephen Daldrys Drama, das den 11. September 2001 thematisiert. Besetzung: Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow und Viola Davis. Gilt als möglicher Oscar-Film, obwohl ihn immer noch keiner gesehen hat…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „New Year´s Eve“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom mit Ashton Kutcher, Hilary Swank, Michelle Pfeiffer, Jon Bon Jovi, Zac Efron, Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Sarah Jessica Parker, Jessica Biel und Katherine Heigl und Til Schweiger (spätestens beim Auftauchen der beiden Letztgenannten im Trailer, war ich raus aus der Geschichte…)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%, es sei denn er bekommt eine RT-Bewertung von mind. 60%

Trailer v. Film: „Safe House“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actioner mit Ryan Reynolds und Denzel Washington
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright. An Rooney Mara habe ich mich nicht nur mittlerweile gewöhnt und ich bin sehr gespannt auf diese Performance. Oscar-Film oder Oscar-Potential, wird sich (immer noch) zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „War Horse“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: „War Horse“ gilt immer noch als möglicher Oscar-Film. Für mich immer noch ein „Arbeitsfilm“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Young Adult“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jason Reitmans neue Tragikomödie mit einer scheinbar brillanten Charlize Theron. Auch mit dabei Patrick Wilson und Patton Oswalt. Oscar-Potential. Ich glaube, der Film wird mir gefallen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

DVD – Film: "A Better Life"

Folgenden Film habe ich mir als iTunes/ Leihvideo angeschaut:

„A Better Life“ 98 min drama
dir. Chris Weitz cast: Demian Bichir, José Julián, Joaquin Cosio, Eddie Sotelo

Der Mexikaner Carlos (Demian Bichir) ist vor einigen Jahren illegal nach Los Angeles gekommen. Auch ohne Papiere versucht er sich und seinen 14-jährigen Sohn Luis (José Julián) durchzubringen. Er vermittelt seinem Sohn mexikanische Traditionen und will ihn vor kriminellen Gruppierungen fernhalten. Luis soll es eines Tages besser haben. Als er die Gelegenheit bekommt, einen Truck zu kaufen und so seinen Verdienst zu erhöhen, nimmt er sie wahr. Auch wenn er nicht mal einen Führerschein hat und bei einer Polizeikontrolle auffliegt und des Landes verwiesen wird. Es kommt wie es kommen musste…

C (Wertung von A bis F) „A Better Life“ ist ein weiteres mittelmässiges Migrationsdrama. Wer schreibt eigentlich solche – bis ins Detail vorhersehbaren – Drehbücher? Natürlich versucht man hier mit der Story und mit Demian Bichirs Figur „Carlos“ Emotionen zu erzeugen. Carlos, der sympathische, ehrliche und gutmütige mexikanische Einwanderer, der hart arbeitet und nur das Beste will. Mir ist das aber viel zu platt. Zugegebenermassen habe ich mir den Film auch nur angeschaut, weil Demian Bichir immer noch auf einigen Oscar-Listen als möglicher Kandidat geführt wird. In meinen Augen gibt er keine bemerkenswerte Performance, in der einen oder anderen Szene kann er überzeugen, im Ganzen betrachtend sind aber seine Gesichtsausdrücke sehr limitiert. Chancen auf eine Oscar-Nominierung sehe ich so gar nicht.

Trailer zu sehen:

http://trailers.apple.com/trailers/summit/abetterlife/

DVD – Film: "Attack the Block"

Folgenden Film habe ich mir als iTunes Leihvideo angeschaut:

„Attack the Block“ (dt. Kinostart war der 22.09.11) 88 min sci-fi, fantasy, horror
dir. Joe Cornish cast: John Boyega, Alex Esmail, Leeon Jones, Jodie Whittaker, Franz Drameh, Howard Simon, Nick Frost

Auf ihrem Nachhauseweg wird eine junge Frau (Jodie Whittaker) von einer Gruppe bewaffneter Teenager überfallen. Plötzlich schlägt eine Art Meteorit direkt neben ihnen in ein parkendes Auto. Der Meteorit stellt sich als Alien dar und greift Moses (John Boyega) und seine Kumpels an. Die Jungs bringen ihn aber zur Strecke und schleppen die Alien-Leiche gleich zu ihrem Drogendealer Ron (Nick Frost). Es dauert nicht lange und der gesamte Hochhauskomplex wird von ganz vielen fiesen Aliens angegriffen. Die Jungs müssen ihren Wohnblock verteidigen…

B (Wertung von A bis F) Jon Favreau hat es geschafft, seinen „Cowboys & Aliens“ trotz Filmstars und einem riesigem Budget komplett gegen die Wand zu fahren. Der englische Comedian Joe Cornish zeigt dagegen mit seinem Erstlingswerk, dass man weder Stars noch viel Geld benötigt, um einen soliden Sci-Fi-Alien-Film zu inszenieren. Joe Cornish hat einen Sinn für Style, ein Auge für Casting und ein Ohr für den passenden Soundtrack (Basement Jaxx). Auch wenn hier etwas an Statisten gespart wurde (was mich den ganzen Film über irritierte), so wurden die Darsteller perfekt ausgewählt. Die Jungs wirken so authentisch, schon mit ihrer eigenen Sprache, die müssen einfach direkt von der Straße Südlondons wegengagiert worden sein. Die flauschigen Monster-Aliens mit ihren Neon-Zähnen fand ich originell, aber auch sonst hat der Film ausreichend Komik-Potential. Ich bin sicher, dass dieser atmosphärische Indie-Film noch besser im Kino gewirkt hätte, möchte aber auch eine eindeutige DVD-Empfehlung aussprechen.

