Philadelphia – Film: "An Education"


Ich war am 27.11.09 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„An Education“ (dt. Kinostart: 18.02.10) 100 min drama, adaptation
dir. Lone Scherfig cast: Peter Sarsgaard, Carey Mulligan, Alfred Molina, Rosamund Pike, Dominic Cooper, Olivia Williams, Emma Thompson

1961 in London. Die 16-jährige Jenny (Carey Mulligan) ist eine hervorragende Schülerin, die sich auf eine Universitätsausbildung in Oxford vorbereitet. Eines Tages lernt sie den charmanten Mittdreißiger David (Peter Sarsgaard) kennen. Der weltmännische David zeigt der jungen Jenny das Leben und die Liebe…

A- (Wertung von A bis F) Ich habe zwar in diesem Jahr schon ein paar Filme gesehen, die eine wichtige Rolle bei der kommende Oscar-Verleihung spielen könnten, aber mit „An Education“ wird für mich offiziell die Saison eingeläutet. Als großer Filmfan ist dies für mich die schönste Zeit eines jeden Kinojahres. In erster Linie bedeutet das, dass ich in den nächsten zwei oder drei Monaten (hoffentlich) mit keinen schlechten Filmen im Kino konfrontiert werde und ich mich nicht zu einer entsprechenden Bewertung gezwungen sehe.

Der Film „An Education“ ist eine Adaption der gleichnamigen Autobiografie der britischen Journalistin Lynn Barber. Das Drehbuch zum Film hat der Autor Nick Hornby („High Fidelity“, „About a Boy“) geschrieben.

Der Film ist ein wunderbares Drama, das wesentlich mehr Humor beinhaltet, als ich geglaubt hätte. Die Charaktere sind vielschichtig und in jeder einzelnen Rolle idealbesetzt. Die Chemie und Anziehungskraft von Jenny und David werden durch die beiden Schauspieler glaubhaft transportiert. Auch habe ich mich in die Swinging Sixties versetzt gefühlt.

Peter Sarsgaard („Boys Don´t Cry“, „Empire“, „Shattered Glass“ ) ist endlich wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und damit zu dem, was er am besten kann. Ich hoffe, dass er in Zukunft die Finger von schlechten Hollywood-Produktionen lässt und sich wieder darauf konzentriert, komplexe Charaktere in bedeutenden Indie-Filmen zu spielen.

Bei Carey Mulligan hat es einen Moment gedauert, bis ich zu hundert Prozent von ihr überzeugt war. Vermutlich habe ich zu viel Schwärmereien über sie und ihre Performance im Vorfeld gelesen. Der von einigen Kritikern zu lesende Vergleich zu Audrey Hepburn war auch nicht hilfreich. Davon sollte man sich gedanklich lösen und sich einfach auf dieses frische britische Talent einlassen. Sie ist definitiv entzückend in dieser Rolle und zum Filmende hatte ich auch das Gefühl, dass ich sie schon ewig kenne.

In dem Ensemble hat mich Alfred Molina am meisten überrascht. Nicht dass ich ihn jemals schlecht gefunden hätte, hier gefällt er mir aber besonders.

Auch wenn der Film zum Ende minimal schwächelt, wären für mich – alles in allem – mindestens fünf Nominierungen für einen Academy Award gerechtfertigt (Bester Film, bestes adaptiertes Drehbuch und für die Schauspieler Carey Mulligan, Peter Sarsgaard und definitiv Alfred Molina).

Trailer zu sehen:

„sehr gut“

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Me and Orson Welles“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Claire Danes immer gerne, aber Zac Efron…er soll hier glaubhaft eine Beziehung zu einer Frau darstellen ? 8|
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film: „The White Ribbon“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Michael Hanekes Film, der in Cannes die Goldene Palme gewann und sich jetzt als deutscher Beitrag für einen Oscar als bester ausländischer Film bewirbt.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Young Victoria“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Emily Blunt sehe ich immer gerne. Mit Kostümfilmen habe ich es im Moment nicht so.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: ca. 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60%

Trailer von Film: „Broken Embraces“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe Almodovar-Filme, den werde ich aber auf DVD schauen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

2 Gedanken zu “Philadelphia – Film: "An Education"

  1. Ich glaube, ich habe Molina noch nie schlecht gesehen. In schlechten Filmen ja, aber er selbst war immer gut.
    :)) „Broken Embrances“ musste erstmal überlegen was das ist :)) Den fand ich nicht gut, aber als Dramenqueen hast Du da vielleicht mehr Zugang zu.

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  2. Ja, wie gesagt, kann mich auch nicht erinnern, dass er mal nicht überzeugte. Leider hat er schon öfter in schlechten Filmen gespielt. Ich habe ihn in „Coffee and Cigarettes“ und „Spiderman 2“ noch genau vor mir, erster war toll und Spidey 2 fand ich grauenhaft.

    Ja, kann mich dunkel erinnern, dass Du den Almodovar gesehen hast und nicht so doll bewertet hast. Ich sehe ihn auf jeden Fall, irgendwann. Dankenswerterweise hast Du DRAMENQUEEN gesagt, nicht DRAMAQUEEN :))

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