Berlin – Film: "Shutter Island"


Ich war am 01.03.10 in meiner Heimatstadt im Kino und habe mir angeschaut:

„Shutter Island“ (dt. Kinostart war der 25.02.10) 138 min thriller, adaptation
dir. Martin Scorsese cast: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Michelle Williams, Max von Sydow, Emily Mortimer, Jackie Earle Haley, Patricia Clarkson

Im Jahr 1954 trifft der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) auf seinen neuen Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo). Sie sind auf den Weg nach Shutter Island. Auf der abgelegenen Insel befindet sich ein Hospital für psychisch kranke Straftäter. Dort soll auf mysteriöse Weise eine Patientin und Kindermörderin verschwunden sein. Bei der Aufklärung des Falles kommt es schnell zu Ungereimtheiten…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Shutter Island“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane.

Auch wenn man das Buch nicht gelesen hat, wenn man sich den bzw. die Filmtrailer angeschaut hat, weiß man schon ziemlich genau wohin die Reise in Martin Scorseses neuesten Film geht. Falls man auch keine Trailer von dem Film gesehen hat (was ich im Übrigen dringend empfehle), weiß man spätestens nach ca. dreißig Minuten über einiges Bescheid. Zunächst hat mir das Ganze aber nicht die Spannung verdorben, ich habe mich auf die durchaus künstlerisch gestalteten Rückblenden bzw. die Albträumen konzentriert und auf die wunderbaren Schauspieler. Leider ist „Shutter Island“ aber dann mit einigen Szenen völlig unnötig in die Länge gezogen worden.

Als der Film „Shutter Island“ anfing war das Erste was mir und wahrscheinlich jedem auffiel, der schwer zu überhörende Score. Dankenswerterweise zieht der sich aber in dieser Aufdringlichkeit nicht durch den kompletten Film.

Als äusserst gelungen sehe ich mit einer winzigen Ausnahme die Besetzung. Emily Mortimer („Match Point“, Transsiberian) und Patricia Clarkson („Pieces of April“, „Good Night, and Good Luck“) sind idealbesetzt und großartig. Sogar Mark Ruffalo („My Life Without Me“, Zodiac, The Brothers Bloom„The Brothers Bloom“) konnte mich hier mal zu hundert Prozent überzeugen. Jackie Earle Haley („Little Children“, „Watchmen“) hat mir hier gezeigt, dass er reif ist für eine zweite Oscar-Nominierung und ich hoffe, dass er bald wieder in Filmen mitspielt, die auch von der Academy wahrgenommen werden. Ich bin seit Beginn seiner Karriere ein großer Fan von Leonordo DiCaprios Schauspiel. Ob in noch sehr jungen Jahren in „What´s Eating Gilbert Grape“ oder „The Basketball Diaries“, später in „The Beach“ und schließlich als Erwachsener mit seiner Performance in „The Aviator“, „Blood Diamond“ und „Revolutionary Road, überzeugt hat er mich immer. In „Shutter Island“ hat er, meiner Meinung nach, in manchen Szenen etwas zu dick aufgetragen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Precious“
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: …und ich dachte, ich müsste mir nie wieder den Trailer angucken…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: unzählig
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „The Bounty Hunter“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Action-RomCom mit Jennifer Aniston und Gerard Butler
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20 %

Trailer von Film: „The Men Who Stare at Goats“
Kommentar: Film bereits gesehen und mit C+ bewertet

Sehr löblich, dass alle Trailer im Original gezeigt wurden!

Ich war schon länger nicht in Deutschland im Kino. Ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen kann, in der Lage zu sein, häufig in den U.S.A. ins Kino gehen zu können. Zwei Dinge, die ich im Gegensatz zu einem „amerikanischen“ Kinobesuch in Deutschland nicht mag: Schon an der Kasse muß man sich für Sitzplätze entscheiden, sprich kein FREE SEATING. Darüberhinaus wird, wenn um 16.15 der Film anfangen soll, erst einmal ellenlang Werbung gezeigt, bis dann ein paar Trailer ausgestrahlt werden, dann noch mal Werbung und dann geht der Vorhang wieder zu…8| Dann kam ein Eisverkäufer rein (das es die noch gibt…) Ich meine, man zahlt 8 Euro (oder manchmal vielleicht sogar mehr) und man muß sich in dieser Intensität Werbung anschauen… :??: Werbung, Trailer, Werbung, Vorhang, Eisverkäufer haben dann ziemlich genau 20 Minuten (Gut, ich kann mich erinnern, dass vor Jahren die Werbung noch maßloser war, also schon eine positive Veränderung) in Anspruch genommen. In den U.S.A. läuft es zwar mittlerweile auch nicht mehr ganz ohne Werbung, aber das bevor der Film regulär anfangen soll. Wenn um 16.15 ausgewiesen ist, dass der Film beginnt, sieht man vielleicht noch einen Coca Cola-Spot, Eigenwerbung für das jeweilige Kino und dann die Trailer. Schließlich kommt dann durch Verizon (oder einem anderen Handy-Anbieter) die Aufforderung, jetzt doch bitte alle Gespräche und andere Geräusche zu unterlassen, nicht während des Films zu telefonieren oder smsen, das Handy auf lautlaus zu stellen, weil jetzt der Film anfängt. Vorhänge gibt es nicht.

3 Gedanken zu “Berlin – Film: "Shutter Island"

  1. Ja die Werbeblöcke nerven total. Ich kenne es auch aus England, dass zwei Zeiten ausgeschrieben werden: Anfang der Werbung und Beginn des Filmes. Dann kann man sich getrost später ins Kino begeben. Hier wird man für viel Geld werbemisshandelt.
    Patricia Clarkson – kann mich echt nicht an sie erinnern. Ich bin noch immer platt, dass ich die Sache nicht nach 30 Minuten durchschaut habe :))

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  2. Siehste die Engländer, das ist auch fair. Ich finde diese Zugedröhne mit Werbung bei dem Preis ist eine Frechheit.

    Patricia Clarkson war die andere Rachel, die in der Höhle. Wie und Du bist nicht platt, dass Dir noch nicht so vieles schon im Trailer auffiel… :))

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