Trailer zu sehen:

http://attacktheblock.com/

DVD – Film: "Beautiful Boy"

Folgenden Film habe ich mir als iTunes Leihvideo angeschaut:

„Beautiful Boy“ 100 min drama
dir. Shawn Ku cast: Michael Sheen, Maria Bello, Alan Tudyk, Kyle Gallner, Meat Loaf

Bill (Michael Sheen) und Kate (Maria Bello) sind seit zwanzig Jahren verheiratet. Sie haben sich auseinandergelebt. Die einzige Gemeinsamkeit ist ihr 18-jähriger Sohn Sam (Kyle Gallner). Sam besucht aber mittlerweile die Universität und wohnt nicht mehr daheim. Als in den Nachrichten mitgeteilt wird, dass an Sams Uni ein Amokläufer 21 Menschen getötet hat, machen sich die Eltern große Sorgen. Dann steht die Polizei vor der Tür steht und teilt der Mutter mit, dass ihr Sohn nicht nur tot ist, sondern auch der Amokläufer war…

D+ (Wertung von A bis F) Ich finde das Thema hochinteressant, um so schlimmer, dass der Regisseur nicht sensibel genug damit umgegangen ist.

Wie ist es wohl für die Eltern eines Amokläufers, ihr Kind zu verlieren gekoppelt mit der Gewissheit, dass der Mensch, den sie großgezogen haben, ein mehrfacher Mörder ist? Wie konnte es dazu kommen, gab es Anzeichen, haben die Eltern etwas falsch gemacht? Wie muss es sein – wenn nach so einer Tragödie – die Öffentlichkeit, die Medien, das eigene Kind analysiert und beurteilt? Der Film hätte ruhiger und ausschließlich auf die Eltern fokussiert sein müssen. Die Erzählung hier ist eine beinahe hektische Aneinanderreihung von Szenen, ohne den Protagonisten Raum zu geben. Das Verhalten der Eltern fand ich auch weitestgehend nicht nachvollziehbar. Sicherlich gibt es verschiedene Arten von Schicksalsbewältigung, hier habe ich aber nicht mitfühlen können und schließlich das Interesse an den Figuren verloren. Die grössten Fehler sehe ich dabei im Drehbuch und in der Regiearbeit. Aber auch die beiden von mir sehr geschätzten Schauspieler Maria Bello („The Cooler“, „A History of Violence“) und Michael Sheen („The Queen“, Frost/Nixon, Midnight in Paris) waren nur mittelmässig, manchmal haben sie sich auch etwas zu viel ins Zeug gelegt. So etwas finde ich immer besonders ärgerlich, wenn ich weiß, dass beide das Schauspiel so viel besser beherrschen. Auch finde ich, dass die Chemie zwischen den beiden Schauspielern nicht stimmt. Nun gut, „Beautiful Boy“ ist ein Film, den man schnell vergisst. Dieses Jahr startet noch ein weiterer Film („We Need to Talk about Kevin“), der sich mit dem Thema beschäftigt. Was man so hört, soll dieser Film richtig gelungen sein und die Hauptdarstellerin, Tilda Swinton, ist sogar für einen Oscar im Gespräch.

Trailer zu sehen:

Berlin – Film: "Melancholia"

Ich war am 30.10.11 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„Melancholia“ (dt. Kinostart war der 06.10.11) 130 min drama
dir. Lars von Trier cast: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Alexander Skarsgard, Charlotte Rampling, John Hurt, Stellan Skarsgard, Udo Kier

Die Erde wird mit dem Planeten Melancholia zusammenprallen und dabei völlig zerstört werden. Der Weltuntergang steht unmittelbar bevor. Auf dem Landsitz ihres schwerreichen Schwagers John (Kiefer Sutherland) findet die Hochzeitsfeierlichkeit von Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgard) statt. Justine leidet aber an schweren Depressionen und bringt es fertig, an nur einem Abend ihr komplettes Leben kaputt zu machen…

C- (Wertung von A bis F) „Melancholia“ ist bestimmt kein schlechter Film… Bei Dramen verhält es sich für den Zuschauer aber meist so, dass man sich entweder irgendwie mit den Protagonisten identifizieren kann oder wenigstens Verständnis oder Sympathie für sie aufbringt. Mir gingen die beiden neurotischen Luxus-Weibchen aber unglaublich auf die Nerven. Es kann gut sein, dass mir das nötige Verständnis für die Krankheit Depression fehlt. Im ersten Teil des Films wollte ich Justine wahlweise am liebsten schütteln, in den Hintern treten oder ihr klar zu verstehen geben, dass sie sich jetzt endlich zusammenreissen soll. Emotional hat mich der Film überhaupt nicht angesprochen. Bezeichnenderweise haben mir auch ganz klar die beiden zynischen Figuren (die Mutter der Schwestern und der Ehemann von Claire, gespielt von Charlotte Rampling und Kiefer Sutherland) am besten gefallen. Ich habe das Leinwandgeschehen aus der Distanz betrachtet und fand es unglaublich anstrengend, diesem gefühlt ewig langen Film bis zu Ende zu schauen. Zweifelsfrei bietet der Film aber, gerade zu Beginn, unglaublich schöne Bilder bzw. Szenen für das Cineasten-Herz.

