NYC – Film: "Drive"


Ich war am 21.09.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Drive“ (dt. Kinostart: 26.01.12 ) 100 min action, thriller, adaptation
dir. Nicolas Winding Refn cast: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Albert Brooks, Bryan Cranston, Ron Perlman, Christina Hendricks, Oscar Isaac

Driver (Ryan Gosling) ist ein brillanter Autofahrer. Er arbeitet als Stuntfahrer in Hollywood und als Automechaniker in der Werkstadt von Shannon (Bryan Cranston). Shannon vermittelt ihm auch Aufträge als Fahrer von Fluchtautos. Als er seine Nachbarin Irene (Carey Mulligan) kennenlernt, bahnt sich langsam etwas zwischen den beiden an. Dann wird aber Irenes Ehemann Standard (Oscar Isaac) aus dem Gefängnis entlassen und die Geschichte nimmt einen unerwarteten Verlauf…

B (Bewertung von A bis F) Der Film „Drive“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von James Sallis.

Wie kann ich einen Film bewerten, bei dem ich eigentlich den kompletten Soundtrack grauenvoll finde, das visuell Dargebotene aber anfangs ziemlich gut bzw. später genial? Noch bei „Bronson“ war ich voller Lobes für den, vom Regisseur so passend gewählten, Soundtrack. Was ist denn hier schief gegangen? Ohne mal wieder genaue Zeitangaben machen zu können, nimmt der Film nach ungefähr fünfzig Minuten eine Wendung. Ab dem Zeitpunkt ist er unglaublich spannend, wahnsinnig brutal und blutig. Der zweite Teil hat mir richtig gut gefallen, auch ist das furchbare Gedudel dann nicht mehr so dominant (B- für die ersten fünfzig Minuten – ohne die Filmmusik in die Bewertung eingeschlossen zu haben – und A- für den zweiten Teil). Der Film „Drive“ hat tolle, sehr einprägsame Kameraeinstellungen und ich glaube, ich habe in meinem Leben noch keine so elegante und coole Fahrstuhl-Szene gesehen.

Ich mag hochkonzentrierte, schweigsame Gangster. Ryan Gosling („Murder by Numbers“, „The Notebook“, „Half Nelson“, Fracture, Blue Valentine) gibt hier erneut eine äusserst überzeugende Performance. Die Beziehung zwischen Ryan Gosling und Carrey Mulligan Charakteren fand ich glaubhaft und interessant.

Die amerikanischen Kriker loben Albert Brooks („Broadcast News“, „Dr. Dolittle“, „The Muse“) in den Himmel, sogar von Oscar-Nominierung ist die Rede. Ich habe ihn ewig nicht mehr gesehen, mochte ihn aber früher nicht sonderlich. Er spielt hier eine, für ihn ungewohnte Rolle und das macht er ausgezeichnet. Ron Perlman (Hellboy, Sons of Anarchy) aber zum Beispiel bewegt sich hier auf einem für ihn nicht so fremden Terrain und er macht seine Sache mindestens genauso gut. Hervorheben würde ich Bryan Cranston (Breaking Bad).

Bleibt die Frage, ob der Film Oscar-Potential hat. Genre-Filme haben es bei der Academy für gewöhnlich sehr schwer. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, z. B. „Pulp Fiction“ – aber der Film ist wesentlich besser und vor allen Dingen hat er einen sehr gelungenen Soundtrack. Es ist nicht abwegig, dass Ryan Gosling und Albert Brooks eine Nominierung erhalten, vielleicht auch Nicolas Winding Refn als Regisseur.

„Drive“ feierte seine Weltpremiere auf dem Cannes Film Festival 2011, dort hat er einen fünfzehn Minuten anhaltenden Beifall erhalten. Nicolas Winding Refn hat später den Preis als bester Regisseur erhalten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Rum Diary“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hunter S. Thompson. Mit Johnny Depp. Oscar-Potential?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Spionagethriller nach dem Roman von John le Carré. Film mit Gary Oldman, Colin Firth, Tom Hardy, John Hurt, Toby Jones, Mark Strong. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Paranormal Activity 3“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Nun also der dritte Teil. Ich fand den ersten ja sehr spannend, der zweite hat mich dann nicht mehr so interessiert.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dream House“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Daniel Craig, Rachel Weisz und Naomi Watts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Premium Rush“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionthriller mit Joseph Gordon-Levitt und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Guy Ritchies Fortsetzung mit Robert Downey Jr. und Jude Law. Fand ja den ersten schon schlimm.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

3 Gedanken zu “NYC – Film: "Drive"

  1. Huch, warum hatte ich denn hier damals nix gesagt?
    Habe ihn gerade gesehen und bin ziemlich begeistert. Ja die Musik ist schwierig. Hatte mich sehr an Ladytron erinnert. Das fand ich nicht so schlimm. Der Bruch von der sehr ruhigen Charakterstudie zum brutalen hin war schon ziemlich genial und hat so einigen um mich herum echt vor den Kopf geschlagen. So jetzt muss ich ihn aber noch etwas sacken lassen 🙂

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