Berlin – Film: "Somewhere"


Ich war am 16.11.10 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„Somewhere“ (dt. Kinostart war der 11.11.10, U.S. Kinostart ist der 22.12.10) 98 min drama
dir. Sofia Coppola cast: Stephen Dorff, Ele Fanning, Chirs Pontius

Johnny Marco (Stephen Dorff) ist ein scheinbar erfolgreicher Schauspieler in Hollywood. Er bewohnt ein Apartment in dem legendären Hotel Chateau Marmont, Er lebt in den Tag hinein und hat keine sozialen Kontakte. Hin und wieder geht er professionellen Verpflichtungen nach. Als seine elfjährige Tochter Cleo (Elle Fanning) ihn für längere Zeit besucht, verbringt er viel Zeit mit ihr….

C (Wertung von A bis F) Ich mag einfach Geschichten, die in Hotels spielen. Ein Grund dafür mag sicherlich sein, dass ich mich zu einem großen Teil meiner Arbeitszeit in sehr guten Hotels aufhalte. Mich faszinieren einfach Begegnungen von Persönlichkeiten und dafür sind Hotels nun mal ideal geeignet. In „Lost in Translation“ hat Sofia Coppola von so einer interessanten Begegnung erzählt. In „Somewhere“ gibt es keine Begegnung, keine Geschichte, nur einen Einblick aus dem Leben eines gelangweilten Hollywood-Stars. Minutenlang werden hier Einstellungen gezeigt wie Johnny Ferrari fährt, Stripperinnen zuschaut, auf der Couch sitzt, raucht, trinkt, Schmerztabletten nimmt, Sex hat und sich bei all dem langweilt. Eins muss ich „Somewhere“ lassen, so sehr sich hier Johnny langweilt, so sehr habe ich mich auch gelangweilt, die Gefühle werden also perfekt transportiert. Jede einzelne Minute aus jeder Staffel Entourage ist unterhaltsamer als „Somewhere“.

Stephen Dorff habe ich vor einigen Jahren in dem Britney Spears Video zur Kenntnis genommen, richtig als Schauspieler ist er mir bislang noch nicht aufgefallen, die Rolle des mittelmässigen Hollywood-Schauspielers in „Somewhere“ nehme ich ihm ab. Wunderbar ist – wieder einmal – Elle Fanning, die langsam aus dem übergroßen Schatten ihrer älteren Schwester Dakota tritt.

Bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig wurde „Somewhere“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Gulliver´s Travels“
Bewertung des Trailers: D (im Original, habe den Trailer ganz lange nicht mehr gesehen)
Kommentar: neuer Jack Black-Film mit Jason Segel, Amanda Peet und Emily Blunt. Wieder einmal ein Film, der in letzter Minute (Film ist nicht in 3D gedreht) auf den erfolgreichen 3D-Zug aufspringen will.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10%

Trailer v. Film: „Love and Other Drugs“
Bewertung des Trailers: C (im Original, aber anderer Trailer)
Kommentar:Tragikomödie mit Anne „FF“ Hathaway und Jake Gyllenhaal. Nach wie vor möchte nichts über eine mögliche Oscar-Nominierung hören!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Burlesque“
Bewertung des Trailers: C (im Original)
Kommentar:Musical mit Cher und Christina Aguilera, könnte eine Mischung aus „Showgirls“ und „Dreamgirls“-schlimm sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 55%

2 Gedanken zu “Berlin – Film: "Somewhere"

  1. Puh, da bin ich ja beruhigt, dass Du auch keine verborgenen intellektuellen Botschaften im Film entdecken konntest :))
    Schon lustig, was so manche Kritiker in einem Streifen sehen.
    Ich mag Dakota schon gerne, aber Elle ist wirklich soo gut. So unbeschwert, als wenn da gar keine Kamera wäre.

    Dorff begleitet meine Kinoleidenschaft schon seit über zwei Jahrzehnten. Meist nur kleine, auch oft fiese Rollen, aber er war immer präsent. Gut, ich gucke auch jeden Schrott :))
    Hast Du nie „The Gate“ oder „Cecil B. DeMented“, „Blade“ oder „Blood and Wine“ gesehen? Ok, Du hast recht, er ist mitelmäßig ^.^

    Ui und was sehe ich da Jake und Bambi? ^.^

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  2. Pfff…intellektuelle Botschaften… :)) Habe neben Deiner nur eine Kritik in der Süddeutschen oder dem Tagesspiegel gelesen. Kann mich nicht mir an eine solche Aussage erinnern, da muss man dann aber auch schon sehr viel reininterpretieren können. Nee, ich hatte hier sogar Mühe, nicht einzuschlafen.

    Habe Dorffs Filmografie noch mal angeschaut, außer „Public Enemies“ (bei dem ich mich überhaupt nicht mehr an ihn erinnere), habe ich keinen Film ganz gesehen.

    Es ist unglaublich, aber Hollywood versucht einem tatsächlich zu verkaufen, dass sich Jake in diese Eule verliebt… Pffff… :))

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