Boston – Film: "Animal Kingdom"


Ich war am 29.08.10 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Animal Kingdom“ 112 min drama, thriller
dir. David Michod cast: Ben Mendelsohn, Joel Edgerton, Guy Pearce, Luke Ford, Jacki Weaver, Sullivan Stapleton, James Frecheville

Dem 17jährigen Joshua, „J“, (James Frecheville) wurde von seiner Mutter immer eingetrichtet, dass er sich von ihrer Familie fernhalten soll. Jetzt ist seine Mutter plötzlich verstorben und Joshua sieht für sich keine andere Chance als bei seiner Großmutter Smurf (Jacki Weaver) und ihren Söhnen zu wohnen. Er lernt sehr schnell die kriminellen Strukturen in der Familie kennen, nur was soll er machen…

A (Wertung von A bis F) Es ist einfach unfassbar, wie viele grandiose Schauspieler Australien hervorbringt. Russell Crowe, Guy Pearce, Geoffrey Rush, Cate Blanchett, Toni Collette, Naomi Watts, um nur mal die zu nennen, die besonders mir aussergewöhnlich gut gefallen. „Animal Kingdom“ ist eine Fundgrube für neue Talente. Besonders Ben Mendelsohn, den ich als eine Mischung aus Gary Oldman und Sam Rockwell beschreiben würde, steht jetzt gleich mal auf der Liste meiner Lieblingsschauspieler. Er ist so eines dieser ganz seltenen Talente bei denen ich ganz aufgeregt werde und tatsächlich das Gefühl habe, dass mein Herz kurzfristig aufhört zu pochen. Ausserdem gibt die australische Theater- und Fernsehschauspielerin Jacki Weaver eine beängstigend gute Performance. Joel Edgerton konnte ich bereits in dem anderen australischen Film (The Square) dieses Jahr begutachten. Sein Talent und attraktives Äusseres ist mir jedoch erst richtig in „Animal Kingdom“ aufgefallen. Sollte man den Oscar bei diesen Darstellungen mit ins Spiel bringen? Meines Erachtens muss man es sogar, definitiv spreche ich mich für eine Nominierung für Ben Mendelsohn und Jacki Weaver aus, aber alle anderen überzeugen auch in diesem Ensemble-Film.

„Animal Kingdom“ ist so ein Film bei dem ich eigentlich jedes Jahr hoffe, das es ihn überhaupt gibt. Einer der wenigen Filme, bei denen mir mit der Anfangsszene bereits klar ist, dass das Dargebotene jetzt ganz besonders wird.

„Animal Kingdom“ ist das Spielfilmdebut des 37-jährigen Regisseurs David Michod. Er erzählt seine Geschichte ruhig, gut durchdacht, smart und mit Hochspannung. Durch die Filmfigur Joshua hat man teilweise das Gefühl selbst am Geschehen teilzunehmen. Durch ihn lernen wir diese Drogen konsumierende, kriminelle Familie kennen, verspüren die gleichen Unsicherheiten und Ängste und wissen nicht wie wir reagieren würden. Wäre „Animal Kingdom“ in meiner Top 5 Liste für Filme aus dem Jahr 2010 wenn ich ihn letzte Woche bereits schon gesehen hätte? Aber sicher und da es mir keine Ruhe gelassen hat, muss ich – entgegen meiner Prinzipien – tatsächlich meine Liste abändern. Damit ist „Despicable Me“ raus und ich bin glücklich, dass ich mindestens drei Filme habe, bei denen ich zu 100% dahinterstehe und sogar davon ausgehe, dass sie sich in meiner TOP TEN 2010 wiederfinden werden.

„Animal Kingdom“ hat auf dem diesjährigen Sundance Film Festival den Grand Jury Prize: World Cinema Dramatic gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Town“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich muss Ben Affleck einfach ausblenden (warum kann er sich aber nicht auch auf die Arbeit hinter der Kamera konzentrieren?). Besetzt ist dieser Drama/Actionfilm sonst bestechend gut, Jeremy Renner, Jon Hamm, Chris Cooper (lange nicht mehr gesehen), Rebecca Hall und Blake Lively
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Buried“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Thriller mit Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The American“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller mit George Clooney Irgendwann habe ich mal gehört, dass der beim Testpublikum gar nicht gut ankam. Mich interessiert er nicht überragend
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Waiting for Superman“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Eine Doku über die Schulbildung amerikanischer Kinder.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

5 Gedanken zu “Boston – Film: "Animal Kingdom"

  1. Hm, na mal sehen. Ist ja wieder so ein Superdrama…(wie unterschiedlich Trailer doch sein können!)
    „In Town“ werde ich in der Vorpremiere sehen, der Trailer hat mir gut gefallen.
    Den Trailer von „The American“ fand ich dagegen ziemlich lasch, da glaube ich eher weniger an eine Sichtung im Kino.

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  2. Ich weiss nicht, klingt fuer meinen Geschmack eher nach einem Film fuer die Couch.
    Town schaue ich auch in der Preview, The American, da habe ich gestern Abend noch mal nen Trailer gesehen, der spricht mich wirklich null an, muss man denn so langweilige Trailer erstellen? *lach*. Bei Buried ueberlege ich noch, nachdem ich ja nun das Ende leider schon kenne.

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  3. Ist halt anspruchsvolles Kino, sozusagen Art House, wenn man das lieber auf der Couch guckt… Ich bin froh, dass ich ihn auf der großen Leinwand gucken konnten, weil ich von Filmen im Kino meist noch gefesselter bin.

    Ja der Trailer von „The American“ zieht einen nicht wirklich ins Kino. Vielleicht schaue ich ihn, wenn ich mich irgendwie von übermässigen Shopping abhalten will. 🙂

    Wie und Deinem Kollegen (oder war es der Chef) geht es gesundheitlich immer noch gut, obwohl er Dir das Ende von „Buried“ verraten hat… :no: Er kann froh sein, dass er nicht mein Vorgesetzter war. :))

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