Los Angeles – Film: "Where the Wild Things Are"


Ich war am 25.10.09 (und am 26.10.09) in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Where the Wild Things Are“ (dt. Titel: „Wo die wilden Kerle wohnen“, dt. Kinostart: 17.12.09) 94 min fantasy, adaptation
dir. Spike Jonze cast: Max Records, Catherine Keener, Mark Ruffalo voices: Lauren Ambrose, Chris Cooper, James Gandolfini, Forest Whitaker, Paul Dano, Catherine O´Hara

Der neunjährige Max (Max Records) fühlt sich von seiner Mutter (Catherine Keener) vernachlässigt und allein gelassen, er hat eine unglaubliche Wut im Bauch und haut von Zuhause ab. Er segelt mit einem Boot über den Ozean und kommt auf einer Insel voller seltsamer Kreaturen an. Denen kann er einreden, dass er besondere Fähigkeiten hat und so machen sie ihn zu ihrem König. Die neuen Aufgaben und die Verantwortung überfordern Max aber auch bald…

A (Wertung von A bis F) Der Film „Where the Wild Things Are“ basiert auf dem gleichnamigen, amerikanischen Kinderbuch von Maurice Sendak. Ich habe es mir gerade wieder angeschaut. Das Buch wurde bereits im Jahr 1963 veröffentlicht, es ist voller Illustrationen und umfasst gerade mal zehn Sätze. Es ist eines der beliebtesten Kinderbücher Amerikas.

Bei der Verfilmung habe ich mich mit meiner Bewertung etwas schwer getan. In den meisten Fällen weiß ich bereits mitten im Film in welche Richtung meine Bewertung gehen wird, selten werde ich dann noch durch unfreiwillige Komik oder ein fragwürdiges Ende umgestimmt. Spätestens bei Erscheinen der End Titels steht in jedem Fall meine Bewertung fest. Hier war ich beim Rausgehen ratlos und musste erst einmal meine Gedanken ordnen, habe mich dann aber schnell dazu entschlossen, ihn mir am nächsten Tag nocheinmal anzuschauen. Jetzt habe ich „Where the Wild Things Are“ also zwei Mal, und beide Male im IMAX-Format, gesehen. Beim zweiten Mal habe ich ihn ganz anders geniessen können und habe sehr viel mehr in dem Film gesehen und dann stand auch meine „A“-Bewertung fest.

Es ist sicher kein perfekter Film, eher die skurrile Form davon, aber er ist einzigartig und rührend und hat einen tollen Soundtrack. Außerdem ist es ein Film, der dem Zuschauer Raum für Interpretation gibt. Es ist ein Film über die Kindheit und im Besonderen über die Fantasiewelt eines neunjährigen Jungen. Natürlich hatte ich Bedenken, wie die haarigen „Monster“ wirken und wie sie sich in den Film einfügen, aber meine Skepsis war unbegründet. Diese zotteligen Kreaturen mit ihren warmen, traurigen Augen muss man einfach liebhaben. Kreiert wurden die WILD THINGS von den MUPPETS-Erfindern, von Jim Hensons Creature Shops. Durchweg gute Schaupieler haben ihnen dann durch ihre Stimme und Sprache eine unverwechselbare Persönlichkeit verpasst. Aber auch Max Records hat sich mit seiner Natürlichkeit wohl gleich einmal an die Spitze der besten Kinderschauspieler gespielt. Max Records, aber auch Catherine Keener („Being John Malkovich“, „The 40-Year-Old Virgin“, „Capote“), die in meinen Augen sowieso eine der besten Schauspielerinnen ist, haben sich hier eine Oscar-Nominierung verdient.

Der Film zeugt von unglaublicher Vorstellungskraft und Kreativität. Inszeniert wurde er von Spike Jonze, der bereits mit seinem Spielfilm „Being John Malkovich“ mein Cineasten-Herz erobert hat. Er präsentiert einen aussergewöhnlichen Film, den man mögen muss, kann oder vielleicht sogar sollte…aber irgendwie kann ich auch jeden verstehen, der mit „Where the Wild Things Are“ so gar nichts anfangen kann…

Trailer zu sehen:

„hervorragend“

3 Gedanken zu “Los Angeles – Film: "Where the Wild Things Are"

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