DVD – Film: "Hunger"


Folgenden Film habe ich mir als iTunes Leihvideo angeschaut:

„Hunger“ (in D. auf DVD erhältlich) 96 min drama
dir. Steve McQueen cast: Michael Fassbender, Liam Cunningham, Stuart Graham, Liam McMahon, Brian Milligan

1981 in Nordirland. Mehrere IRA-Mitglieder sind im Maze Gefängnis inhaftiert. Mit verschiedenen Aktionen fordern sie den Status als politische Gefangene zurück. Erfolglos. Die Gefängniswärter greifen zu immer brutaleren Methoden, um die Insassen zu Vernunft zu bringen. Der 27-jährige Bobby Sands (Michael Fassbender) teilt dem Priester Dominic Moran (Liam Cunnungham) in einem langen Gespräch mit, dass er mit einigen Mitstreitern in einen Hungerstreik treten wird. Der Priester versucht ihn umzustimmen, aber für Bobby Sands steht längst fest, dass er mit diesem Hungerstreik die britische Regierung zwingen will, die IRA-Häftlinge wieder als politische Gefangene anzuerkennen…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Hunger“ basiert auf wahren Begebenheiten.

Der Film thematisiert den Nordirland-Konflikt zu Beginn der 1980er Jahre. Erzählt wird nicht nur aus Sicht der Inhaftierten, in ebenso beklemmenden Szenen sieht man die Gefängniswärter. Mit Ausnahme von einer wichtigen, sehr langen Dialogszene kommt der Film weitestgehend ohne Sprache aus. Auch wurde kaum Musik eingesetzt, was hier auch zu sehr abgelenkt hätte. Die Bilder sind eindrucksvoll, erschreckend und nachher, wenn man den verhungernden Bobby Sands sieht, kaum noch zu ertragen. „Hunger“ ist ein sehr leiser aber um so intensiver Film.

Michael Fassbender (Inglourious Basterds, Jane Eyre, X-Men: First Class) ist natürlich überwältigend in dieser Rolle. Ich empfinde ihn sowieso schon als recht schmal, hier hat er auch noch ca. 20 Kilo abgenommen. Er verschwindet förmlich vom Bildschirm. Bei dem unerträglichen Anblick lässt es sich nicht vermeiden, dass Erinnerungen an Christian Bale in „The Machinist“ wach werden. So krasse körperliche Veränderungen braucht er zukünftig nicht mehr über sich ergehen zu lassen, um seine Wandelbarkeit zu unterstreichen.

Ich finde, „Hunger“ ist eine interessanten Regiearbeit. Wie Steve McQueen sich für bestimmte Szene entscheidet und sie inszeniert, zeugt von großer Beobachtungsgabe und/oder einem riesigen Selbstbewusstsein. Beispielsweise scheut er sich nicht, einen Wärter zu zeigen wie der ungefähr fünf Minuten den Flur wischt. Der Regisseur hat mein Interesse geweckt und was ich schon jetzt von seinem zweiten Film „Shame“ (ebenfalls mit Michael Fassbender in der Hauptrolle) höre, kann man auf diesen Film schon freuen.

Der britische Künstler Steve McQueen hat für sein Regiedebüt in Cannes 2008 sogar die Goldene Kamera gewonnen.

Trailer zu sehen:

2 Gedanken zu “DVD – Film: "Hunger"

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