NYC – Film: "Warrior"


Ich war am 22.09.11 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Warrior“ (in D. ab dem 24.02.12 auf DVD erhältlich) 139 min action, drama
dir. Gavin O`Connor cast: Tom Hardy, Joel Edgerton, Nick Nolte, Jennifer Morrison, Noah Emmerich, Kevin Dunn, Frank Grillo

Der Ex-Marine Tommy (Tom Hardy) taucht nach vielen Jahren bei seinem Vater Paddy (Nick Nolte) auf. Paddy ist Alkoholiker und gibt an, seit drei Jahren nicht mehr zu trinken, Tommy wird ihm aber seine zerstörte Kindheit nie verzeihen. Er bittet Paddy, einem ehemaligen Wrestling-Trainer, ihn erneut zu tranieren. Er möchte an dem Mixed Martial Arts-Turnier (SPARTA) teilnehmen, bei dem der Gewinner ein Preisgeld von USD 5 Millionen Dollar mit nach Hause nimmt. Tommy hat auch zu seinem älteren Bruder Brendan (Joel Edgerton) seit Jahren keinen Kontakt mehr. Brendan arbeitet als Physiklehrer und ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Töchter. Er steckt in einer prekären finanziellen Situation. Er und seine Familie sind dabei, ihr Haus zu verlieren. Brendan, der sich durch Kämpfe in seiner Freizeit etwas Geld hinzuverdient, sucht sich einen Trainer (Frank Grillo) und wird sich ebenfalls für das SPARTA-Turnier anmelden…

A- Wertung von A bis F) „Warrior“ geht beinahe 2 1/2 Stunden, ich fand ihn aber keine Minute langweilig. Zum Schluss wird es beinahe unerträglich spannend. Der Film erzählt eine bewegende Familiengeschichte und ist zugleich ein solider Sportfilm. MMA ist ein für die U.S.A. relativ neuer Sport und unglaublich brutal. Die Kampfszenen sind realistisch choreographiert und packend inszeniert. Am meisten hat mich aber die Familiengeschichte berührt. Die ersten Begegnungen zwischen Brendan und seinem Vater, und später das erste Aufeinandertreffen der beiden Brüder.

Es geht schon seit ein paar Jahren so, dass wenn ich Nick Nolte auf der Leinwand sehe, ich merke wie sehr ich ihn vermisst habe. Sein Gesicht ist voller Leben und seine knarzige, grimmige Stimme ist einfach besonders. Nick Nolte wird zweifelsohne eine Menge von seinem eigenen Leben mit in diese Rolle gebracht haben, aber das ist mir egal. Er ist einfach Paddy und damit ist das eine ganz klare Oscar-Nominierung. Auch Tom Hardy fand ich herausragend. Wenn er etwas besonders gut kann, dann solche Kämpfertypen überzeugend spielen. Joel Edgerton habe ich nicht so ganz den Physiklehrer abgenommen. Ich kann mich zwar an meinen Physiklehrer nicht mehr erinnern, aber wenn er wie Joel Edgerton ausgesehen hätte, hätte ich bestimmt auch etwas aktiver am, aus meiner Sicht sinnfreien, Unterricht teilgenommen. Dafür hat Joel Edgerton aber eine frappierende Ähnlichkeit mit Nick Nolte und so konnte ich ihm irgendwie den Sohn abnehmen.

„Warrior“ mag vielleicht etwas klischeehaft sein, aber er hat mich bewegt.

Schade, dass der Film nicht vor einem Jahr rausgekommen ist. Da die Geschichte doch der von The Fighter ähnelt, könnte das den wohlverdienten Oscar-Nominierungen schaden. Ich sehe dennoch eine Oscar-Nominierung für Nick Nolte. Mit „The Prince of Tides“ und „Affliction“ wurde er bereits zwei Mal für den Oscar nominiert.

„Warrior“ könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2011 landen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Descendants“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film mit George Clooney. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mission: Impossible – Ghost Protocol“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: hmmm, ich fand nur MI3 gut (kann mich aber gar nicht mehr richtig erinnern). Ich mag einfach Tom Cruise nicht sehen. Jeremy Renner spielt aber mit und man sieht schon im Trailer, dass er Tom Cruise an die Wand spielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Killer Elite“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actioner mit Robert De Niro, Jason Stratham, Clive Owen. Film hat sehr schlechte Kritiken bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Real Steel“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Hugh Jackman, den ich eh nicht mehr sehen/ernst nehmen kann
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dream House“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Daniel Craig, Rachel Weisz und Naomi Watts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Abduction“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller/Action mit Taylor Lautner, Maria Bello, Alfred Molina und Sigourney Weaver. Hat eine sagenhafte RT-Bewertung von 3% erhalten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hunger Games“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: von vielen langerwartete Verfilmung des gleichnamigen Romans mit Jennifer Lawrence, Woody Harrelson, Stanley Tucci und Lenny Kravitz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

4 Gedanken zu “NYC – Film: "Warrior"

  1. Ah, na jetzt kann ich wenigstens hauptdarstellertechnisch mitreden :))
    Nick Nolte habe ich auch immer gerne gesehen. Schade, dass er so viel Jahre mit dem Alkohol und mäßiger Rollenauswahl verplempert hat, denn er ist gut.
    Und tatsächlich „die Killer Elite“ wurde verrissen? Da kenne ich auch nur den Peckinpah, aber das hier ist ein anderes Buch. Gucke ich mir am 24. Oktober an, meine Freundin hat Freikarten :))
    „Abduction“ auch so schlecht? Schade, ich sehe Molina sehr gerne.

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  2. Ja der Nolte ist einfach richtig gut, wenn er will. Vor „Warrior“ war ich in „The Good Thief“ zuletzt von ihm begeistert.

    Vielleicht ist ja „Killer Elite“ auch gar nicht so schlecht. „Abduction“ soll jedenfalls ganz schlimm sein, der Hauptdarsteller geht in meinen Augen auch gar nicht. :))

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  3. Habe ihn heute gesehen und geheult wie ein Schlosshund. Ich fands sehr bewegend und alle drei richtig großartig.

    Na ja und was den Physiklehrer angeht: in den USA Lehrer zu werden ist nicht sonderlich schwer und kein Vergleich mit Deutschland. Als Auswanderer kannst Du eher an die Schule als in Deinen Beruf als zum Beispiel Krankenschwester arbeiten. Die Lehrerabschlussprüfungen haben den ungefähren Schwierigkeitsgrad einer Hausarbeit Lehramt hier 🙂

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  4. Ja „Warrior“ hat mich auch ganz doll berührt. Damals bin ich nur davon ausgegangen, dass Nolte eine Oscar-Nominierung bekommen müsste, jetzt hat er sie – darüber freue ich mich sehr. 🙂

    Ja, Du hattest, glaube ich, mal gesagt, dass Du einen (oder mehrere?) Verwandte hast, die als Lehrer in den U.S.A. arbeiten. Ich bin ja der Meinung, dass Lehrer ein fundiertes Fachwissen haben müssen aber es ist mindestens genauso wichtig, dass sie dies auch vermitteln können. Wenn ich in Deutschland meine Freundinnen mit Kindern so höre, dann hat sich da hier immer noch nicht so viel geändert. Traurig.

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