San Francisco – Film: "Point Blank"


Ich war am 25.08.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Point Blank“ (Originaltitel: „À Bout Portant“) 84 min thriller
dir. Fred Cavayé cast: Gilles Lellouche, Gérard Lanvin, Mireille Perrier, Roschdy Zem, Elena Anaya

Samuel (Gilles Lellouche) arbeitet als Krankenpfleger in einem Krankenhaus in Paris. Während seiner Schicht wird er Zeuge eines Mordanschlags an einem seiner Patienten. Samuel schafft es gerade noch so, ihn zu retten. Seine Frau Nadia (Elena Anaya) ist im siebenten Monat schwanger und wurde von ihrer Ärztin dazu verdonnert, sich zu schonen. Dann überschlagen sich die Ereignisse, seine Frau wird entführt und Samuel wird erpresst…

C (Wertung von A bis F) Der Trailer hat mich absolut begeistert, um so mehr war ich von dem gesamten Film enttäuscht. „Point Blank“ ist zwar actionreich aber die Story erschien mir zu ungeordnet und unübersichtlich. Bestimmte Szenen wirkten gestellt, einfach wie ein Filmset. Einige Ungereimtheiten haben mich irritiert, aber nicht so sehr beschäftigt wie so ziemlich von Beginn an die Frage, warum der Protagonist Samuel in seinem Alter (keine Ahnung, Mitte/ Ende 30) erst jetzt die Prüfung zum Krankenpfleger ablegt. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum hier entschieden wurde, dass Samuel nun ausgerechnet Krankenpfleger sein sollte. Gut, in der englischen Sprache gilt halt die Berufsbezeichnung „nurse“ auch noch gleichwertig für beide Geschlechter, wo ich zwangsläufig daran erinnert wurde, dass Ben Stillers Figur Gaylord Focker in „Meet the Parents“ auch eine nurse war und wie sich die Familie seiner zukünftigen Frau darüber lustig gemacht hat. Selbstverständlich möchte ich in keiner Weise den so wichtigen, und von mir hochgeschätzten, Beruf der Krankenschwestern/pflegern herabwürdigen. Für mich hat er nur hier in den Film nicht gepasst bzw. hat die Figur des Samuel unnötige Fragen aufgeworfen, insbesondere weil er die Ausbildung in diesem Alter nicht mal abgeschlossen hat. Loben muss ich aber bei „Point Blank“ das gelungene Casting, besonders gut hat mir Gérard Lanvin gefallen, aber auch sonst sind teilweise ganz interessante und tolle Gesichter zu bestaunen.

Amerikanische Besucher von Programmkinos lieben solche europäischen Thriller. Zwei Reihen hinter mir hat der Mann seiner Begleiterin auf ihre Frage was sie jetzt eigentlich gleich für einen Film guckt, erklärt, dass „Point Blank“ so was ist wie der geniale deutsche Film „Run Lola Run“… Ob den Beiden „Point Blank“ letztendlich sooo gut gefallen hat, habe ich nicht mehr in Erfahrung gebracht. In meinen Augen war „Lola rennt“ um Längen besser.

Trailer zu sehen:

http://pointblankmovie.com/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Circumstance“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: iranisches Gay-Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Brighton Rock“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britische Romanverfilmung mit Helen Mirren und Sam Riley
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Higher Ground“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Regiedebüt von Vera Farmiga. Den Film habe ich bereits auf dem Tribeca Film Festival gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Detective Dee and the Mystery of the Phantom Flame“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: chinesisches Action/Abenteuer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Mysteries of Lisbon“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: portugiesisches Kostümdrama, das bei mir, nachdem ich erfahren habe, dass es unglaubliche 272 Minuten (geht´s noch?) lang ist, unmittelbar wieder in Vergessenheit geraten ist…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

3 Gedanken zu “San Francisco – Film: "Point Blank"

  1. Um die französischen Actioner habe ich mich auf dem diesjährigen FFF herumgedrückt. Der hier hatte ne ordentliche Resonanz aber „The Prey“ soll der Hammer sein. Da kamen nur sehr gute Kritiken von wirklich jedem, der da raus kam. Ich denke, ich werde beide nachholen.
    Ich kann schon verstehen, dass das gut bei den Amis ankommt, die Franzosen machen ihre so ganz eigene Art von Krimis, die es in der Form im englischsprachigen Raum gar nicht gibt.
    „Lola Rennt“ – ich werde mit niemals mit Franka Potente anfreunden können :))
    „Detective Dee and the Mystery of the Phantom Flame“ habe ich bereits auf DVD, ist ein ganz ordentliches Krimimärchenkino.

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  2. Mmmh, ich fand ihn eher enttäuschend, vielleicht weil ich ne hohe Erwartung hatte. Von „The Prey“ habe ich bislang noch nichts gehört, wobei mir der Titel an sich sehr bekannt vorkommt.

    Naja, da muss man – glaube ich – schon zwischen dem Programmkinogänger und dem Blockbuster-Zuschauer unterscheiden. Erstere sind anspruchsvolle, offene, kritische und durchaus interessierte Menschen, die sich auch hin und wieder in große Kinoketten verlaufen und dort Filme schauen. Die Mehrheit der Amis sind aber nur an Mainstreamkino von großen Studios interessiert und würden sich nie in ein Programmkino verlaufen und etwa Filme mit Untertitel schauen…im Leben nicht. Die warten dann halt auf das amerikanische Remake wie z. B. dieser unsägliche Russell Crowe Film „The Next Three Days“ vom letzten Jahr. Da war ganz sicher das französische Original auch um Längen besser.

    Ich bin auch kein Fan von Franka Potente, sie stört mich nicht, ich finde sie normal und muss mich nicht übergeben wie bei der Ferres… :))

    Echt? Hast Du Detective Dee schon gesehen? Die Bilder machen was her. 🙂

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