Durch die Bank fand ich alle Schauspieler hervorragend. Früher war ich großer Fan von Charlotte Gainsbourg, mittlerweile finde ich, dass sie etwas verhärmt wirkt und gar nicht mehr fotogen ist. Kirsten Dunst und Alexander Skarsgard (hier mal in einer netten Rolle) geben ein sehr schönes Paar ab. Alexander Skarsgard (True Blood, Straw Dogs) spielt hier das erste Mal gemeinsam mit seinem Vater Stellan Skarsgard („Good Will Hunting“, „Dogville“, „Mamma Mia!“) in einem Spielfilm.

Auch wenn ich es teilweise unerträglich fand, dem depressiven Charakter Justine zu folgen, Kirsten Dunst transportiert auf überzeugende Weise die Gefühlswert ihrer Filmfigur. Wirklich bemerkenswert, ich würde sogar soweit gehen, dass ihre Schauspielleistung eine Oscar-Nominierung verdient hätte. Die Konkurrenz ist aber gerade in dieser Kategorie im nächsten Jahr gross und ich weiss nicht, ob sich die Schauspieler der Academy (die für eine Nominierung in dem Bereich entscheiden) den Film angucken bzw. bis zum Schluss durchhalten.

„Melancholia“ startet am 11.11.11 in den amerikanischen Kinos.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Anonymous“ (dt. Trailer!)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ich weiss immer noch nicht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70 %

Trailer v. Film: „Jane Eyre“ (OV)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Mia Wasikowska, Judi Dench, Sally Hawkins, etc. Oscar-Potential?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Habe mir den Film bereits über iTunes angeschaut.

Trailer v. Film: „The Ides of March“ (OV)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Politdrama von und mit George Clooney. Auch mit dabei: Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei, etc. Oscar-Potential.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Habe den Film bereits gesehen.

Trailer v. Film: „Charlotte Rampling: The Look“ (OmU)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Dokumentation über die legendäre Schauspielerin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Dangerous Method“ (OV)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Cronenbergs Film über Sigmund Freund, Carl Jung und Sabina Spielrein mit Viggo Mortensen, Michael Fassbender und Keira Knightly. Oscar-Potential?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Kino in Berlin:

Da werden Erinnerungen wach. Das Odeon war das Kino meiner Jugend. Auch wenn das Odeon für mich nie so wirklich verkehrsgünstig lag, war es doch das Kino meiner Wahl. Ab Mitte/Ende der 1980er Jahre liefen hier Filme im Original (bzw. in der OmU), was ein internationales Publikum ins dieses Kino zog. Erst Mitte der 1990er Jahre kam ein zweites Kino, die Kurbel, hinzu, die Filme in Originalfassungen zeigten. Jedenfalls war ich seit unzähligen Jahren nicht mehr im Odeon. So sehr ich letztens das Central Kino gelobt habe, so wenig war ich jetzt von dem Odeon begeistert. Das Kino macht im Empfangsbereich (und in den Toiletten) einen recht verwahrlosten Eindruck. Die ältere Dame mit den zwei geflochtenen Heidi-Zöpfen an der Kasse hinterlässt einen recht unmotivierten, beinahe zickigen Eindruck. Die Ticketpreise sind okay, wobei eines 8.50 Euro kostet (offensichtlich Überlänge-Zuschlag von 0,50 Euro – Unfassbar bei 130 Minuten!). Das Odeon-Kino zeigt Werbung, unglaublich öde noch dazu. Positives gibt es aber auch zu berichten: freie Platzwahl in einem renovierten, recht großen Kinosaal, bequeme Sessel, ausgewählte Filme im Original oder in der OmU, okaye Preise für die Verpflegung und nicht unerheblich: es gibt immer noch ausschließlich salziges Popcorn.

Leider hat sich der Kinobetreiber der Kurbel Anfang der 2000er Jahre dazu entschlossen, keine Filme mehr im Original zu zeigen. Damit haben sie mich und sehr viele andere wieder als Zuschauer verloren. Meines Erachtens war das eine geschäftsschädigende Entscheidung. Ich wohne aber in der Nachbarschaft der Kurbel und so hat es mich geschockt zu hören, dass die Kurbel zum Ende des Jahres 2011 jetzt komplett ihren Kinobetrieb einstellt. Ich finde es immer traurig, wenn kleine Kinos zumachen.