San Francisco – Film: "The Tree of Life"


Ich war am 03.08.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„The Tree of Life“ (dt. Kinostart war der 16.06.11) 138 min drama
dir. Terrence Malick cast: Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain, Hunter McCracken, Laramie Eppler, Tye Sheridan

Ein Film über das (und ein) Leben.

B- (Wertung von A bis F) Ich habe mich tatsächlich zwei Monate in Geduld geübt, weil ich „The Tree of Life“ unbedingt im Kino sehen wollte. Auch wenn es jetzt beinahe etwas spät ist, würde ich auch anderen dringend empfehlen, den Film im Kino zu sehen. Zugegebenermassen kenne ich aber auch ganz wenige Menschen, die die Schönheit der Bilder in Terrence Malicks Filmen zu würdigen wissen. In „The Tree of Life“ bekommt man phänomenale Bilder über die Entstehung des Universums zu sehen. Das ist sicher ganz eindrucksvoll, wann bekommt man als Zuschauer schon die Möglichkeit während eines guten Filmes über das Leben nachzudenken. Dennoch für meinen Geschmack waren mir diese Naturszenen einfach viel zu lang. Immer wenn ich dachte, jetzt fährt er mit dem eigentlichen Film (wenn man die beiden Teile überhaupt trennen kann) fort, kam ein weiteres Naturschauspiel oder was auch immer. Es kam tatsächlich deswegen schon zu Gekicher in meiner sehr gut besuchten Kinovorstellung. Die Familiengeschichte war viel wichtiger. Obwohl es, genau genommen gar keine richtige Geschichte ist, die man erzählt bekommt. Es sind Jacks (Sean Penn) Erinnerungen an seine Kindheit in den 1950er Jahren, besonders an die Beziehungen zu seiner gefühlvollen Mutter (ganz wunderbar: Jessica Chastain), zu seinem strengen Vater (Brad Pitt, ich weiss nicht, ob er jemals überzeugender war) und insbesondere zu seinem kleinen Bruder R.L. Jacks Erinnerungen wirken sehr intim. Die Kinder, besonders der junge Jack (Hunter McCracken) und R.L. (Laremie Eppler), sind perfekt gewählt, Laremie Eppler sieht in dem Film aus wie ein junger Brad Pitt. „The Tree of Life“ ist ein sehr poetischer, gefühlsstarker Film, der mir ohne dieses aufdringlich Religiöse wesentlich besser gefallen hätte.

Jeder Film von dem Visionär Terrence Malick ist sehenswert. Er kann Bilder erschaffen, die kaum ein anderer Regisseur der heutigen Zeit dem Zuschauer bietet. Ich kann mich noch gut erinnern, wie mir die Eindrücke von „The Thin Red Line“ einfach den Atem geraubt haben. Terrence Malick ist ein Phänomen, in vier Jahrzehnten hat er gerade sechs Filme als Regisseur gedreht, tritt öffentlich ganz selten auf (und wenn, dann lässt er sich – wie zuletzt zum Cannes Film Festival – nicht fotografieren oder interviewen). Er lässt sich schlichtweg nicht in die Hollywood-Maschinerie einbinden. „The Tree of Life“ war sein fünfter Film, überraschenderweise soll er seinen sechsten Film (mit Rachel Weisz, Javier Bardem und leider auch Ben Affleck) bereits abgedreht haben.

„The Tree of Life“ hat auf dem Cannes Filmfestival 2011 die Goldene Palme gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Sarah´s Key
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: französisches Drama, wahre Geschichte, mit Kristin Scott Thomas
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Whistleblower“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Indie-Drama/Thriller mit Rachel Weisz, David Strathairn, Vanessa Redgrave und Monica Bellucci
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Point Blank“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: französischer Actionthriller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Brighton Rock“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britische Romanverfilmung mit Helen Mirren und Sam Riley
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Senna“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über den brasilianischen Rennfahrer Ayrton Senna
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

3 Gedanken zu “San Francisco – Film: "The Tree of Life"

  1. Zu diesem Film konnte ich mich noch nicht überwinden, die Trailer haben mich so gar nicht gereizt. Ist was für Fans 🙂
    „Pint Blank“ – muss ich gleich an den Lee Marvin denken. Dieser hier kommt auf dem FFF, werde ich wahrscheinlich auch gucken.
    Brighton Rock liegt hier, habe aber noch keine Lust gehabt ihn zu sehen. Ich mag den Riley nicht so.
    Senna – der ist doch total alt.

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  2. Ja, kann ich verstehen. Ich weiss auch nicht, ob der Film was für Dich wäre. (mmmh, eigentlich würde ich schon ganz gerne wissen, wie der Dir gefällt) 🙂

    Ja, „Point Blank“ sieht richtig gut aus, mal sehen, ob ich den nächste Woche schaffe. Ich lese halt nicht so gerne Untertitel, mal gucken.

    Ja, grundsätzlich sind ausländische Filme in den U.S.A. ja meist später dran. Ich bin auch nicht so der Riley-Fan, aber die Mirren sehe ich so gerne. Mal gucken, reicht sicher auf DVD.

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  3. „Point Blank“ habe ich im Übrigen nun doch nicht mit drin, weil: lieber Horror als Krimi. Aber ich denke, dass ich ihn sicherlich noch nach dem FFF zu sehen bekomme 😀
    Und was „The Tree Of Life“ angeht – mal sehen 😉

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